Spritzenbehandlung (PRT)

Frage vom Mon 17. Jan 2005 13:26

Während der Behandlung wurde der Nerv so stark getroffen,dassich fast ohnmächtig wurde.Seitdem sind die Schmerzen stärker als vorher. Darf soetwas übwerhaupt passieren?Wie soll ich mich jetzt verhalten? Es ist bereits die vierte PRT ohne Erfolg.Bekomme ich eine falsche Behandlung?

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan vom Thu 27. Jan 2005 12:55

Sehr geehrte Frau B.,

anfänglich kann es sein, dass die Schmerzen stärker sind. Sie sollten jedoch dann schnell abklingen und in einen Besserungszustand münden. Wenn jedoch bereits die vierte PRT ohne Erfolg durchgeführt wurde, muss man ev. daran denken die Behandlung zu wechseln. Sinnvoll könnte beispielsweise eine so genannte kaudale Überflutung sein, wobei die irritierten Nervenwurzeln über den Spinalkanal her mit Medikamenten so zu sagen gebadet werden um eine Beruhigung der Strukturen und eine Schmerzlinderung zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.med.R. Schneiderhan

Nachfrage vom Sun 05. Feb 2006 16:34

204 erhielt ich eine Spondylodese L4/5 , war bis zum heutigen tage nicht beschwerdefrei und leide nach 300 m Gehstrecke unter heftigen Schmerzen im Rücken und Beinen . Lt CT haben sich LEC Spacer dorsal verschoben . Nun stehe ich wieder vor einem OP . Frage kann das jetzt mehrmals geschehen gibt es eine Alternative ? Für eine freundliche Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. m.f.G.

Antwort vom Wed 08. Mar 2006 11:03

Sehr geehrte Frau O.,

nachdem sich offensichtlich eine Verschiebung eingestellt hat, ist in der Tat eine neuerliche Operation langfristig anzuraten. Übliche konservative Maßnahmen, wie Krankengymnastik und Medikamente, zur Linderung versucht, wenn Sie seit der ersten Operation nie schmerzfrei waren. Alternativ könnten die betroffenen Wirbelgelenke gezielt infiltriert oder verödet werden, um eine Besserung zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. R. Nissl /si

Nachfrage vom Fri 17. Mar 2006 12:04

Hallo,
können Sie mir bitte sagen, wie eine PRT durchgeführt wird?

Antwort vom Wed 26. Apr 2006 09:04

Sehr geehrte Frau D.,

eine PRT ist die Abkürzung für periradikuläre Therapie, das ist eine Spritzeninjektion. Es wird hier in der Regel unter Röntgen- oder CT-Kontrolle eine Injektion nahe der Nervenwurzel, also periradikulär, gesetzt. Hierdurch soll es durch Nerven nahe Injektion zu einer Entzündungshemmung im Bereich der entzündeten Nervenwurzel kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel /ef

Nachfrage vom Sat 03. May 2008 19:33

Guten Tag,
ich habe vor ca. 5 Wochen folgende Injektion (PRT) bekommen,Zitat: Gemisch aus 1ml Trianziminol und 4 ml Bupivacain.
Während der Injektion traten bei mir so starke Schmerzen im linken Bein auf, das ich laut klagte und der Arzt seiner Assistentin sagte, sie solle ( die Spritze, Nadel?) etwas zurückziehen. Diese Prozedur erfolgte 3-4Mal, mit jeweils dem gleichen Verlauf.
2 Wochen nach der Behandlung traten bei mir erneut starke ,Messerstichartige Schmerzen auf ,die mich seltsamerweise Morgens wecken im Tagesverlauf zurückgehen und Abends pünktlich zurückkehren.

Nun meine Frage: Kann diese Symptomatik etwas mit der PRT zu tun haben?
Es soll jetzt als nächstes eine Myelographie erfolgen,vor der ich nach diesem Erlebnis eine unglaubliche Angst habe.
Eine Klärung, ob eine Myelographie schmerzhaft ist konnte ich in diesem Forum nicht finden, da sich die Antworten zu diesem Thema ( s. Antwort 1 und 13 ) widersprechen.

