MAXXSPINE-Implantat bei Wirbelkanalverengung an der Lendenwirbelsäule

Minimal-invasive Implantation eines Abstandhalters (spacer) zur Behandlung von spinalen Stenosen

Durch die sogenannte 'Schaufensterkrankheit' bedingte Schmerzen lassen sich mit dem MAXXSPINE-Implantat schonend behandeln. Das Spreiz-Implantat wird minimal-invasiv zwischen die Dornfortsätze der Lendenwirbelsäule eingesetzt und entlastet die betroffenen Wirbel.


Behandlung

Aufgrund der Entlastung beim Sitzen und Nachvornebeugen ist es Menschen, die an der sogenannten 'Schaufensterkrankheit' leiden, beispielsweise oft noch möglich, ohne Einschränkungen Fahrrad zu fahren. Diesen Effekt macht sich die MAXXSPINE-Technik zu Nutze. Wie ein Türstopper verhindert sie die Verengung des Kanals im Stehen oder beim Gehen.

Das MAXXSPINE-Implantat wird vom Arzt durch einen minimal-invasiven Zugang zwischen die beiden Dornfortsätze auf der Rückseite der Wirbelsäule eingesetzt. Dieses Mini-Implantat drückt die beiden Knochenfortsätze dauerhaft auseinander und verschafft den eingeengten Nerven wieder mehr Platz. Der große Vorteil besteht darin, dass der Wirbelkanal bei diesem Eingriff nicht eröffnet werden muss.

Indikation

  • Rückenbedingte sogenannte 'Schaufensterkrankheit' (claudicatio spinalis)
  • Schmerzen in den Beinen beim Gehen, verursacht durch eine Verengung des Wirbelkanals
  • Bandscheibenvorwölbungen

Ursache für die Verengung des Wirbelkanals ist eine abnutzungsbedingte Vergrößerung der Zwischenwirbelgelenke, hinzu kommt häufig eine Verdickung der gelben Bänder. So werden die Nerven im Wirbelkanal mechanisch eingeengt (Kompression).

Klinisch äußert sich dies neben Rückenschmerzen vor allem mit heftigen Beinschmerzen. Beim Liegen, Stehen und Gehen verstärken sich die Beschwerden, so dass der Patient oft nur noch wenige Meter gehen kann. Beim Sitzen oder Nachvornebeugen klappen die Wirbelbögen etwas auf, wodurch der Wirbelkanal entlastet wird und die Schmerzen nachlassen (Entlordosierung).

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Nach Entscheidung und Beratung durch den Operateur kann ein MAXXSPINE-Implantat ein sehr sicheres und effektives Verfahren zur Beseitigung der Beschwerden darstellen. Übereinstimmend mit der internationalen Literatur ist mit einer Erfolgsquote von 80 bis 85 Prozent zu rechnen.

Vorteile

  • Das operative Vorgehen ist sehr schonend, da der Wirbelkanal für die Implantation nicht eröffnet werden muss.
  • Die Implantation dieses Abstandhalters ist es ein sehr sicheres Verfahren mit sehr geringer Komplikationsrate, da das Spezialimplantat mit hoher Genauigkeit an den anatomischen Bau der Lendenwirbelsäule angepasst wurde.
  • Das MAXXSPINE-Implantat lässt sich im gesamten Bereich der Lendenwirbelsäule anwenden.

Nach der Behandlung

Am Tag der OP muss der Patient noch Bettruhe halten. Insgesamt sind drei bis vier Tage Klinikaufenthalt nötig. Nach acht Tagen Schonung kann der Patient beginnen, spazieren zu gehen. Nach etwa vier Wochen sollte eine abgestimmte Krankengymnastik (Physiotherapie) begonnen werden. Schwerpunkte sind der isometrische Muskelaufbau sowie Haltungs- und Bewegungstraining.

Arbeitsfähigkeit

Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten sind nach ca. drei Wochen wieder möglich. Körperlich belastende Arbeiten sollten ca. sechs Wochen unterbleiben und danach nur langsam steigend begonnen werden.

Sportaktivitäten

Schwimmen ist nach ca. drei Wochen möglich, Rad fahren mit möglichst aufrechter Oberkörperhaltung nach vier Wochen. Joggen auf weichem Boden frühestens nach fünf Wochen. Andere Sportarten sollten je nach Belastungsintensität und Belastungsmuster erst nach sechs Wochen langsam steigend aufgenommen werden.

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Berichte

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01.12.2010 10:43 - Orthopress
”Der große Vorteil der MAXXSPINE-Technik besteht darin, dass der Wirbelkanal nicht eröffnet werden muss.“
Dr. Frank Sommer

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