Mikrolaserbehandlung bei Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule

Perkutane Laser-Diskusdekompression und Nukleotomie (PLDN)

Die Mikrolaserbehandlung dient der effektiven und gezielten Schmerzbehandlung der Halswirbelsäule. Der Schrumpfungseffekt (Shrinking) der Bandscheibe führt zu einer wirksamen Entlastung von eingeklemmten Nervenwurzeln bei Bandscheibenvorfällen.


Behandlung

Über 12 000 erfolgreiche Laserbehandlungen im MVZ Praxisklinik
Dr. Schneiderhan & Kollegen

In örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) wird eine sehr dünne Punktionsnadel seitlich an der Halsvorderseite eingeführt und unter Röntgenbildwandlerkontrolle in die betroffene Bandscheibe vorgeschoben. Durch diese Punktionsnadel gelangt eine Mikrolaserglasfaser direkt in den Bandscheibenvorfall.

Durch die Einwirkung des Laserlichts auf das Bandscheibengewebe kommt es zu einer Schrumpfung des Bandscheibenkernes (Nucleus) sowie des Bandscheibenfaserringes (Anulus) mit den anhaftenden vorgefallenen Bandscheibenanteilen (Shrinking-Effekt).

Folge: Das Volumen verringert sich. Das wiederum entlastet die eingeklemmte Nervenwurzel. Die ausstrahlenden Schmerzen klingen ab. Zusätzlich wandelt sich das Gewebe des Faserringes um. Kleinere Bandscheibeneinrisse verschließen sich wieder. Außerdem kann das Laserlicht durch Ausschaltung der sogenannten Schmerzrezeptoren des Bandscheibenfaserringes vom Schmerz befreien.

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Indikation

  • Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule mit Nacken-Arm-Schmerzen
  • Chronische Nackenschmerzen

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Übereinstimmend mit der internationalen Literatur ist mit einer Erfolgsquote von über 80 Prozent zu rechnen.

Vorteile

  • Es handelt sich um ein wenig invasives Verfahren, das meist in Analgosedierung durchgeführt werden kann.
  • In vielen Fällen kann eine offene Operation mit Eröffnung des knöchernen Wirbelkanals oder eine Versteifungsoperation (Fusionierung) an der Halswirbelsäule vermieden werden.

Nach der Behandlung

Zwei Wochen nach dem Eingriff beginnt eine abgestimmte Physiotherapie. Das Tragen einer Halskrause nach dem Eingriff ist nicht nötig.

Arbeitsfähigkeit

Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten sind nach ca. einer Woche wieder möglich. Körperlich belastende Arbeiten sollten ca. vier Wochen unterbleiben und nach der Wiederaufnahme nur langsam gesteigert werden.

Sportaktivitäten

Radfahren mit möglichst aufrechter Körperhaltung ist nach einer Woche wieder möglich, Schwimmen und Jogging auf weichem Boden frühestens nach drei Wochen. Alle anderen Sportarten sollten je nach Belastungsmuster und Belastungsintensität erst nach vier Wochen wieder aufgenommen und langsam gesteigert werden.

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