Mikrolaserbehandlung der Bandscheibe an der Lendenwirbelsäule nach Dr. Schneiderhan

Perkutane Laser-Diskusdekompression und Nukleotomie (PLDN)

Mit dem Mikrolaser kann eine effektive und gezielte Schmerzbehandlung bei Erkrankungen der Bandscheibe durchgeführt werden. Die Therapie nach Dr. Schneiderhan erlaubt auch eine Behandlung in besonders engen und schwer zugänglichen Bereichen der Bandscheiben.

Behandlung

Über 12 000 erfolgreiche Laserbehandlungen im MVZ Praxisklinik
Dr. Schneiderhan & Kollegen

Die energiereichen Strahlen eines modernen Diodenlasers werden über eine besonders dünne Mikronadel auf Substanzen innerhalb der Bandscheibe gerichtet, die mit Hilfe dieser Strahlen aktiv reagieren und ihre Wirkung entfalten. Die Mikrolasertherapie nach Dr. Schneiderhan erlaubt auch eine Behandlung in besonders engen und schwer zugänglichen Bereichen der Bandscheiben an Hals- und Lendenwirbelsäule. Hierbei kommt es zu vier therapeutischen Effekten:

  • Schrumpfung des Bandscheibengallertkerns und Bandscheibenringes mit den anhaftenden vorgefallenen Bandscheibenanteilen (Shrinking-Effekt). Schon durch geringe Volumenreduzierung des die Nervenwurzel komprimierenden Gewebes kommt es oft spontan während des Laservorganges zum Abklingen des ausstrahlenden (radikulären) Schmerzes. Der "Ischiasschmerz" wird beseitigt.
  • Ausschaltung von schmerzsensiblen Nervenstrukturen (Schmerzfasern) bzw. Denervierungen der Schmerzrezeptoren des Bandscheibenringes und des nervenführenden hinteren Längsbandes der Wirbelsäule.
  • Durch die wärmebedingte Einschmelzung von Bandscheibengewebe (Wärmeeffekt) mit Hilfe des Lasers kommt es zur Zerstörung der Produktionsstätten der Nervenübertragungsstoffe (L-Glutamat, Substanz-P, Peptide und Chinine) und damit zur Unterbrechung der Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn und so zur Beseitigung der meist chronischen Schmerzen.
  • Durch den Laservorgang in der Bandscheibe wird das Kollagengewebe des Faserringes umgewandelt, kleinere Bandscheibeneinrisse werden wieder verschlossen und stabilisiert. Ein Absenken des Zwischenwirbelraumes und die Gefahr der Ausbildung von Beschwerden durch Höhenverlust der Bandscheibe z.B. nach Operation (Postnukleotomiesyndrom) wird verhindert.

Indikation

  • Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall
  • Bandscheibenverschleiß
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom)
  • Bandscheibenschmerz, der durch das Erstellen eines Röntgenbilds mit Kontrastmittel (Diskographie) zur Bandscheibendiagnostik ausgelöst werden kann
  • Bandscheibenschmerz, der durch eine Injektion von Lokalanästhetika mittels feiner Nadel in die Bandscheibe (intradiskal) reduziert werden kann

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Dr. Schneiderhan konnte die klassische Lasertherapie der Bandscheibe zu der heute bereits von mehreren Zentren im In- und Ausland übernommenen Mikrolaserbehandlung weiterentwickeln. Allein in der Praxisklinik Dr. Schneiderhan wurden inzwischen über
12 000 Patienten danach behandelt. In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 Prozent angegeben.

Vorteile

  • Die intradiskale, gezielte Schmerzbehandlung ist ein wenig invasives Verfahren.
  • Über die Hitzeverödung bzw. Verdampfung (Koagulationseffekt) wird eine effektive Behandlung des Bandscheibenschmerzes erreicht.
  • Das die Bandscheibe ersetzende intradiskale Ersatzgewebe verhindert ein Zusammensinken des Zwischenwirbelraumes und somit das Auftreten von Schmerzen nach der Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom).
  • Der zusätzliche Schrumpfungseffekt (Shrinking) der Bandscheibe führt zu einer wirksamen Entlastung der betroffenen Nervenwurzel.

Nach der Behandlung

Zwei Wochen nach dem Eingriff sollte eine abgestimmte Physiotherapie begonnen werden. Schwerpunkte sind isometrischer Muskelaufbau sowie Haltungs- und Bewegungstraining.

Arbeitsfähigkeit

Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten können nach ein bis zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Körperlich belastende Arbeiten sollten in den ersten vier Wochen unterbleiben. Sie können dann langsam gesteigert werden.

Sportaktivitäten

Schwimmen und Radfahren (möglichst aufrechte Oberkörperhaltung) sind nach drei Wochen möglich, Jogging auf weichem Boden nach frühestens vier Wochen. Alle anderen Sportarten sollten je nach Belastungsintensität und Belastungsmuster erst ab der fünften Woche aufgenommen und langsam gesteigert werden.

Zu beachten

In den ersten zwei Wochen erhält der Patient ein komfortables individuell angefertigtes Kunststoffkorsett. Dieses stützt beim Sitzen sowie bei bestimmten Bewegungen.

Experten

Forum

Berichte

”Die PLDN ist nicht nur bei Bandscheibenvorfällen und -vorwölbungen geeignet. Wir setzen den Mikrolaser besonders auch zur Behandlung des isolierten Bandscheibenschmerzes ein. Europaweit führen wir dieses Verfahren am häufigsten durch.“
Dr. Reinhard Schneiderhan

Kontakt

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