Kreuz- und Innenbandriss
Frage vom Tue 15. Feb 2011 13:00
Sehr geehrtes Ärzteteam,
ich habe mir vor vier Wochen beim Sport einen Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie zugezogen.
Derzeit trage ich eine Orthese mit den Einstellungen 0-10-70°. Die 70° Stellung erreiche ich allerdings nur durch drücken, d.h. durch Krafteinwirkung mit meiner Hand und unter Schmerzen. Ich habe immer das Gefühl ob mein Knie gegen einen "Puffer" läuft. Können das Reste des gerissenen Kreuzbandes sein ? Seit ca. zwei Wochen kann ich ohne "Krücken" gehen und bin seitdem auch wieder am Arbeiten.
Mein behandelnder Arzt hat mit mir folgende Vorgehensweise abgestimmt:
- Tragen der Orthese für ca. 6-8 Wochen.
- Danach Planung der VKB Operation.
Einige meiner Sportkollegen wurden zeitnah nach der Ruptur operiert. Diese hatten zu Teil aber nur das VKB gerissen, also keine weiteren Begleitverletzungen.
Zur Zeit überlege ich, ob ich meine Operation in einer Sportklinik durchführen lasse (Lüdenscheid Hellersen) oder ob ich diese durch meinen behandelnden Orthopäden durchführen lasse.
Meine Fragen:
- ist diese Vorgehensweise so üblich ?
- kann / soll ich mein Knie bereits schon so belasten ?
- ist das nicht selbstständige Erreichen der 70° Endlage normal ?
- sollte ich einen früheren OP- Termin anstreben ? (aktuell: Anfang März Kontrolle beim Orth. + Wartezeit OP = Anfang - Mitte April)
- Was ist zu empfehlen ? (Patella- oder Semitendinosus Sehne)
- Wieveile VKB- Plastiken sollte ein Operateur selbstständig gemacht haben um die notwendige Praxis zu haben (Summe bzw. p.a) ?
Für Ihre Mühen bedanke ich mich vielmals und verbleibe,
mit freundlichen Grüssen
Sportler
Antwort vom Tue 22. Feb 2011 09:02
Sehr geehrter Sportler,
aufgrund Ihrer Schilderung alleine kann leider keine exakte Therapieempfehlung gestellt werden. Hierzu sind die Durchführung einer körperlichen Untersuchung und die Anfertigung bzw. Einsichtnahme von Röntgenaufnahmen und ggf. einer Kernspintomographie oder Computertomographie nötig.
Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Schneiderhan / ma
