Bandscheibenprolaps LWS 4/5

Frage vom Tue 31. Jul 2001 09:48

Der Neurologe hat eine relative Operationsindi-kation bei dem im Bereich des Segmentes L 4/5 caudalwärts perforierten medialen Diskusprolaps mit rechsseitiger Betonung befunden. Ein stationären Aufnahmetermin für 14.08 wurde vorsorglicherweise vereinbart und bei Beschwer-depersistenz will er mich operieren lassen. Schmerzen haben nachgelassen und ich kann mich fast normal bewegen. Ich möchte mich mit konservatieven Therapie kurren lassen. Was soll ich unternehmen?

Antwort von Dr. med. R. Schneiderhan vom Thu 02. Aug 2001 16:21

Sehr geehrte Frau R.

In Ihrer Mail haben Sie von einem nach kaudal perforierten medialen Bandscheibenvorfall mit rechtsseitiger Betonung bei L4/L5 berichtet. Darüber hinaus haben Sie mitgeteilt, daß die Beschwerden mittlerweile wesentlich nachgelassen hätten. Ohne Sie untersucht zu haben, kann ich Ihnen selbstverständlich nur grundsätzliche Tipps zu diesem Krankheitsbild geben: Bezüglich der weiteren Therapie wäre meine Empfehlung den klinischen Befund, d.h. die Situation der Beweglichkeit sowie der Schmerzhaftigkeit bei unterschiedlichen Bewegungen kritisch zu beobachten. Ebenso müßten die klinischen Parameter für möglicherweise auftretende Gefühlsstörungen bzw. motorische Ausfälle beobachtet werden. Sollten keine Ausfälle auftreten und die Beschwerdesymptomatik sich weiterhin so positiv entwickeln, dann könnten selbstverständlich konservative Behandlungsmethoden durchgeführt werden. Diese würden sich aus einer gezielten Physiotherapie mit isometrischem Muskelaufbau ggf. manuelle Therapie und lokaler physikalischer Therapie wie z.B. Wärmeapplikation zusammensetzen. Nachfolgend könnte eine gezielte Med-X-Therapie die muskuläre Situation bessern.

Dr. med. R. Schneiderhan

Nachfrage vom Mon 12. Apr 2004 18:34

Sehr geehrter DAmen und Herren.
Ich bin 50 Jahre alt und hatte vor 6 Monaten einen Bandscheibenprolaps in dem Lendenwirbel 3 und 4.Eine medizinische Therapie brachte fast vollständige Beschwerdenfreiheit. Rückenschmerzen treten nur ab und zu mal auf, beim Heben, Stehen und Tragen. Ich bin übergewichtig und habe einen BMI von 28 und leide unter Bluthochdruck. Ich nehme seit Jahren Betablocker. Ich darf 2 Watt pro kg Körpergewicht bei 120 Hfrq/min belasten.

Nun möchte ich ein gezieltes Kraft- und Ausdauertraining in einem Studio machen, vielleicht auch ein Übungsprogramm für zu Hause. Können sie mir dabei helfen, was ich da am besten machen kann und wie...?

Ich würde mich freuen, wenn sie auf meine Fragen antworten und mir helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Matysiak

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Tue 20. Apr 2004 13:32

Sehr geehrter Herr M.,

ich denke, dass in Ihrem Fall sowohl eine gezielte Therapie unter Anleitung als auch ein Übungsprogramm für zuhause sinnvoll ist. Wo in Ihrer Umgebung jedoch geeignete Einrichtungen zu finden sind, kann Ihnen sicherlich am besten Ihr Hausarzt oder Orthopäde mitteilen.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Böll

Nachfrage vom Mon 03. Oct 2005 21:40

Sehr geehrte Damen und Herren,

habe links lateral einen freien, nach cranial hochgeschlagemnen Sequester aus dem Bereich L3/L4 mit Sensibilitätsstörung am Bein und KG 4/5. PRT und epidurale Überflutung haben die Schmerzen deutlich verringert, die neurologischen Ausfälle sind geblieben (seit 7 Tagen). Wie groß sind die Chancen, dass sich der Sequester unter konservativer Therapie zurückbildet und wie lange kann man darauf warten?

