Bandscheibenvorfall C5/C6

Frage vom Mon 08. Apr 2002 13:19

Bei mir 31J/m. wurde Mitte Dez.2001 ein Bandscheibenvorfall der HWS im Bereich C5/C6 diagnostiziert. Von meinem Arzt wurden mir daraufhin Fango&Traktion verordnet und anschließend Fango,leichte Massagen und Krankengymnastik verschrieben. Trotz dieser regelmäßigen Anwendungen ist bisher nur eine geringe Verbesserung eingetreten. In einer Fachklinik in Bad Pyrmont wurde ich darauf hingewiesen das eine OP diverse Risiken beinhaltet . Meine Fragen : Um welche Risiken handelt es sich ? Käme für mich eine Behandlung mit dem Mikrolaser in Frage ? In welchen Kliniken wird in Deutschland eine Mikrolaser-Behandlung durchgeführt ?

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Sat 04. May 2002 23:00

Sehr geehrter Herr K.,

ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule im Bereich C5/6 könnte ggf. mittels epiduralem Wirbelsäulenkatheter nach Prof. Racz behandelt werden. Durch das Umspülen der betroffenen Bandscheibe mittels einer speziellen, stark salzhaltigen Wirkstoffkombination wird der Bandscheibe Wasser entzogen, was im allgemeinen zu einer Schrumpfung der Bandscheibe führt. Dadurch kommt es in vielen Fällen zu einer Beschwerdeerleichterung oder Beschwerdefreiheit.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll

Nachfrage vom Mon 08. Nov 2004 14:17

Hilfe,

bei mir, weiblich, 36 Jahre, Journalistin, wurde vor 14 Tagen eine Dilatation (???) an der Bandscheibe im Bereich C5/C6 der Halswirbelsäule festgestellt. Ich leide seit einem halben Jahr unter gelegentlichen Taubheitsgefühlen an der linken Hand, seit wenigen Tagen nun aber auch an Taubheitsgefühlen an beiden Füssen sowie im Gesicht (linke Wange, Zunge, Lippe!). Mein Neurologe hält eine offene klassische Bandscheibenoperation für die einzige Therapiemöglichkeit, wies mich allerdings auch auf das Risiko einer Halswirbeloperation hin. Wer ist als Spezialist auf diesem Gebiet zu empfehlen (z.B. Dr. Grönemeyer, Institut für Mikrotherapie?) und gibt es wirklich keine Alternativen?

Antwort von Dr.med. A. Sigl vom Tue 16. Nov 2004 11:08

Sehr geehrte/r Frau/Herr Sch.,

sollte die Bandscheibe die einzige, veränderte Struktur bei Ihnen sein, kann diese evtl. auch minimal invasiv behandelt werden, beispielsweise durch eine sogenannte Mikrolaser Behandlung. Zuvor sollten Sie versuchen, mit intensiver konservativer Behandlung eine Besserung zu erzielen. Sinnvoll ist auch, sich neurologisch untersuchen zu lassen, ob die von Ihnen beschriebenen Beschwerden wirklich allein auf die Bandscheibe zurückzuführen sind, da Ihre Schilderung einen größeren Vorfall erwarten lassen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel

Nachfrage vom Tue 25. Nov 2003 23:43

Nach einer CT Untersuchung im MRT Verfahren , ist nun klar das es sich bei mir ( männlich / 41 Jahre) um einen cervikalen Bandscheibenvorfall im Bereich C5/C6 und C6/C7 mit Radikulopathie handelt. Die Frage stellt sich der Behandlung : path EMG ? / konservative oder neurochirurgische Therapie ?

Bin für jeden Hinweis dankbar der mir die weitere Entscheidung erleichtert.
MfG

Antwort von Dr.med. A. Sigel vom Wed 10. Dec 2003 11:30

Sehr geehrte/r Patient/in,

eine neurologische Untersuchung mit apparativer Technik incl. EMG ist bei dem geschilderten Befund sicherlich sinnvoll, um eine Nervenbeteiligung festzustellen. Grundsätzlich sollte zunächst ein konservativer Therapieversuch unternommen werden, wenn keine größeren Ausfallserscheinungen, Lähmungen oder zu starker Schmerz vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med.A. Sigel

Nachfrage vom Mon 10. Oct 2005 15:59

Hallo,

ich weiß nicht genau wie ich meine Frage stellen soll. Da ich nur ein Laie bin. Also vor 3 Wochen ist bei mir ein BSV in der HWS C5/C6 durch MRT festgestellt worden. Sie schreiben das eine normale Therapie sinnvoll ist es sei denn es gibt Ausfallerscheinungen. Seit 2 Tagen habe ich Taubheitsgefühle in 2 Fingerkuppen (kl Finger + Ringfinger d li Hand) und mein Arm schmerzt und schläft öfters ein. Mein Orthopäde sagte mir heute es kann auch sein das ich mich verlegen habe und verordnete mir Krankengymnastik und wieder Schmerzmittel (Rilex, Novalgin, Voltaren) so richtig bin ich damit nicht einverstanden. Es ist ein ungewohntes unangenehmes Gefühl und ich bin jetzt ratlos. Können Sie mir helfen?

Im voraus schon mal vielen Dank für Ihre Anwort

liebe Grüße Kristina Pries

Antwort vom Tue 08. Nov 2005 15:11

Sehr geehrte Frau P.,

es ist ein gutes Zeichen, dass die Taubheitsgefühle und das Einschlafen reversibel sind, d.h. der Arm wieder „aufwacht“. Sie sollten zusätzlich neurologisch untersuchen lassen. Es könnte ev. schon unter Umständen eine gezielte Spritze an die gereizten Nervenwurzeln für eine Besserung sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. R. Nissl

Nachfrage vom Mon 27. May 2002 21:42

Verlauf: Stationärer Aufenthalt in Notaufnahme - Neurologie, CT, Diagnose Prolaps HWK 5/6 weich, Behandlung: 3 Tage NUR Valium, Valeron - Wirkung läßt immer schneller nach, 4. Tag 1 x Fango, unklarer Behandlungsverlauf - keine Veränderung in der Symptomatik.
Welche Behandlungen würden Sie vorschlagen?
Welche Behandlungen übernimmt die Krankenkasse (TK)? Kennen Sie in Berlin entsprechende Ärzte bzw. Klinik?

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Tue 02. Jul 2002 16:13

Sehr geehrte Frau M.,

solange keine neurologischen Ausfallserscheinungen vorliegen, würden wir für einige Wochen die konservative Therapie empfehlen. Sollte sich hierunter keine Linderung einstellen, käme evtl. die epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz in Betracht. Ob im Raum Berlin / Brandenburg diese Behandlungsmethode angeboten wird, kann Ihnen im Allgemeinen Ihre Krankenkasse oder Ihre zuständige Landesärztekammer mitteilen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll

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