Bandscheibenschaden LWS3/4 Sitzprobleme
Frage vom Thu 17. Oct 2002 12:24
Sehrgeehrte Damen u. Herren,
vor 4 Wochen machte ich eine "blöde Bewegung" es gab mir einen Riss im Kreuz u. ich konnte mich nicht mehr bewegen. Arzt meinte Hexenschuß - Spritze. Dies 2 x. Dann besuch bei Orthopäden.
Nach Einnahme von Mydocalm u. Diclo keine Besserung. Danach zur Kernspintomogr. Leichter Vorfall LWS 3/4. Habe bereits mit Krankengym. angefangen. Hausarzt meint Katadolon wäre besser, nehme ich zur Zeit. auch keine Besserung. Gehen ist möglich, stehen begrenzt aber sitzen ist eine Qual. Der Schmerz zieht in beide Gesäßhälten weiter in's Steißbein, runter in den Beckenbodenbereich als würde jemand mit dem Stemmeisen diese Bereiche auserander drücken.( Leider kann ich es nicht anders beschreiben.)inke Leistengegend in's Schambein, schnell wieder aufstehen, Linderung schaffen oder hinlegen. Möchte natürlich so schnell wie möglich wieder fit sein. Bitte um Ihren fachkundigen Rat - vielen Dank im voraus-
MFG >H. Masser
Antwort von Dr. med. R. Schneiderhan vom Fri 25. Oct 2002 19:06
Sehr geehrte Frau M.,
es ist nicht unbedingt davon auszugehen, daß der von Ihnen genannte Bandscheibenschaden auch für Ihre Beschwerden verantwortlich ist. Häufig führt auch eine plötzliche Überbeanspruchung eines kleinen Wirbelgelenkes zu diesen hexenschußartigen Schmerzen mit den von Ihnen genannten Ausstrahlungen. Eine gezielte (unter Röngten- oder computertomographischer Kontrolle) durchgeführte Spritze an die betreffenden Wirbelgelenke kann hier oft eine schnelle Linderung herbeiführen.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. med. R. Schneiderhan
Nachfrage vom Sun 05. Mar 2006 18:40
bei mir wurde folgende diagnose gestellt:
geringe mediane discusprotrusion LWK 4/5 und LWK 5/S 1 und degenerative Veränderungen wie gelenkfacettenarthrosen beidseits der unteren lendenwirbelsäule.
habe an anderer stelle bereits gefragt, ob eine thermokoagulation hilfe gegen die schmerzen bringen kann.
bei mir ist es ähnlich, wie bei dem o.g. patienten. ich übe eine sitzende tätigkeit (büro) aus. somit müsste ich 6 stunden täglich sitzen. ich habe bereits ein stehpult, was aber auch keine erleichterung brachte, da stehen auch schmerzhaft ist. sitzen und stehen ist fürchterlich. die schmerzen ziehen auch ins schambein, was ich als schlimmsten schmerz empfinde. ich bin 47 jahre, soll ich jetzt nie mehr arbeiten gehen? mein arzt hat mir nun eine reha empfohlen. wie gesagt, prt unter röntgenkontrolle haben nichts gebracht. ich habe nun angst, dass auch die thermokoagulation nichts bewirken könnte. wie sehen die erfolgsaussichten bei dieser behandlung aus? sie hatten sicherlich schon viele patienten, die ihnen davon berichten konnten. danke für eine antwort.
mit freundlichem gruß
Antwort vom Mon 20. Mar 2006 09:03
Sehr geehrte Frau K.,
weder die Infiltration der kleinen Wirbelgelenke noch die Thermokoagulation sind sehr schmerzhaft. Man kann sich die Schmerzen wie bei einer üblichen Spritze vorstellen. Die Infiltration wird meist einer Thermokoagulation vorgeschaltet, da man zunächst die betroffenen Wirbelgelenke mit einer Spritze infiltrieren möchte, um zu sehen, ob damit nicht schon eine ausreichende Besserung eintritt. Sollte dies nicht ausreichen, wird dann eine Thermokoagulation durchgeführt oder je nach dem die Infiltration wiederholt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Nissl /si
Nachfrage vom Sun 07. May 2006 20:08
Bei mir wurde vor 4 Wochen eine Bandscheibenversteifung L 4/5 vorgenommen . Vorher war das linke Bein teilweise taub , Schienbein und Zehen hauptsächlich, dies ist jetzt so gut wie weg. Nun fängt das rechte Bein an zu schmerzen mit Taubheit im Fuß und Oberschenkelbereich.
Aber am schlimmsten sind die Schmerzen im rechten Gesäß, krampfartig, zunehmend.
Was kann das Problem sein ??
Vielen Dank im Vorraus
Karl-Heinz Niemyt
Antwort vom Tue 20. Jun 2006 08:06
Sehr geehrter Herr N.,
wahrscheinlich sind die Beschwerden durch eine nach der Operation aufgetretene Schwellneigung und Wundsekret hervorgerufen und sollten sich mit der Zeit wieder geben. Trotzdem sollten Sie nach Möglichkeit nochmals Ihren Operateur zwecks einer Nachuntersuchung aufsuchen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Nissl /si