Antwort vom Tue 25. Oct 2005 13:10

Sehr geehrte Frau L.,

so lange eine Besserungstendenz zu verspüren ist, könnte weiter so, wie Sie beschrieben haben, verfahren werden. Die Zeit, wie lange eine endgültige Lösung eintritt, ist individuell sehr verschieden. Unbedingt zu empfehlen wäre jedoch unter Umständen, die neurologischen Ausfälle genauer untersuchen zu lassen. Hierfür wäre die Vorstellung bei einem Neurologen sinnvoll, welcher unter anderem die Nervenleitgeschwindigkeit messen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. R. Nissl

Nachfrage vom Tue 18. Apr 2006 09:15

Sehr geehrter herr Doktor,

ich bin 29 Jahre alt , habe am 28.03 ein CT bekommen
die Diagnose lautet
Massenprolpas bei LW57SW1 mit großen nach cranial umgeschlagenen Sequester, der das rechte Neuroforamen verlegt und bis zur Höhe der Deckplatte von LWK5 reicht. Kompression sowohl der rechtsseitigen Nervenwurzel L5 als auch der ipsilateralen Nervenwurzel S1.

Am Donnerstag bekomme ich unter eine Röntgenafnahme Kortison gespritz. Mein Schmerztherapeut meinte, das ich zu 32 prozent nciht operiert werden muß das die Chance besteht das sich meine abgebrochene Bandscheibe von sleber auflößt????

Ich bin zur Zeit beschwerdefrei bis auf die tatsache das ich ab und zu eine Ziehen in meinem Bein verspühre.

Was meine Sie dazu ??

Vielen dank schonmal im Vorraus.

Mit frendlichenGrüßen

Antwort vom Thu 18. May 2006 12:05

Sehr geehrte Frau L.,

das geplante Vorgehen ist sinnvoll, so lange keine Nervenausfallserscheinungen wie Lähmungen oder Taubheitsgefühle bestehen. Mit den Spritzen unter Röntgenkontrolle soll sich der Reizzustand der Nervenwurzel, die durch das enge Wurzelaustrittsloch irritiert ist, legen. So genannte Sequester, d.h. aus dem Bandscheibenverbund heraus gelöstes Gewebe löst sich in der Tat manchmal auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel /si

Nachfrage vom Tue 23. May 2006 09:07

Sehr geehrte Damen und Herren!
Seit 2005 leide ich an einem Bandscheibenvorfall. Im Segment L4/5 NPP rechts. Was bedeutet fortgeschrittene Veränderungen
der kleinen Wirbelgelenke mit z.T. ausgeprägten degen. Facettenanbauten deutlich stärker ausgeprägt?
Bin 45 Jahre alt, als Fußpflegerin tätig. Habe Bestrahlung gemacht. Leider ohne Erfolg. Krankengymnastik und Rückenschule mit eigenen Übungen für Daheim hat mir ein Jahr lang geholfen. Jetzt sind die Schmerzen wieder eingetreten. Vorwiegend in den Beinen. Jedoch keine motorischen Ausfälle.

Antwort vom Mon 26. Jun 2006 09:06

Sehr geehrte Frau B.,

dies bedeutet, dass Sie laut Ihrer Beschreibung eine Verschleißerscheinung im Sinne einer Arthrose der kleinen Wirbelgelenke haben. Dies könnte gürtelförmige Kreuzschmerzen auslösen. Sinnvoll könnte dann unter Umständen sein, wenn die üblichen Behandlungsansätze wie Krankengymnastik und der vorübergehende Einsatz von Medikamenten nicht ausreichen, diese Gelenkfacetten gezielt zu infiltrieren, wenn langfristig Schmerzen bestehen diese ggf. auch zu veröden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel /si

