Operative Maßnahmen bei Ballenfuß mit Arthrose und Bewegungseinschränkung
Hallux rigidus
Behandlung
Anfangsstadium
Zu Beginn der Erkrankung ist gelegentlich eine Zurichtung durch eine sogenannte Cheilektomie eine hilfreiche operative Behandlung. Bei dieser werden knöcherne Überstände am gelenknahen Knochen entfernt, wodurch die Gelenkbeweglichkeit wieder verbessert werden kann. Dennoch lassen Langzeitergebnisse keine wesentliche Veränderung des natürlichen Krankheitsverlaufes erwarten.
Fortgeschrittenes Stadium
Zu einem späteren Zeitpunkt im Krankheitsverlauf, wenn bereits eine schmerzhafte, absolute Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenks vorliegt, kommen drei OP-Techniken in Frage. Alle haben Vor- und Nachteile, die zusammen mit dem Patienten gegeneinander abgewogen werden müssen.
Resektionsarthroplastik nach BrandesDie Resektionsarthroplastik nach Brandes, bei der das Großzehengrundgelenk durch eine Entfernung der Basis des Grundgliedknochens der Großzehe aufgelöst wird, hat aufgrund der damit einhergehenden Verkürzung der Großzehe für viele einen kosmetisch nicht akzeptablen Effekt. Langzeitergebnisse von Patienten über einen Verlauf von über 30 Jahren sind jedoch gerade hinsichtlich der Beweglichkeit der Großzehe sehr zufriedenstellend.
Versteifung des GelenksBei der Versteifung (Arthrodese) werden definitive Verhältnisse geschaffen. Die Schwierigkeit ist hierbei die technisch exakte und individuell unterschiedlich zu erwägende Einstellung des zu fixierenden Gelenkwinkels. Die notwendige Ruhigstellung während der knöchernen Ausheilung durch eine Platte kann bisweilen unter der geringen Weichteilschicht auftragend wirken und sekundäre Komplikationen hervorrufen. Daneben bestehen die üblichen Risiken einer verzögerten Knochenheilung.

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Indikation
- Ballenfuß mit Arthrose und Bewegungseinschränkung (Hallux rigidus):
Isoliert auftretender Belastungsschmerz am Großzehengrundgelenk mit schmerzhafter Einschränkung der Beweglichkeit
