Knopelschaden im Knie

Frage vom Tue 28. Oct 2008 16:47

Hallo,
bei mir wurde am 22.10.2008 eine Arthroskopie am rechten Knie gemacht.
Diagnose im Kurzbericht vom Krankenhaus:
Knorpeldefekt im bereich der Trochlea (2x2 cm med. Kompartment, I-II° CM
lat. Kompartment, I-II° CM femoropat. Kompartment. Reizsynovitis re. Knie.
Therapie:
Athroskopie re. Knie mit Microfrakturierung, part. Synovektomie und Lavage.
Meine Frage:
Mann liest ja in manchen Berichten im Internet das man nach so einer AS
ca. 6 Wochen an Unterarmgehstützen laufen soll und zusätzlich eine Orthese mit Extension/Flexion von 0-20° tragen soll.
Meine Behandelde Ortopädin hat mir aber gesagt ich brauche nur höchstens 14 Tage an Gehstützen laufen und soll danach wieder voll belasten. Ich bekomme auch schon ganz normale KG und soll auch mein Bein versuchen schon ganz normal zu beugen.
Meine Angst jetzt dabei ist ob sich der Knorpelteil dann auch normal
regenerieren kann.
Ich hoffe sie können mir schnell eine Antwort geben, ob das alles so richtig ist.
Wenn nicht könnten sie mir dann sagen was ich machen oder wie ich
mich dann verhalten soll.
Mfg
Thorsten Drewa

Antwort vom Mon 10. Nov 2008 11:11

Sehr geehrter Herr D.,

da Ihr Operateur zwangsläufig genauere Kenntnis vom Zustand Ihres Kniegelenkes hat als wir, scheint es sinnvoll, Ihrer behandelnden Orthopädin zu vertrauen und nun wieder unter Vollbelastung auch einen krankengymnastischen Muskelaufbau, welcher zur begleitenden Therapie sinnvoll ist, nachzugehen. Daneben könnten medikamentöse Therapien wie z.B. die Injektion von Hyaluronsäure oder auch die orale Einnahme von Glukosamin eventuell eine Beschwerdelinderung und raschere Ausheilung erbringen.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. D. Müller / mü

Nachfrage vom Thu 12. Mar 2009 21:45

Bei mir wurde im Oktober 2008 eine Microfrakturierung im bereich der Trochlea durchgeführt.
Meine Frage es sind jetzt fast 5 Monate vergangen und die Schmerze, das Knacken und Blockaden beim laufen und belasten sind fast noch mehr geworden wie vorher. Das Knie ist immer geschwollen und ich mache auch seit Januar Reha-Sport für den Muskelaufbau aber die Schmerzen sind beim belasten sehr groß.
Meine Ärztin meinte jetzt auch das mann nicht mehr viele möglichkeiten hat, sie sagte vieleicht sollte mann noch mal rein schauen ob sich der Knropel regeneriert hat.
Ich weiß jetzt leider nicht mehr was ich machen soll vieleicht können sie mir weiter helfen.
Mfg
T.D.

Antwort vom Wed 18. Mar 2009 10:03

Sehr geehrter Herr D.,

hier könnten ggf. ergänzend Injektionen mit Hyaluronsäure hilfreich sein, die ein zusätzliches Gleitmittel für das Gelenk bedeuten. Die Durchführung einer neuerlichen Arthroskopie könnte sicherlich Aufschluss über mögliche Veränderungen ergeben. Wichtig wäre auch, abzuklären, ob im Reha-Sport belastende Übungen für die Kniescheibe vermieden werden. Sogenannte Legpress-Übungen sind sozusagen „Gift“ für Ihre Veränderungen und sollten unbedingt vermieden werden.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. D. Müller / mü

Nachfrage vom Fri 17. Apr 2009 10:02

Guten Morgen,
wie in der letzten Frage beschrieben wurde jetzt am 09.04.2009
eine weitere Arthroskopie am rechten Knie durchgeführt.
Mit dem ergebnis: Innenmeniskusranddegeneration, Chondromalazie grad 4 Trochlea, Chondromalazie grad 3-4 retropatellar, Chondromalazie grad 3 mediale Femurcondyle, Chondromalazie grad 2 mediales Kompartiment, Chondromalazie grad 1-2 laterales Kompartiment.
Therapie: Knorpelglättung und Lasereinsatz, Mikrofakturierung, Innenmesiskurandglättung, Teilsynovektomie und Lavage.
So wie ich das selber burteilen kann ist das ja eine starke verschlechterung gegen die OP im Oktober 2008.
Es wurde vom Krankenhaus empfolen die nächsten 3 Wochen eine Mobilisation nur mit Sohlenkontakt durchzuführen.
Meine Frage: Ich habe Angst das es noch schlimmer werden kann weil ich ja mit sicherheit nach der OP im letzten jahr bestimmt auch zu früh mit der Belastung angefangenhabe oder wie würden sie sich das erklären das es sich innerhalb von einem halben Jahr so verschlechtert hat.
Ich würde mich sehr freuen wenn sie mir einen guten Rat geben könnten wie ich mich jetzt verhalten soll, und wie sie soetwas weiter behandeln würden.
Mfg

Antwort vom Tue 28. Apr 2009 09:04

Sehr geehrte Herr D.,

eine zusätzliche Knorpelbehandlung mit Injektion in das Gelenk mit Hyaluronsäure in das Gelenk und gegeben falls unterstützenden medikamentöse Einsatz von s.g. Gulkosamin (Dona) er-scheint bei diesem hochgradig fortgeschrittenen Befund sicherlich sinnvoll. Aufgrund des fortgeschrittenen Befundes droht ein frühzeitiger Kniegelenkersatz.


Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dr. Müller mü

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