Nachfrage vom Wed 09. Aug 2006 13:27

Wegen erheblichen Schmerzen im Rücken und in den Beinen, sowie weiteren Schmerzen in beiden Armen und Kribbeln der Hände war im zum CT der LWS und HWS - Röntgen. Die Befunde besagen:
HWS:
Streckfehlhaltung der HWS mit Kyphosierung bei C4/5. Geringe linkskonvexe skollotische Fehlhaltung der HWS bei intaktem mittelständigen Dens. Keine Höhenminderung der HWS. Geringe Retrospondylose und Uncarthrose bei C4/5, hier auch geringgradige knöcherne Einengung der Neuroforamina beidseitig.
CT- LWS:
keine BS- Protrusion bei L2/3, keine Spinalkanalstenose, keine Neuroforameneineingung. Bei L3/4 breitbasige, etwas inkongruente BS- Vorwölbung dorso- lateral linksbetont mit eingem linken Neuroforamen, jedoch ohnen NW- Irritation, kein BS- Prolaps. Bei L4/5 ebenfalls durch Osteochondrose flachbogige dorsal circumfermente BS- Vorwölbung ohne NW- Irrit. oder Spinalkanalsteneose. Bei L5/S1 median- dorsal kleiner BS- Prolaps mit Pelottierung des Duralsacks, Spondylarthrose vor allem bei L4/5 und L5/S1.

Die Scherzen sind zur Zeit sehr erheblich. Ich habe weiterhin Probleme mit der Blasenentleerung und mit dem Darm. Seit 3 Wochen bin ich AU. Wie könnten die Beschwerden mit gezielter Behandlung gebessert werden? Mein Arzt empfiehlt eine Reha- Heilbehandlung.

Antwort vom Tue 29. Aug 2006 10:08

Sehr geehrte Frau K.,

die von Ihnen geschilderten Beschwerden lassen sich nicht ganz durch den Befund an der Wirbelsäule erklären. Sicher wird man im Rahmen einer neurologischen Untersuchung die Ursachen weiter eingrenzen um eine entsprechende Behandlung einleiten können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Effner /so

Nachfrage vom Fri 18. Aug 2006 13:41

der befund sagt L5/S1 breitbasiger dorslen prolaps mit tangierung des duralschlauches sowie auch der abgehende nervenwurzel beiderseits. es wurde eine prt gemacht ,letzte am 19.06.06. es ist eine schmerzverlagerung bei mir entstanden,so das ich kaum noch sitzen kann. am schlimsten sind die schmerzen im steißbereich. ich weiß mir keinen rat mehr.KGG mache ich auch wenns weh tut. dei schmerztabletten vertrage ich nicht.

Antwort vom Tue 05. Sep 2006 11:09

Sehr geehrte Frau W.,

nachdem die bei Ihnen durchgeführten Wurzelblockaden (PRT’s) offensichtlich keine ausreichende Beschwerdelinderung erbracht beziehungsweise sich die Beschwerden verlagert haben, ist eine Sanierung des Bandscheibenvorfalls zu überlegen. Prinzipiell wäre es sinnvoll, sich diesbezüglich untersuchen zu lassen, um weitergehende Behandlungsschritte einleiten zu können. Eventuell ist ein minimal-invasiver Eingriff ausreichend, die Beschwerden zu lindern.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. F. Sommer /si

Nachfrage vom Wed 08. Nov 2006 09:00

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Diagnose wurde gestellt:
Im Segement L5/S1 flacher medio-links-lateraler Bandscheibenprolaps in das ventrale epidurale Fettgewebe mit Lagekontakt zum Abgang der linken Wurzel S1 ohne Kompression oder Verlagerun. Die Neuroforamina sind beidseits frei. Beginnende Spondylarthrose beidseits.

Mein Orthopäde schmiss mir an den Kopf, ich hätte einen Bandscheibenvorfall, sollte mir aber keine Gedanken machen. Das fand ich doch schon bedenklich. Ich treibe sehr viel Sport, schon seit ich 3 Jahre alt bin, unter anderem jogge ich sehr viel. Er meint, ich könnte alles so weitermachen wie bisher. Ich bin aber erst 33 Jahre und möchte den Sport so schnell noch nicht völlig an den Nagel hängen.

Ich bin jetzt sehr verunsichert und würde gerne wissen, ob das wirklich so stimmt, dass ich erstmal nichts tun muss. Ich würde halt gerne auch wissen, ob ich prophylaktisch etwas tun kann (gezielter Muskelaufbau o. ä.), damit es nicht zu Beschwerden und zu einer eventuellen Operation kommen muss.

Und was bedeutet die beginnende Arthrose? Kann man hier präventiv auch etwas unternehmen?

Akkut habe ich im Moment keine Schmerzen, als die Kernspintomographie gemacht wurde, hatte ich schon Schmerzen und konnte damals nicht mehr gerade laufen.

Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Ulrike Splitt

Antwort vom Thu 16. Nov 2006 09:11

Sehr geehrte Frau Sp.,

erfreulicherweise sind Sie im Moment schmerzfrei, so dass ein irgendwie geartetes mikrotherapeutisches oder mikrochirurgisches Vorgehen sicher nicht notwendig ist. Nicht weg zu diskutieren sind die Veränderungen im Bereich Ihrer Bandscheibe zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein, daraufhin auch eine Überlastung der kleinen Wirbelgelenke. Neben der Vermeidung regelmäßiger körperlicher Überlastung und bezielter physiotherapeutischer Behandlung, um eine gute Stütz- und Haltemuskulatur zu sichern, gibt es wenig Möglichkeiten vorzubeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel /so

Nachfrage vom Wed 27. Feb 2008 15:26

Hallo,
habe Schmerzen im li. Arm, zeitweise kribbeln und Tauheitsgefühl in der linken Hand.Bei längerem Stehen und Gehen Gleichgewichtsstörungen.Nehme entzündungshemmende Medikamente, bekomme ab nächster
Woche KG.Liege sehr viel .Meine Frage:ist leichtes Fahrradfahren erlaubt?

Antwort vom Mon 03. Mar 2008 13:03

Sehr geehrte Frau F.,

falls es Ihnen keine weiteren Schmerzen bereitet und die Gleichgewichtsstörungen es auch zulassen, wäre gegen leichtes Fahrradfahren sicherlich nichts einzuwenden.

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Dötterl / dö

Nachfrage vom Tue 23. Mar 2004 11:40

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einen Bandscheibenvorfall im LWS-Bereich. Gibt es Übungen - außer Stufenlage, die ein Rückgleiten der Bandscheibe in die Normallage ermöglichen könnten? Würde eine OP gerne vermeiden.

Gruß U. Köpnick

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Tue 30. Mar 2004 19:11

Sehr geehrte/r Patient/in,
im Allgemeinen sind entzündungshemmende, abschwellende Maßnahmen sowie muskellockernde und im weiteren Verlauf muskelkräftigende Maßnahmen sinnvoll, um der Bandscheibe die Möglichkeit zu geben, sich wieder etwas zurückzuziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Böll

Nachfrage vom Mon 01. Dec 2003 16:08

Welche Elemente beinhaltet die Med-X-Therapie?
Was wird im Einzelnen therapeutisch gemacht?

Antwort von Dr.med. A. Sigel vom Wed 10. Dec 2003 12:01

Sehr geehrte Frau Sch.,

die Med-X-Therapie beinhaltet das therapeutische Training an Geräten. Die einzelnen Übungen richten sich je nach dem Beschwerdebild.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel

Nachfrage vom Tue 22. Jul 2003 16:12

Ist es sinnvoll, bei einem diagnostizierten schweren Wirbelsäulenleiden mit Bandscheibenvorfällen und Nervenfunktionsstörungen an den unteren Extremitäten Treppengänge zu vermeiden und ggf. sogar in eine ebenerdige Wohnung umzuziehen?

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Mon 28. Jul 2003 15:16

Sehr geehrter Herr K.,
eine Vermeidung von vielfachen Treppensteigen kann sicherlich zur Beschwerdelinderung beitragen, nicht zuletzt sollte die Behandlung jedoch an den Schmerzursachen erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. S. Böll

Nachfrage vom Fri 21. Mar 2003 16:27

Wird heut zu Tage ein Bandscheibenpolaps mit Anti-TNF-alpha behandelt?

Antwort von Dr. med. R.-O. Oeljeschläger vom Fri 04. Apr 2003 20:45

Sehr verehrte Frau S.,

über eine Behandlung von Bandscheibenvorfällen mit Anti-TNF-alpha ist mir nichts bekannt.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. R.-O. Oeljeschläger
Facharzt für Neurochirurgie

