Mikrolaser möglich?
Frage vom Fri 12. Nov 2004 17:00
Hallo,
ich bin erst 22 Jahre alt und leide seit ca.4 Monaten an einem Bandscheibenvorfall. Schmerzen sind teilweise erträglich, haben aber meine Bewegungsfreiheit erheblich eingeschrängt. Physiotherapie, Akupunktur, sowie Elektrotherapie haben meine Schmerzen nur unwesentlich vermindert.
Befund nach CT:
Steilstellung der LWS, Signalminderung des Bandscheibengewebes in T2, Wichtung im Segment L5/S1 als Ausdruck der Degeneration mit einem NPP im Recessus lateralis auf der rechten Seite nach caudal, (Sequester ? Kompression der Nervenwurzel S1 rechts ?)
Frage:
1. Wie lange solte ich noch abwarten und auf alleinige Besserung hoffen?
2. Würde eine Mikro Laser Behandlung bei mir Sinn machen?
3. Würde das Katheter Verfahren bei mir Sinn machen?
4. Welche anderen Methoden kämen noch in Frage bevor man evtl. operieren müsste?
Antwort von Dr. med. R. Schneiderhan vom Tue 30. Nov 2004 10:23
Sehr geehrte/r Frau/Herr S.,
bevor man an einen Eingriff denkt, sollte man zunächst alle konservativen Maßnahmen ausschöpfen, sofern sie keine neurologischen Ausfallerscheinungen wie Lähmungen oder Taubheitsgefühle haben. Vielleicht kann eine gezielte Infiltration der irritierten Nervenwurzeln, eine länger anhaltende Besserung erzielen. Dies erfolgt nach Möglichkeit unter Röntgen- oder CT- Kontrolle. Sollte tatsächlich eine Sequestrierung bestehen, ist ein sogenannter Mikrolaser nicht ausreichend. Hier wird oft eher ein Katheterverfahren oder eine offene Operation gewählt. Dies sollte nochmals überprüft werden, wenn Ihre Schmerzen wirklich therapieresistent sind.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Schneiderhan
