Epidurale Wirbelsäulen-Kathetertechnik
nach Dr. Schneiderhan

Weiterentwicklung der Wirbelsäulen-Kathetermethode
nach Prof. Dr. Gabor Racz

Die minimal-invasive, epidurale Wirbelsäulen-Kathetertechnik nach Dr. Schneiderhan unterscheidet sich von anderen Katheterbehandlungen durch den speziell weiterentwickelten elastischen Katheter. Dank einer kleinen Sonde ermöglicht er eine exakte Behandlung der betroffenen Nervenwurzel.

Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan gehörte bereits 1997 zu den ersten europäischen Zentren, die nach dieser ursprünglich aus den USA stammenden Technik operierte. Dr. Schneiderhan entwickelte die Technik von Prof. Racz (sogenannter "Racz-Katheter") weiter.

Über 15 000 erfolgreiche Katheterbehandlungen im MVZ Praxisklinik
Dr. Schneiderhan & Kollegen

Durch Einsatz der Zwei-Katheter-Technik kann durch einen zweiten zusätzlichen (transforaminalen Nervenwurzelkanal) Zugang eine ausgedehnte Vernarbung bzw. ein anatomisches Hindernis überwunden und ein zielgenaues Platzieren der Medikamentenkombination exakt an der betroffenen Stelle erreicht werden. Nach über 15 000 Eingriffen dieser Art und selbst durchgeführten wissenschaft-lichen Studien hat sich diese Weiterentwicklung in der Praxis fest etabliert.

Behandlung

Der Einsatz von Katheter und Sonde im Epiduralraum der Wirbelsäule

Unter örtlicher Betäubung wird eine Spezialkanüle in den Epiduralraum der Wirbelsäule eingeführt, bei Lenden- und Brustwirbelsäulenbeschwerden im Steißbeinbereich, bei Halswirbelsäulenbeschwerden im oberen Bereich der Brustwirbelsäule. Die speziell entwickelte Sonde wird unter Bildwandlerkontrolle und Kontrastmittelgabe zielgenau im rückenmarksnahen Bereich der Wirbelsäule platziert. Dieser Eingriff wird in schonender Schlafnarkose (Analgosedierung) durchgeführt.

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Entlastung der Nervenwurzel

Grundprinzip ist die Abschwellung und Entwässerung des störenden Gewebes, wodurch die Nervenwurzel entlastet wird. Oft wird eine mechanische Lösung (Adhäsiolyse) der betroffenen Nervenwurzel kombiniert. Durch die zielgenaue Injektion verschiedener Medikamente (schmerz- und entzündungshemmende Mittel, konzentrierte Kochsalzlösung) wird über die osmotische Wirkung eine Schrumpfung des Gewebes, das den Nerv bedrängt, erreicht.

Entzündungen bilden sich zurück. Der Schmerz wird zielgenau bekämpft. Eine zusätzliche Einspritzung einer speziellen Enzymlösung löst rückenmarksnahe Vernarbungen und Verklebungen. Der gesamte Eingriff an der Wirbelsäule dauert nur 40-60 Minuten.

Indikation

  • Akute, starke Schmerzen durch Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall
  • Chronische, starke Schmerzen und Nervenwurzelreizungen
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom)
  • Narbenbeschwerden nach Operation (postoperative, epidurale Narbengewebe-Bildungen und Fibrosen)
  • Wurzelirritation/Wurzelreizsyndrome durch mechanische Irritationen
  • Sogenanntes "vergrößertes gelbes Band" (hypertrophes Ligamentum flavum) oder hypertrophe Wirbelgelenke

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Bei einem Großteil der Patienten mit Bandscheibenvorfall und -vorwölbung kann durch diese Behandlungsmethode eine offene Operation vermieden werden. Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und postoperativen Vernarbungen nach einer Bandscheiben- oder Versteifungsoperation der Lendenwirbelsäule dürfen auf wesentliche Beschwerdelinderung bis völlige Schmerzfreiheit hoffen. In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 Prozent angegeben.

Vorteile

  • Durchführung des Eingriffes in Lokalanästhesie und Dämmerschlafnarkose (Analgosedierung). Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich.
  • Der speziell entwickelte Katheter ist an seinem Ende mit einer Edelstahlspiralfeder versehen, wodurch ein schonendes, verletzungsfreies Platzieren möglich ist. Gegenüber einem herkömmlichen operativen Eingriff schrumpft dabei lediglich das hervorgetretene Bandscheibengewebe, die Bandscheibe selbst wird jedoch nicht verletzt.
  • Die stationäre Behandlungsdauer beträgt nur drei bis vier Tage. Leichte körperliche Belastungen wie z.B. Schreibtischarbeiten können nach der Entlassung aus der stationären Behandlung bereits wieder durchgeführt werden.

Nach der Behandlung

Schon eine Stunde nach der Behandlung kann der Patient in der Regel aufstehen und umhergehen. Der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel nur drei bis vier Tage. In dieser Zeit erhält der Patient über den Katheter noch vier weitere Injektionen mit Schmerzmitteln, Kochsalzlösung und Enzymen in seinem Krankenbett.

Eine abgestimmte Physiotherapie sollte zwei Wochen nach dem Eingriff beginnen. Hierbei wird besonders auf isometrischen Muskelaufbau sowie Haltungs- und Bewegungstraining geachtet.

Arbeitsfähigkeit

Leichte körperliche Arbeiten wie z.B. Bürotätigkeiten können nach ein bis zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Körperlich anstrengende Arbeiten sind in den ersten vier Wochen nur eingeschränkt möglich und können dann langsam gesteigert werden.

Sportaktivitäten

Schwimmen und Radfahren (möglichst aufrechte Oberkörperhaltung) sind nach drei Wochen erlaubt, Jogging auf weichem Boden nach vier Wochen. Alle anderen Sportarten können je nach Belastungsintensität ab der fünften Woche langsam steigernd aufgenommen werden.

Zu beachten

Zur Entlassung aus der Klinik erhält der Patient ein speziell angefertigtes und komfortables Mieder, das die Wirbelsäule für vier Wochen entlastet. Es muss nur tagsüber bei längerem Sitzen oder Stehen getragen werden. Nachts ist kein Mieder erforderlich.

Experten

Forum

Berichte

”Wir waren die Pioniere dieses nunmehr weltweit anerkannten, minimal-invasiven Verfahrens in Deutschland. Ihren Stellenwert können wir bestens einschätzen, da wir seit Jahren die meisten Eingriffe dieser Art in Europa durchführen.“
Dr. Reinhard Schneiderhan

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