Operative Arthrosetherapie – Knorpeleingriffe und künstliche Gelenke

Bei kleineren Knorpelschäden werden zunehmend Techniken angewendet, die das Ziel haben, die Gelenkknorpeloberfläche wiederherzustellen. Bei größeren Knorpelschäden kann aus einer breiten Palette „klassischer“ operativer Maßnahmen die individuell zweckmäßigste ausgewählt werden.

Behandlung

Kleinere Knorpelschäden

Ein mögliches Verfahren ist die Knorpelverpflanzung oder Knorpel-Knochenverpflanzung mittels der Mosaik-Plastik oder der OATS-Methode. Dabei werden mit einem kleinen Schnitt oder anhand einer Gelenkspiegelung Knorpel-Knochen-Zylinder aus weniger belasteten Zonen des gleichen oder eines anderen Gelenkes entnommen und an die Defektstelle verpflanzt.

Die genannte Technik ist nur sinnvoll, wenn optimale Voraussetzungen bestehen. Hierzu zählen eine gerade Beinachse, stabile Bänder und ein intakter Meniskus. Ob optimale Voraussetzungen gegeben sind prüfen wir vor einem Eingriff.

Größere Knorpelschäden

Die Weiterentwicklung von Gelenkprothesen (Endoprothesen) unterliegt ständiger intensiver Forschung. In den letzten Jahren wurde eine erhebliche Verbesserung der Funktion und Qualität erzielt. Es gilt deshalb, sich für die individuell zweckmäßigste Maßnahme zu entscheiden.

  • Mit oder ohne Gelenkersatz
  • Umstellungsoperationen
  • Voll- oder Teilprothesen zur Verbesserung der Oberflächen
  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie), therapeutisch alle großen Gelenke
  • Versteifung des Gelenkes, z. B. des Sprunggelenks

Festgelegt wird, ob eine zementierte oder zementfreie Technologie in Frage kommt. Die Gelenkversteifung ist heutzutage meist die Methode der letzten Wahl, kann aber in bestimmten Fällen gerade am Sprunggelenk wegen der nur geringen Einschränkungen durchaus sinnvoll sein.

bg_arthrose_95x95.jpg

Arthrosetherapie: Der Mensch ist so jung wie seine Gelenke

Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Gelenkverschleiß, immer häufiger auch in jungen Jahren. In unserem 'Schwerpunkt Arthrose' erläutern wir Ihnen Wissenswertes zu Anzeichen, Diagnostik und Therapie verschiedener Gelenkarthrosen.mehr



Indikation

  • Absterben von Knorpel-Knochen-Arealen (Osteochondrose)
  • Verletzungsbedingte Schäden
  • Konservativ nicht therapierbare Schmerzzustände
  • Fortgeschrittener Gelenkverschleiß, Knorpelschwund (lt. Röntgen, Kernspintomographie)

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

In welchem Ausmaß sich die neuen Therapiemethoden wie Knorpelverpflanzung und Knorpelzüchtung weiter entwickeln bleibt abzuwarten. Bisher ist deren Anwendung auf kleinere Knorpelschäden begrenzt. Die bisherigen Ergebnisse sind für die Zukunft sehr vielversprechend. Bei fortgeschrittener Arthrose und entsprechend starken Schmerzen ist der Gelenkersatz in Form von Endoprothesen nach wie vor eine sehr gute Methode, länger anhaltende Schmerzfreiheit zu erzielen, zumal die modernen Prothesen ständig weiterentwickelt und optimiert werden.

Nach der Behandlung

Abhängig von der Art des Gelenks sowie vom eingesetzten Behandlungsverfahren können unterschiedliche Maßnahmen zur Nachbehandlung erforderlich sein. Jeder Patient wird deshalb nach dem Eingriff ausführlich von seinem Operateur beraten. In diesem Gespräch erhält er individuell abgestimmte Instruktionen und Empfehlungen für sinnvolle Therapiemaßnahmen.

Experten

Forum

Berichte

”Wir wählen zusammen mit unseren Patienten anhand der Untersuchungsbefunde die für ihn optimale Prothese hinsichtlich Modell und Implantationsart aus.“
Dr. Frank Barnbeck

Kontakt

Haben Sie Fragen?

Hotline zum Kontaktformular Patientenforum Sie fragen – unsere Experten anworten.