Deckplattenfraktur BWK 12

Frage vom Sun 15. Feb 2009 14:12

Hallo,
bei mir wurde nach einem Sturz am 27.12.08 eine Fraktur am BWK 12 mit Deckplatteneinbruch festgestellt. Ich wurde fast 4 Wochen krankgeschrieben und habe 12 x Kankengymnastik verschrieben bekommen. Eine Korsage habe ich nicht bekommen, ich sollte mich lediglich schonen, nichts tragen und so wenig wie möglich sitzen. Bei der Röntgenkontrolle 4 Wochen nach dem Sturz wurde keine Veränderung festgestellt, was nach Angabe des Arztes positiv ist, da die Wirbelsäule nicht "abgerutscht" (?) ist. Mir ging es wieder richtig gut und ich hatte so keine Schmerzen mehr. Nun arbeite ich seit 2 Wochen wieder (ich arbeite im Büro und sitze 8-10 Stunden am Tag) und habe starke Schmerzen und dadurch auch Verspannungen. Am Freitag war ich deshalb wieder beim Arzt und habe ihn gefragt, was ich gegen die Schmerzen machen kann und ob ich eine dauerhafte Schädigung erhalte, wenn ich unter Schmerzen arbeite. Ich wollte ungern wieder krankgeschrieben werden. Mein Arzt verschrieb mir ibuprofen 800 und sagte, dass es wichtig ist die Muskulatur im Rücken und Bauch zu stärken, mehr könne ich nicht machen. Außerdem sagte er, dass ich durch den Bruch eigentlich schon eine dauerhafte Schädigung habe und mein Leben lang immer mal wieder Schmerzen in dem Bereich haben könnte.

Ist das wirklich so?? Heilt das denn nie wieder richtig ab? Die Aussage hat mich echt erschrocken.
Kann ich jetzt wirklich weiter normal zur Arbeit gehen, die Tabletten nehmen und irgendwann lassen die Schmerzen nach?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort vom Tue 14. Apr 2009 09:04

Sehr geehrte Frau F.,

es ist eher selten, dass solch ein Bruch für dauerhafte Beschwerden sorgt. Wahrscheinlich sind die umgebenden Wirbelgelenke für die derzeitigen Beschwerden verantwortlich. Sinnvoll helfen neben Krankengymnastik und Medikamenten gezielte Spritzen. Wenn die Röntgenaufnahmen keine wesentliche Veränderung der Statik zeigen, sind keine dauerhaften Schmerzen zu erwarten. Sie können sicherlich arbeiten gehen, sollten sich jedoch nach Möglichkeit zwischen durch „durchstrecken“. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, Ihren Arbeitsplatz rückengerecht einzurichten, so dass Sie sich zwischen durch auch mal hinstellen können ohne die Arbeit unterbrechen zu müssen.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel / si

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