Operative Arthrosetherapie – Schulter

Endoprothetik

Eine ausgeprägte Arthrose aber auch ein unfallbedingter Bruch des Oberarmkopfes kann die Beweglichkeit des Arms deutlich einschränken und starke Schmerzen verursachen. Hier kann eine moderne Gelenkprothese Abhilfe schaffen und damit viel Lebensqualität zurückgegen.

Das Gelenk wird in seinem knöchernen Anteil vom Schulterblatt, dem Schlüsselbein und dem Oberarmkopf gebildet. Eine Besonderheit des Gelenks liegt darin, dass es durch viele Bänder und Muskeln stabilisiert wird. Dadurch wird ein sehr großes Bewegungsausmaß der Arme ermöglicht.

Knorpelverlust und Verformungen des Knochens führen zum Verschleiß des Schultergelenks. Die Erkrankung ist im fortgeschrittenen Stadium sehr schmerzhaft und die Beweglichkeit der Schulter verringert sich deutlich.

Behandlung

Während der Operation werden die durch Verschleiß geschädigten Gelenkanteile entfernt und durch Kunstgelenke ersetzt. Es stehen verschiedene Arten von Kunstgelenken, etwa aus Metall-Legierungen, Keramik und Kunststoffen, zur Verfügung. Sie können mit Knochenzement aber auch zementfrei eingesetzt werden. Die Entscheidung ist abhängig von der Knochenfestigkeit.

Unmittelbar nach der Operation wird ein Spezialverband angelegt, der weiterhin eine gute Körperpflege erlaubt. Der Krankenhausaufenthalt dauert ca. 10 - 14 Tage.

Delta®-Shoulder System: Die “Inverse Prothese”

Mit dieser Spezialprothese lässt sich auch bei ausgeprägten Schäden des Sehnenmantels (Rotatorenmanschette) die Beweglichkeit des Armes wieder verbessern. Voraussetzung ist ein intakter Nervus axillaris. Funktionsprinzip ist die Verschiebung des Rotationszentrums nach distal und lateral und eine Funktionsübernahme durch den Deltamuskel.

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Arthrosetherapie: Der Mensch ist so jung wie seine Gelenke

Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Gelenkverschleiß, immer häufiger auch in jungen Jahren. In unserem 'Schwerpunkt Arthrose' erläutern wir Ihnen Wissenswertes zu Anzeichen, Diagnostik und Therapie verschiedener Gelenkarthrosen.mehr



Indikation

  • Arthrose des Schultergelenks mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung und Verlust der Rotatorenmanschette
  • Frakturen des Oberarmkopfes mit Gefahr der Knochennekrose

Stellenwert/Vorteil

Stellenwert

Durch das Einsetzen eines Kunstgelenks (Endoprothese) können Beschwerden beseitigt und die Beweglichkeit der Schulter wieder hergestellt werden.

Das funktionelle Ergebnis der Frakturprothese ist in der Regel schlechter als in der elektiven Prothetik bei Arthrose. Verantwortlich dafür ist die begleitende Schädigung der Weichteile (Kapsel, Gefäße, Nerven und Stabilisatoren).

Vorteile

  • Auch komplizierte Oberarmkopfbrüche lassen sich mit einem Kunstgelenk behandeln.
  • Auch bei ausgeprägten Schäden des Sehnenmantels (Rotatorenmanschette) kann die Beweglichkeit des Armes wieder verbessert werden.

Nach der Behandlung

Die Nachbehandlung umfasst Krankengymnastik und Muskeltraining nach einem festgelegten Übungsprotokoll. Insgesamt dauert die Nachsorge ca. 3-6 Monate. Auch eine stationäre Nachbehandlung (Reha) kann eingeleitet werden.

Arbeitsfähigkeit

Die Aufnahme der beruflichen Tätigkeit ist abhängig von den körperlichen Anforderungen.

Sportaktivitäten

Bezüglich sportlicher Aktivitäten wird der Patient durch den behandelnden Arzt zu gegebener Zeit individuell beraten.

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