Hitzesondenbehandlung des Hinterwurzelknotens

Selektive perkutane Thermokoagulation des Hinterwurzelganglions

Dieses wenig invasive Therapieverfahren hat eine gezieltere, exaktere Wirkung als andere Methoden und den Vorteil der längeren Wirkdauer. Nach einer lokalen Betäubung wird mit der Sondenspitze der betroffene Nervenknoten erhitzt und so der Schmerz ausgeschaltet.

Behandlung

Über 17 000 erfolgreiche Hitzesondenbehandlungen im MVZ Praxisklinik
Dr. Schneiderhan & Kollegen

Nach dem Einführen der Hitzesonde stellt der Arzt computergesteuert fest, ob die Sonde richtig am Nervenknoten liegt. Anschließend wird eine lokale Betäubung (perineurale schmerztherapeutische Injektion) durchgeführt. Bei korrekter Lage wird zunächst die Sondenspitze und damit der Nervenknoten (Ganglion) erhitzt (koaguliert).

Indikation

  • Therapieresistente radikuläre Schmerzen (z.B. Ischiasschmerzen oder Armschmerzen) im Bereich der gesamten Wirbelsäule, wenn die Teststimulationsparameter nicht erreicht werden
  • Nach dreimaliger Durchführung einer nervenwurzelnahen Schmerzbehandlung (periradikuläre Therapie) ohne anhaltende Besserung
  • Fortgeschrittener Verschleiß der Wirbelgelenke
  • Verengung des Wirbelsäulenkanals (Spinalkanalstenose)
  • Verengung der Nervenwurzeldurchtrittsstellen (Foramenstenose)
  • Gleichzeitiger Bandscheiben- und Wirbelgelenkverschleiß

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

In der nationalen und internationalen Literatur werden für die Hitzesondenbehandlung Erfolgsquoten von über 80 Prozent angegeben.

Diese hat gegenüber der medikamentösen Schmerzfaserunterbindung (pharmakologische Ablatio) den Vorteil der gezielten, exakten Wirkung. Gegenüber der Eisbehandlung der Schmerzfasern (Kryotherapie) hat die perkutane Thermokoagulation den Vorteil der längeren Wirkdauer. Sie wirkt mehrere Jahre, die Kryotherapie nur wenige Monate.

Vorteile

  • Es handelt sich um ein wenig invasives Therapieverfahren, das ambulant in unserer Praxisklinik durchgeführt werden kann.
  • Aufwändige offene Operationen wie die Erweiterung der Nervendurchtrittsstellen (Foraminotomie) oder eine Wirbelbogenentfernung (Hemilaminektomie) mit zusätzlichen Stabilisierungs- bzw. Versteifungsoperationen können vermieden werden.
  • Eine frühzeitige Mobilisation und Nachbehandlung ist möglich.

Nach der Behandlung

Sofort nach dem Eingriff kann eine stabilisierende und isometrische Physiotherapie begonnen werden. Ergänzende physiotherapeutische Maßnahmen wie Elektrotherapie, Balneotherapie oder bedarfsweise Wärme- und Massageanwendungen können kombiniert werden.

Arbeitsfähigkeit

Sofort nach dem Eingriff ist körperliche Belastbarkeit gegeben. Leichte körperliche Arbeiten wie z.B. Bürotätigkeiten können unmittelbar nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden.

Sportaktivitäten

Körperliche Belastungen durch unterschiedliche Sportarten sind frühzeitig nach dem Eingriff wieder möglich.

Experten

Forum

Berichte

”Bei diesem minimal-invasiven Verfahren kann der Patient in der Regel bereits am Folgetag wieder seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen und seine Wirbelsäule belasten.“
Dr. Reinhard Schneiderhan

Kontakt

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