Hüftschmerz
Frage vom Tue 13. Oct 2009 13:11
Hallo,
ich habe seit ca. 2,5 Monaten in der re. Hüfte Schmerzen bei bestimmten Drehbewegungen seitwärts. z.B. beim Auto-Aussteigen auf der Beifahrerseite wenn ich das re. Bein abspreize und nach unten stelle. Drehe ich den gesamten Oberkörper mit, ist alles ok. Oder auch in der Rückenlage, Beine aufgestellt, re Knie nach aussen fallen lassen - geht nicht mehr so weit wie früher und "sperrt" + schmerzt ab einer gewissen Position, ebenso beim Grätsche-Machen. Beim längeren Radfahren habe ich das Gefühl, dass das Hüftgelek re nicht so richtig "rund läuft" und beim schnellen absteigen habe ich schmerzen. Steige ich langsam ab, muss ich ein bissl hin und herbewegen und dann läuft wieder alles glatt.
Hatte ein Röntgen - alles ok und ein Artho-MRT wg. Labrumläsionsverdacht, war aber auch negativ. 2 Orthopäden wissen nicht, woher die Schmerzen kommen können und dzt. bekomme ich eine Therapie mit Wassergym, Ultraschall und Iontophorese und spüre nach 4x keine Veränderung. Was kann das sein?
Antwort vom Mon 19. Oct 2009 10:10
Sehr geehrte Frau G.,
es könnte sich um ein so genanntes Einklemmungssyndrom zwischen dem Schenkelhals und dem Pfannendach handeln. Hier sollte das MRT nochmals genauer daraufhin untersucht werden.
Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Dr. med. D. Müller/mü
Nachfrage vom Mon 19. Oct 2009 16:25
in meinem MRT-Befund steht: diskrete Verplumpung im Übergangsbereich Femurkopf/Schenkelhals wie bei minimaler Präposition zum CAM Impingement. Ist das das gleiche, wie ein Einklemmungssyndrom?
Und weiter: Zeichen diskreter mucoider Verquellung des Labrum acetabulare im ventrocranialen Aspekt (diskrete hyperintense Signalalteration). Was heißt das?
Danke, J. Gugler
Antwort vom Wed 28. Oct 2009 11:10
Sehr geehrte Frau G.,
ja, d.h. das Einklemmungssyndrom hinterlässt bereits Spuren an der Gelenklippe welche durch die Verklumpungen im Femurkopf/Schenkelhalsbereich eingeklemmt wird.
Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Dr. med. D. Müller/mü
