Bandscheibe/Spinalkanal

Frage vom Tue 16. Jan 2007 09:14

Nach einem Bandscheibenvorfall, der vor 2 Jahren auftrat und konservativ behandelt wurde, ist ein neuer Bandscheibenvorfall diagnostiziert worden. Nach 2-wöchigem Aufenthalt in einer Akutklinik mit anschließender, 3-wöchiger AHB trat am Anfang der dritten Woche eine dramatische Verschlechterung ein. (Taubheitsgefühl im Bein, Kraftlosigkkeit, teilweise fehlende Reflexe, schier unerträgliche Schmerzen) Die Klinik hat zur Operation eine Verlegung in ein Krankenhaus veranlasst.
Dort wurde bei einem neuen MRT außderdem ein zu enger Spinalkanal festgestellt.
Frage: Ist eine gleichzeitige Erweiterung des Spinalkanals in Verbindung mit der Bandscheiben-OP obligatorisch?
Mit welchen Risiken ist bei Spinalkanalerweiterungen zu rechnen? (Die Bandscheiben-OP soll nicht minimalinvasiv durchgeführt werden)
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Uwe Rott

Antwort vom Thu 01. Feb 2007 11:02

Sehr geehrter Herr R.,

bei einer mikrochirurgisch durchgeführten Bandscheibenoperation wird zumindest im Bereich des Bandscheibenvorfalls immer auch eine Erweiterung eines zu engen Wirbelkanals durchgeführt, da man nur mit diesem Verfahren eine Entlastung der Nervenwurzeln erreichen kann. Die Risiken durch die Erweiterung des Spinalkanals unterscheiden sich nicht von denen bei einer mikrochirurgischen Bandscheibenoperation.

Wir wünschen Ihnen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. F. Sommer /so

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