Nachfrage vom Mon 10. Feb 2003 12:07

Hallo,
Der Neurochirurg hat bei mir M54.1 R\Lumbales Wurzelkompressionssyndrom LW5/SW1 rechts festgestellt. Befund: FBA 30cm, Laségue endgradig,ASR seitengleich, keine senso-mot. Defizite, unauffälliges Vegetativum. Diagnostik: MRT-Aufnahmen zeigen den großen rechtsseitigen BS-Prolaps LWK5/SWK1.
Therapie: Diclofenac, Musaril, Tramal.
Nach Einnahme von Diclofenac reduzierte sich der ins Bein ziehende Schmerz spürbar. Da ich schon seit ca. 8 Wochen krankgeschrieben bin (24x Krankengymnastik/Fango wurden verschieben) würde ich doch ganz gerne wieder arbeiten. Da ich jedoch in der Großindustrie körperlich belastbar sein muß, möchte ich ganz gerne in Erfahrung bringen ob irgendwelche Risiken auf mich zukommen können oder ich wie früher belastbar bin. Der Prolaps ist wohl noch da, jedoch hat sich der Schmerz durch die Tabletten-Einnahme verbessert. Eine OP möchte ich ganz gerne vermeiden. Ein Besuch eines Fitnesstudios wurde mir empfohlen um die Rückenmuskulatur zu stärken. Für Ratschläge, Empfehlungen oder Tipps wäre ich sehr dankbar und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Antwort von Dr. med. R.-O. Oeljeschläger vom Mon 24. Feb 2003 10:53

Sehr geehrter Herr Z.,

nach dem Befund (kein sensomotorisches Defizit) liegt ein sogenanntes Wurzelreizsyndrom vor. In der Regel ist hier, nach der Besserung der Schmerzen, eine baldige Wiederaufnahme der Arbeit sinnvoll. Eine weitere längere Krankschreibung verkürzt in der Regel den Krankheitsverlauf nicht. Sie sollten schrittweise die Belastung steigern. Sollten die Schmerzen wieder zurückkommen, sollte doch über eine Operation nachgedacht werden. Alternativ käme eventuell, bei entsprechenden Befunden, eine epidurale Katheterbehandlung nach Prof. Racz oder eine Laserbehandlung der Bandscheibe in betracht. Diesbezüglich dann ggf. Vorstellung bei einem Wirbelsäulenchirurgen (Neurochirurg oder Orthopäde).
Die Stärkung der Rückenmuskulatur sollte unter krankengymnastischer Anleitung erfolgen. Hier können ansonsten schnell Fehler gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R.-O. Oeljeschläger
Facharzt für Neurochirurgie

Nachfrage vom Mon 06. Nov 2006 10:33

Liebes Spezialisten-Team,
was ist eine Katheterbehandlung bei Bandscheibenprolaps L4/L5 mit Wurzelkompressionssyndrom L4/5 ?

Antwort vom Tue 28. Nov 2006 11:11

Sehr geehrte(r) Frau/Herr H.-H.,

üblicherweise wird bei einer Katheterbehandlung versucht, mittels eines Medikamentengemischs das Bandscheibengewebe zu schrumpfen bzw. Verklebungen zu lösen, um Nervenstrukturen zu entlasten.

Wir wünschen Ihnen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel /si

Nachfrage vom Sat 15. Jun 2002 16:51

Sehr geehrter Herr Schneiderhahn!
Bei einer CT Untersuchung wurde bei mir folgendes festgestellt.
L3/4 Zirkuläre Bandscheibenprotrusion mit geringer Einengung des Spinalkanals.
L4/5 Großer dorso-medialer Bandscheibenprolaps mit deutl. Einengung des Spinalkanals.
L5/S1 Dorso-medialer Bandscheibenprolaps mit Einengung des Spinalkanals.
Ich habe Schmerzen in beiden Beinen bis in den Fersen. Ebenfalls spüre ich ein kribbeln im linkem Bein bis zum Fuß.
Was könnten Sie mir raten.

