Labrumabriss in Schulter oder doch was anderes?
Frage vom Thu 10. Jun 2010 23:08
Hi,
ich bin 26 Jahre und spiele Handball.
Da meine rechte Schulter das letzte Jahr öfters beim Werfen weh getan hat, bin ich dann schließlich zum Arzt gegangen.
Der Befund des MRT's: Verdacht auf Labrumabriss.
Der Arzt empfahl eine offene OP zur Fixation.
Ein Monat später war ich bei einem anderer Arzt, für eine Zweitmeinung.
Dieser sagte, dass die MRT-Bilder von schlechter Qualität sind und schickte mich zum Arthro-CT.
Befund CT: alles in Ordnung.
Da ich trotzdem Schmerzen in der Schulter bei Dehnung nach hinten etc. habe (mal stärker mal schwächer), empfahl mir der Arzt arthroskopisch hinein zu schauen und bei Bestätigung des Labrumabrisses diesen mit dem Pushlock-Verfahren arthroskopisch zu fixieren.
Das seltsame an der ganzen Sache ist, dass meine Schulter noch nie ausgekugelt/luxiert o.ä. war (was anscheinend in der Regel die Ursache für einen Labrumabriss ist bzw. danach auftritt).
Bei Dehnung nach hinten habe ich zwar Schmerzen, allerdings scheint die Schulter nicht instabil zu sein.
Sind jemandem ähnliche Probleme bekannt?
Könnte es was anderes wie ein Labrumabriss sein?
Ist eine arthroskopische OP zu empfehlen?
Gibt es weitere Alternativen, welche ich ausprobieren könnte (alternative Untersuchungsmethoden, Drittmeinung, Kraftübungen...)?
Gruß
Karl
Antwort vom Wed 30. Jun 2010 10:06
Sehr geehrter Herr K.,
der MRT-Befund ist doch mit dem Verdacht auf Labrumabriss eindeutig. Dies ist auch passend zum Handball-Spiel. Es handelt sich um einen Verschleiß. Das Arthro-CT kann hinsichtlich des Labrum keine Aussage in ausreichender Eindeutigkeit treffen. Empfohlen wäre dann eine arthroskopische Fixation, falls eine Instabilität überhaupt besteht, was auch arthroskopisch nachgewiesen werden kann. Im Weiteren sollte über die Fortführung des Handball-Sports nachgedacht werden.
Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Dr. med. F. Barnbeck / ba
