Das minimal-invasive endoskopische Operationsverfahren
Endoskopische Operationen haben als hoch moderne minimal-invasive perkutane Technik die Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene Formen von Bandscheibenvorfällen ebenso wie für Spinalkanalstenosen und Osteoporose revolutioniert. Sie lösen klassische offene Eingriffe an der Wirbelsäule mehr und mehr ab.
Behandlung
Bei diesem neuartigen Verfahren nutzt der Chirurg einen kleinen Hautschnitt und natürliche Knochenöffnungen der Wirbelsäule, um zunächst das lediglich 7 Millimeter breite Endoskop, eine Art Hülse, an die Wirbelsäule heranzuführen. Durch mehrere Kanäle des Endoskops ist es nun möglich, unter Röntgenkontrolle feine Instrumente an die geschädigte Bandscheibe heranzuführen. Das Endoskop ist mit einer Kamera ausgestattet und ermöglicht so – obwohl nur ein winziger Hautschnitt angelegt wurde – über einen Monitor das Operieren unter optimaler Sicht. Mit millimeterfeinen Zangen und Greifern entfernt der Operateur nun schonend das in den Wirbelkanal drängende Gewebe. Endoskopische Operationen werden in kurzer, nebenwirkungsarmer Vollnarkose durchgeführt. Nach dem etwa einstündigen Eingriff können die meisten Patienten eine sofortige deutliche Besserung der Beschwerden feststellen. Die Zeiten der notwendigen Schmerzmedikation und Rehabilitation sind gegenüber herkömmlichen offenen Eingriffen deutlich verkürzt.
Indikation
Stellenwert/Vorteil
Stellenwert
Das endoskopische Verfahren bietet gegenüber der klassischen operativen OP-Technik viele Vorteile:- Der winzige Hautschnitt minimiert das Risiko einer Infektion im Verlauf oder nach der Operation.
- Der Schnitt verheilt nahezu immer ohne Narbenbildung.
- Der Zugang über das Endoskop schont Wirbelgelenke und Bänder, so dass eine spätere Instabilität nahezu ausgeschlossen ist. Das Risiko von Nervenverletzungen ist minimal.
- Die Rückenmuskulatur bleibt intakt. Das begünstigt eine rasche Rehabilitation.
- Aufgrund der kurzen Dauer des Eingriffs sind Nebenwirkungen der Narkose kaum zu erwarten. Entsprechend kurz sind auch der stationäre Aufenthalt und die Zeit der Arbeitsunfähigkeit.
Nach der Behandlung
Experten
Forum
Berichte
Über Jahre litt Erika B. (50) unter Rückenbeschwerden. Aus Angst vor einem offenen Eingriff versuchte sie vergeblich, ihre Schmerzen mit physiotherapeutischen Maßnahmen zu lindern. Ein modernes Verfahren befreite sie von ihren Leiden. Artikel lesen
12.04.2012 12:39 - Exklusiv für die Frau