Periradikuläre Therapie
Frage vom Mon 03. Jul 2006 22:28
Sehr geehrtes Ärzteteam,
seit einigen Wochen leide ich unter schlimmsten ziehenden, stechenden Schmerzen im rechten Bein (von der Hüfte bis zum Schienbein). Von meinem Hausarzt erhielt ich mehrere Male Schmerzspritzen, die keinen Erfolg hatten. Der MRT-Befund zeigte 4 Bandscheibenvorfälle.
Mein Orthopäde rät mir deshalb zu einer periradikulären Therapie. Ich aber bin etwas skeptisch und ängstlich in Bezug auf dieses Verfahren zwecks Infektionen, neurologischen Ausfällen, etc. Kann ich dieses Leiden mit Muskelaufbau o.ä. auch therapieren?
Vielen Dank für die Auskunft.
Antwort vom Thu 13. Jul 2006 10:07
Sehr geehrte Frau E.,
bei einer periradikulären Therapie werden direkt neben die betroffenen Nervenwurzeln unter Röntgen- oder CT-Kontrolle Medikamente eingespritzt. Diese sind schmerzlindernd und bewirken eine Abschwellung der Nervenwurzel. Prinzipiell besteht – wie bei allen Injektionen – die Gefahr einer Infektion. Neurologische Ausfälle oder Schäden sind bei dieser Behandlung extrem selten. Wenn konservative Behandlungsmaßnahmen wie Krankengymnastik / Physiotherapie ausgereizt sind, stellt dieses Verfahren eine gute Maßnahme zur gezielten Behandlung der irritierten Nervenwurzel dar.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Effner /so
