Injektion eines Röntgenkontrastmittels oder
von Medikamenten in die Bandscheibe
Diskographie und intradiskale Injektionsverfahren
Behandlung
Nach örtlicher Betäubung wird eine feine Kanüle im Winkel von ca. 50 Grad von der Seite bis in die Mitte der Bandscheibe vorgeschoben. Nach Gabe von etwa einem Milliliter Kontrastmittel in den Bandscheibenraum wird der Patient bezüglich seiner Beschwerden befragt. Eine exakte Aussage über die krankhaft degenerierte Bandscheibe kann getroffen werden.
Nach durchgeführter Diskographie (siehe oben) werden beim Vorliegen von Schmerzangaben durch den Patienten nach Kontrastmittelgabe unterschiedliche Medikamente durch eine feine Kanüle in die Bandscheibe injiziert. Neben einem Lokalanästhetikum bzw. einer verdünnten Kortisonlösung können auch Opiate direkt in die Bandscheibe (intradiskal) zur direkten und gezielten Schmerzbehandlung eingespritzt werden.
Indikation
- Bandscheibenschmerz
- Bandscheibenverschleiß
- Bandscheibenvorwölbung
- Bandscheibenvorfall
Stellenwert/Vorteil
Stellenwert
Durch diese Behandlungsmethode wird eine gezielte und effektive Schmerzbehandlung bei isoliertem Bandscheibenschmerz möglich. In der nationalen und internationalen Literatur werden Erfolgsquoten von über 80 Prozent angegeben.Vorteile
- Es handelt sich um ein wenig invasives Verfahren, das ambulant in unserer Praxisklinik durchgeführt werden kann.
- Abhängig von der Verschleißsituation können mehrere Bandscheiben behandelt werden.
