Behandlung von Nervenschmerzen an
Händen, Armen oder Beinen

Behandlung von Engpass-Syndromen an peripheren Nerven

Bei den sogenannten Engpass-Syndromen kommt es zu einer Einklemmung von wichtigen Nerven an Hand, Arm oder Bein. Durch Abnutzung oder Überlastung werden diese sogenannten peripheren Nerven im Bereich großer Gelenke eingeengt und geschädigt. Ein kleiner Eingriff kann das beheben.


Behandlung

In örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder bei Bedarf auch unter Vollnarkose legt der Arzt einen nur zwei Zentimeter großen Hautschnitt über dem eingeklemmten Nerv an. Der einengende knöcherne Kanal wird geöffnet und damit die Bedrängung (Kompression) des Nervs behoben.

Gleichzeitig wird an dieser Stelle überschüssiges Bindegewebe entfernt, wodurch die Gefahr des Wiederauftretens (Rezidiv) deutlich gesenkt wird. Im Ellenbogenbereich kann bei starker Vorschädigung des Nervs gelegentlich die Verlagerung des Nervs in die Ellenbeuge notwendig werden.

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Indikation

  • Nervenschmerzen an Händen, Armen oder Beinen (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisrinnensyndrom oder Tarsaltunnelsyndrom)

Die häufigste Engpasserkrankung ist das sogenannte Karpaltunnelsyndrom (CTS), bei dem der Medianusnerv im Handgelenksbereich (der Nerv muss sich hier durch einen engen, von Knochen und Bandverbindungen gebildeten Kanal zwängen) eingeklemmt wird. Daneben gibt es häufig Einklemmungen des Ellennervs (Nervus ulnaris) im Ellenbogenbereich (Ulnarisrinnensyndrom) sowie des Schienbeinnervs im Sprunggelenksabschnitt (Tarsaltunnelsyndrom).

Der Patient leidet dabei unter Nervenfunktionsausfällen mit Gefühlsstörungen, Lähmungen im Bereich der Hände und Füße und starken Schmerzen. Diese Symptome und Schmerzen treten oft auch nachts auf.

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Der schonende, kurze Eingriff hat sehr gute Erfolgsaussichten bei Engpass-Syndromen: Übereinstimmend mit der internationalen Literatur ist mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent zu rechnen.

Vorteile

  • Der wenig belastende Eingriff ist in der Regel ambulant möglich.
  • Durch die Entlastung des eingeklemmten Nervs erreicht der Arzt in der Regel einen schnellen Rückgang der Schmerzen unmittelbar nach der Operation. Lähmungen können sich ebenfalls rasch bessern.

Nach der Behandlung

Nach etwa zehn Tagen können die Fäden entfernt werden. Eine vollständige Belastung der betroffenen Hand ist nach vier bis fünf Wochen wieder möglich.

Arbeitsfähigkeit

Leichte körperliche Arbeiten sind nach Abnahme des Verbandes wieder möglich. Körperlich belastende Arbeit sollte für ca. fünf Wochen unterbleiben.

Sportaktivitäten

Schwimmen und Radfahren sind nach drei Wochen möglich, andere Sportarten, je nach Belastungsmuster und Belastungsintensität, nach drei bis fünf Wochen.

Zu beachten

  • In den ersten zehn Tagen sollte der Patient einen Pflasterverband tragen.
  • Bei der Verlagerungsoperation am Ellbogen ist das Tragen einer Gipsschiene für zwei Wochen erforderlich.

Experten

Forum

Berichte

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Ein Hand-Nerv war eingeklemmt - OP half Artikel lesen

19.01.2010 11:30 - Bild der Frau
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Jeder Handgriff war für Sandra (35) schmerzhaft. Eine kleine OP half Artikel lesen

24.11.2010 16:45 - Mach mal Pause
”Durch die Entlastung des eingeklemmten Nervs erreicht der Arzt in der Regel einen schnelle Rückgang der Schmerzen unmittelbar nach der Operation. Lähmungen können sich ebenfalls rasch bessern.“
Dr. Hartmut Neumann

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