Hochachtungsvoll

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Tue 02. Jul 2002 17:41

Sehr geehrter Herr R.,

vermutlich entstehen Ihre Beschwerden durch die Engstellen im Wirbelkanal, die zu einer Irritation der Beinnerven führen. Hierbei kommt es häufig zum Anschwellen der betreffenden Nerven, so daß als erster Schritt im allgemeinen abschwellende Maßnahmen (z.B. Spritzen oder auch Tabletten) geeignet sind, üblicherweise in Verbindung mit physikalischen Therapien bzw. krankengymnastischen Maßnahmen. Sollte sich hierunter keine Linderung einstellen, könnte evtl. die epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz eine sinnvolle Behandlungsmaßnahmen darstellen. Durch Schrumpfung der Bandscheibenvorfälle werden im allgemeinen die betroffenen Nerven entlastet, so daß vielfach Beschwerdefreiheit erreicht werden kann.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll

Nachfrage vom Mon 09. Sep 2002 10:49

Bin 19 Jahre und ausgebildete Dachdeckerin. Bei einer CT wurde folgender Befund festgestellt: Im Segment L4/L5 zeigt sich ein kleiner dorsomedial betonter Bandscheibenprolaps mit Tangierung des Duralschlauches. Im Segment L5/S1 ebenfalls geringe dorsomediale Protrusion der Bandscheibe ohne größere Kompressionszeichen.
Kann ich den Beruf noch weiter ausüben? Welche Behandlung würden sie mir empfehlen? Was hat man unter diesem Befund zu verstehen?

Antwort von Dr. med. S. Böll vom Mon 30. Sep 2002 13:20

Sehr geehrte Frau G.,

Bandscheibenvorwölbungen oder Bandscheibenvorfälle können sich oft spontan wieder zurückbilden, d.h. die Beschwerden verschwinden dann wieder. Wenn die Bandscheibe durch die genannten Veränderungen Kontakt zu einem Nerv bekommt, führt dies häufig zu einer Anschwellung des Nervens mit damit ausgelösten Beschwerden. Auch abschwellende Medikamente (z.B. Diclofenac) können hier über die entzündungshemmende Wirkung zum Teil recht schnell zu einer deutlichen Beschwerdelinderung führen, wenn der Nerv den Kontakt zur Bandscheibe durch die eigene Abschwellung wieder verliert. Anhaltende Beschwerden durch Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall können vielfach mittels minimal invasive Methoden (Mikrolaser, Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz) gut behandelt werden.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll

Nachfrage vom Thu 02. Mar 2006 13:52

Bei mir wurde folgende Diagnos gestellt:
Chondrose L5/S1 mit rechtsmediolateralem Bandscheibenprolaps in diesem Segment, dadurch bedingte Duralsackimpression sowie Einengung des Recessus lateralis, geringgradige Bandscheibenprotrotrudion L5554/L5 ohne wesentliche Duralsckimpression, sonst unauffälliges spinales CT L3 bis S1. Die Meinung der Ärzte ist folgende:
Ein Artzt sagt sofort operieren. Der andere sagt zum operieren zuwenig. Ich habe keine Rückenschmerzen sondern im Stehen starke Schmezen im rechten Bein. Bei Bewegung wird der Schmerz besser. Auch im Liegen keine Schmerzen.
Was kann oder soll ich tun.

Antwort vom Mon 20. Mar 2006 09:03

Sehr geehrter Herr P.,

solange Sie keine Nervenausfallserscheinungen wie Lähmungen oder Taubheitsgefühle haben, könnte man durchaus konservativ beispielsweise mit Krankengymnastik und Medikamenten behandeln und sollte dies auch tun. Wenn offensichtlich eine Verdrängung von Nervengewebe durch den Vorfall entsteht, was die Bilder offensichtlich nahe legen, so könnte man auch gleich operieren, da es dann wahrscheinlich ist, dass Sie immer wieder Schmerzattacken haben. Jedoch sollte zunächst die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Nissl /si

Nachfrage vom Mon 22. May 2006 23:53

Habe Bandscheibenprolapse L3/4 , L4/5, L5/S1 .
Soll jetzt zur einer Facetteninfiltration unter CT .
Was ist das und was wird da gemacht?

Antwort vom Mon 26. Jun 2006 09:06

Sehr geehrte Frau Sch.,

bei einer Facetteninfiltration werden, wie bei Ihnen unter CT-Kontrolle, gezielte Spritzen an die Facetten der so genannten kleinen Wirbelgelenke gesetzt. Letztere reiben bei Wirbelsäulenveränderungen oft vermehrt aneinander, was gürtelförmige Kreuzschmerzen und manchmal auch eine Ausstrahlung in die Beine auslösen kann. Diese Spritzen sind etwas aufwendiger, aber nicht sonderlich schmerzhafter als andere Spritzen auch.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Nissl /si

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