Antwort vom Mon 19. May 2008 12:05

Sehr geehrter Herr F.,

eine Myelographie ist im Wesentlichen keine schmerzhafte Untersuchung und kann durchaus Sinn machen, um insbesondere Veränderungen im Bereich der Wurzelabgänge genauer feststellen zu können.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Dötterl / dö

Nachfrage vom Wed 10. May 2006 17:58

hallo!
ich habe gerade genau das gesucht...erfahrungsberichte dieser therapie!
nun eine prinzipielle frage:
ist diese behandlung schmerzhaft?(ich habe angst vor spritzen!!!) ist diese ueberhaupt wirksam wenn es sich um eine degenarative wirbelabnutzung der hws c2-7 handelt?
ich bin so verzweifelt und mittlerweile moechte ich alles ausprobieren!!!
ganz lieben gruss,
stephie

Antwort vom Wed 21. Jun 2006 09:06

Sehr geehrte Frau St.,

gerade bei degenerativen Veränderungen, wie in Ihrem Falle, wahrscheinlich einer so genannten Spondylarthrose, sind CT-gesteuerte gezielte Spritzen oft eine sehr gute Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, wenn die übliche Behandlung mit Medikamenten und Krankengymnastik eine ausreichende Wirkungen erzielen. Üblicherweise tun diese Spritzen nicht mehr weh, als gewöhnliche Spritzen auch.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel /si

Nachfrage vom Thu 19. Jul 2007 00:56

Was muss ich mir unter dem Begriff vorstellen? Warum wird diese Behandlung noch wirksam wenn andere Methoden (Spritzen und Medikamente ) nicht mehr wirken oder gar nicht gewirkt haben? Bestehen größere Risiken als bei anderen Behandlungsmethoden? Muss diese Art der Behandlung stationär durchgeführt werden oder kann sie ambulant erfolgen? 1993 wurde bereits im Bereich L5/S1 eine Nukleotomie mit Erfolg durchgeführt. Seit ca. 4 Jahren jedoch treten sowohl im Liegen als auch beim Laufen starke Schmerzen im rechten Bein auf. Die Beschwerden kommen in unregelmäßigen Abständen, die jedoch immer kürzer wurden und jetzt konstant sind.

Antwort vom Fri 27. Jul 2007 04:07

Sehr geehrter Herr M.,

der Vorteil einer CT- oder Röntgen gestützten Spritze ist die gezielte Einbringung an die Schmerzursache. Im Wesentlichen bestehen keine erhöhten Risiken. Man kann einen solchen Eingriff ambulant durchführen.

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel/dö

Nachfrage vom Wed 09. Sep 2009 18:33

Hallo,

ich habe heute wegen starker Schmerzen wegen meines Bandscheibenvorfalls im Bereich L5/S1 eine PRT Behandlung bekommen. Die zwei Spritzen haben jedoch extrem geschmerzt -als ob jemand mit einem /zwei Messern in die Nerven sticht und dabei das Messer fortfährend dreht und das über Minuten lang, (normalerweise bin ich schon relativ hart im nehmen) auch die anwesende Schwester fragte den Arzt, ob das weh tut. Was dann wohl logischerweise nicht normal ist.... Der Arzt meinte dann zu mir, dass ich wohl sehr enge und verzweigte Nervenbahnen hätte. Aber wozu sonst unterm CT machen? Was ist, wenn der Nerv beschädigt wurde, heilt der wieder? Kann man einen Nerv kaputt machen? Auch jetzt 6 Stunden später sind immer noch sehr starke Schmerzen der Einstichstellen zu spüren. Außerdem ist immer noch ein Bein und ein Teil meines Unterkörpers taub, so dass ich nur unter großen Anstrengungen laufen kann. Die Bandscheibenschmerzen gingen nicht komplett weg und sind jetzt auch wieder voll da. Frage: kann es sein, das der Nerv durch die PRT beschädigt wurde? Soll die Therapie besser abgebrochen werden oder würden Sie sagen, ich soll in einer Woche zum nächsten Termin wieder hin und diese Schmerzen über mich ergehen lassen, weil die Behandlung erst später anschlägt?

Antwort vom Mon 21. Sep 2009 12:09

Sehr geehrte Frau K.,

es ist durchaus möglich, dass durch den Druck des Medikamentes während einer PRT es vorübergehend zu Missempfindungen im Nerven kommt; diese vergehen in der Regel in relativ kurzer Zeit. Um unterscheiden zu können, ob die von Ihnen geschilderten Beschwerden durch einen Bandscheibenvorfall oder als Folge der Behandlung aufgetreten begründet sind, ist eine ambulante/neurologische Untersuchung sicher hilfreich.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. F. Sommer/so

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