Elektrische Rückenmarksstimulation (SCS)

Epidurale 'spinal cord stimulation' (SCS)

Dieses minimal-invasive Verfahren reduziert ohne Medikamente deutlich den Schmerz und kann so die Mobilität des Patienten erheblich steigern. Nach erfolgreicher Stimulation der Schmerzstelle durch eine Elektrode wird ein Nervenschrittmacher in der Nähe des Rückenmarks implantiert.


Behandlung

scs_inpage.jpgBei der Rückenmarkstimulation (SCS) wird die Elektrode, ähnlich wie bei der Wirbelsäulenkatheterbehandlung, vorsichtig im Epiduralraum in der Nähe des Rückenmarks platziert. Ein Nervenschrittmacher wird temporär angeschlossen. Dann gibt der Patient an, wo die Stimulation zu spüren ist. Der Arzt muss die Position der Elektrode eventuell anpassen, um eine optimale Stimulation des richtigen Körperbereichs zu erzielen.

Ziel ist es, die Elektrode so zu platzieren, dass das Kribbeln dort zu spüren ist, wo der Patient zuvor Schmerzen empfunden hat. Nachfolgend wird nach einer erfolgreichen Stimulationsphase der Nervenschrittmacher in einer Hauttasche implantiert.

Indikation

Nicht selten führt eine kontinuierliche Einnahme starker Schmerzmittel zu Nebenwirkungen. Die elektrische Rückenmarksstimulation kann den oft voroperierten Patienten eine deutliche Reduktion der Medikamenteneinnahme ermöglichen und die vormals oft erheblich eingeschränkte Mobilität und damit auch die Lebensqualität steigern.

  • Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz)
  • Nervenwurzelreizungen (Radikulopathien)
  • Phantomschmerz und/oder Stumpfschmerz
  • gewisse Schmerzsyndrome, z.B. fortbestehende Beschwerden nach Wirbelsäulenoperationen (failed back surgery syndrom (FBSS))
  • arterielle Verschlusskrankheit
  • Nervenschmerz an mehreren Stellen (Polyneuropathie)

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Mit der rückenmarksnahen, elektrischen Stimulation kann eine effektive Schmerzreduktion erreicht werden. Bei einer erfolgreichen Behandlung liegt die erwartete Schmerzlinderung in der internationalen Literatur bei bis zu 75 Prozent.

Vorteile

  • Der chirurgische Eingriff ist minimal-invasiv.
  • Die Medikamentengabe kann nach erfolgreicher Ansprechrate des so behandelten Patienten reduziert werden.
  • Durch die Behandlung kann die Mobilität und damit die Lebensqualität des Patienten deutlich verbessert werden.

Nach der Behandlung

In der ersten Zeit nach der Implantation des Systems sollten die Aktivitäten etwas eingeschränkt werden. Mit Hilfe eines computergesteuerten Programmiergeräts nimmt der Arzt in den folgenden Tagen die Feineinstellung der Stimulation vor, bis ein optimaler schmerzhemmender Effekt erzielt wird. Der Patient selbst kann dann das System mit einer Art Fernsteuerung laufend seinen individuellen Bedürfnissen anpassen.

Arbeitsfähigkeit

Bis zu einige Wochen nach dem Eingriff können keine körperlich belastenden Tätigkeiten ausgeführt werden. Nach einer Stabilisierungsphase sind leichte körperliche Arbeiten wieder möglich.

Sportaktivitäten

Das Ausmaß der körperlichen Belastbarkeit richtet sich nach der Entwicklung in der Stabilisierungsphase. Leichte Sportarten mit geringer Belastung wie Wandern, Rad fahren oder Schwimmen, können danach meist wieder aufgenommen werden.

Experten

Forum

Berichte

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Hilfe gibt es für jeden Patienten Artikel lesen

14.07.2010 14:53 - Orthopress
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Anneliese Niederreiner (49) war von den Ärzten aufgegeben. Artikel lesen

05.08.2010 15:53 - Frau im Glück
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Chronische Rückenschmerzen: Ein Schrittmacher schaltet Nervenimpulse aus Artikel lesen

05.08.2010 16:18 - TZ
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18.08.2010 17:04 - Neue Post
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"Ich war total verzweifelt" Artikel lesen

30.08.2010 14:19 - Blickpunkt Gesundheit
”Die Implantation eines „Schmerzschrittmachers“ ist nahezu komplikationslos und ermöglicht den Patienten ein völlig neues Lebens-gefühl mit deutlicher Verbesserung der Mobilität und anhaltender Schmerzreduktion.“
Dr. Hartmut Neumann

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