Was tun bei wiederkehrender HWS-Blockade?
Frage vom Mon 09. May 2011 10:04
Liebes Expertenteam,
vor etwa einem wurde bei mir eine einseitige Blockade in der HWS diagnostiziert, die jedoch davor wahrscheinlich schon mindestens ein Jahr bestand.
Mein Orthopäde hat mich seitdem zweimal wieder "eingerenkt"; danach war die Beweglichkeit kurz spürbar besser, aber schon nach einigen Tagen bis Wochen war die Blockade wieder da. Zwar habe ich keine ernsthaften Beschwerden, aber einige Bewegungen sind auch aktuell minimal eingeschränkt und
1. frage mich einfach, ob ich es nun einfach so lassen oder wieder etwas unternehmen sollte.
2. Ist grundsätzlich zum berühmten "Einrenken" zu raten? MIr sind diese ruckartigen Impulse an der HWS eher unheimlich.
3. Welche anderen Möglichkeiten gibt es, solche Blockaden zu lösen? Gibt es zum Beispiel Übungen, die ich selbst nach dem Einrenken und unabhängig davon durchführen kann, um eine Blockade zu lösen bzw. eine erneute Blockade zu verhindern?
Ich habe bereits 12 Termine KG hinter mir, die zwar gut getan, aber nicht die Blockade gelöst haben und habe außerdem Einlagen mit einseitiger Erhöhung wegen eines angeborenen Beckenschiefstands.
Viele Grüße,
A.S.
Antwort vom Wed 18. May 2011 11:05
Sehr geehrte (r) Frau/Herr A.S.,
sollten die Beschwerden unter konservativer Therapie mit Krankengymnastik und dem vorübergehenden Einsatz von Medikamenten sich nicht bessern, sollte weiter nachgeforscht werden, woher die wiederkehrenden Blockaden eigentlich kommen. Hierzu wäre die Durchführung von z.B. Schichtbildaufnahmen (Computertomographie oder Kernspintomographie) sinnvoll. Sollten sich hier Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule herausstellen, die sich durch konservative Maßnahmen nicht bessern lassen, ist langfristig an eine Sanierung der Veränderung zu denken.
Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Schneiderhan / ma
