Blasenschmerzen wegen Kompression des Duralschlauches?
Frage vom Wed 25. Feb 2009 12:57
Seit Jahren leide ich unter Rückenschmerzen der LWS und hatte bereits 2 Prolaps L3-L4 und L4-L5. Nun treten seit 5 Jahren auch stechende Schmerzen in der Harnblase auf, so dass ich kaum laufen kann und täglich 20-24 mal zur Toilette rennen muss. Urologische Abklärung brachte bisher keinen Befund. In der Urologischen Abteilung der Uniklinik sagte man mir, dass wahrscheinlich auch keine IC vorliegt. Zur Abklärung wird in 4 Wochen eine Blasenüberdehnung unter Vollnarkose gemacht. Gibt es eine Möglichkeit die Schmerzen in der Blase endlich loszuwerden?
Hier der Befund der MRT vom 19.02.2009:
Knöchern normal weit angelegter Spinalkanal mit physiologischem Stand des Conus medullaris in Höhe des Zwischenwirbelraumes LW1/2. Fortgeschrittene Bandscheibendegeneration der mitabgebildeten unteren BWS mit anterolateraler Spondylose bei geringen zirkulären Protrusionen. Zentrale Deckplattenimpressionen von LW1 ohne angrenzendes Knochenmarködem. Noch altersentsprechende Bandscheiben LW 1/2 und 2/3. Bei LW 3/4 Chondrosis intervertebralis mit Nachweis eines flachen nach supradiscal reichenden sequestrierten Bandscheibenprolaps medio-lateral-rechts gelegen. Kompression des Duralschlauches in Höhe des Nervenwurzelabgangs L4 rechts. Fortgeschritten Osteochondrose LW 4/5 mit hochgradiger Verschmälerung des Zwischenwirbelraumes. Nachweis eines breitbadigen links betonten subligamentären Bandscheibenprolaps mit Kompression des Duralschlauches in Höhe Nervenwurzel L5 links. Zusätzlich basale Neuroforamenstenose L4 beidseits. Altersentsprechender Befund der Bandscheibe LW5/SW1. Spondylarthorse LW3/4 bis LW5/SW1 beidseits. Nebenbefundlich Assimilationsgelenk LW5/SE1 links. Nachweis sacraler interspinaler Zysten, dabei die größte mit der 2,5 cm Durchmesser links mit intraforminalem Anteil und ventraler Wurzelverlagerung von S2 links. Als Zeichen eines langsamen expansiven Wachstums Ausdünnung des angrenzenden Knochens durch Druckerosion. Bei ansonsten altersentsprechendem homogenem Knochenmarkssignal intraspongiöse Bandscheibenhernie in BW12, sowie fettige Deckplattenalteration LW4/5.
Antwort vom Tue 10. Mar 2009 10:03
Sehr geehrte Frau D.,
nach Ihrem Befund dürfte im Bereich der Lendenwirbelsäule keine Ursache für die Blasenstörung vorliegen. Die Untersuchung durch einen Neurochirurgen in Ihrer Heimatnähe könnte vielleicht eine mögliche Ursache näher eingrenzen.
Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Dr. med. A. Dötterl / dö
