Rückenschmerzen
Frage vom Wed 05. Oct 2005 12:48
Habe seit längerer Zeit akute Probleme im unteren Rückenbereich. Nach Kernspinthomographie wurde eine Bandscheibenvorwölbung zw. 3. und 4. Lendenwirbel festgestellt. Bekam unmenge Spritzen und Krankengymnastik einschl. gezielten Gerätetraining. Hat nichts genützt. Habe das Gefühl, als wäre im Rücken was zuviel. Als wenn in diesem Bereich von inne etwas gegen den Rücken drückt. (Weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll.) Hinzu kommt, dass ich ständig meine, ich breche an dieser Stelle durch. Langes Stehen oder langsames Laufen ist unmöglich. Beim Sitzen kann ich mich kaum anlehen, da enorme Schmerzen an dieser Stelle. Ich weiß langsam nicht mehr was ich machen soll. Habe einen Beruf, der vieles Stehen von mir verlangt (bin Justizvollzugsbeamtin). Ich bin 46 Jahre alt und normalgewichtig. Rückenschmerzen habe ich schon jahrelang, allerdings nicht in dieser Intensität, wie seit Mai 2005. Können Sie mir einen Rat geben. Wäre an Ihrer Schmerztherapie (Hitze) interessiert. Ich bin privat versichert mit Beihilfe.
Vielen Dank.
Antwort vom Wed 26. Oct 2005 10:10
Sehr geehrte Frau H.-L.,
in der Tat könnte für Sie unter Umständen die Hitzesonde eine sinnvolle und relativ einfach durchzuführende Methode sein, Ihre Beschwerden zu lindern. Sie beschreiben einen typischen Rückenschmerz, der neben der beschriebenen Bandscheibenveränderung oft hauptsächlich von den Wirbelgelenken ausgeht. Vor Durchführung der Hitzesonde könnte man die betroffenen Gelenke gezielt mit einer Spritze infiltrieren. Oft könnte unter Umständen schon ausreichend schmerzlindernd sein, so dass eine unterstützende Krankengymnastik ausreicht, um einen stabilen Zustand zu erreichen. Ansonsten könnte langfristig eine Hitzesonde geplant werden oder aber die Bandscheibe nochmals genau „unter die Lupe genommen“ werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.med. A. Sigel
