Risiken einer Thermokoagulation
Frage vom Thu 18. Mar 2004 11:44
Bei meinem Vater wurde eine Themokoagulation der Gelenke L2/L3 und L5/S1 vorgenommen . Die Op. wurde ambulant von einem Neurochirugen durchgeführt . Noch am gleichen Tag (einige Stunden später) wurde mein Vater mit dem "cauda equina syndrom" im Krankenhaus diagnostiziert . Nach Einsatz aller möglichen diagnostischen Hilfsmittel konnte keine Ursache ermittelt werden und nun mehr seither ( 9 Monate )
leidet er an einem "kompletten" cauda-equina-syndrom .
Meine Fragen sind : 1. Ist es in Deutschland gängig , daß ein Neurochirug die Op. durchführt ?
2. Kann ein Fehler bei der Operation das cauda-equina-syndrome hervorgerufen haben , da alle andere Ursachen ausgeschlossen wurden ?
Vielen Dank ,
Dr. Janßen
Antwort von Dr. med. S. Böll vom Tue 30. Mar 2004 18:48
Sehr geehrter Herr Dr. J.,
Neurochirurgen führen durchaus und häufig die Thermokoagulation der kleinen Wirbelgelenke durch, bei sachgerechter Durchführung ist keinesfalls mit einem cauda equina syndrom zu rechnen, da die Hitzesondenbehandlung weit außerhalb des Wirbelkanals stattfindet.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Böll
