PRT vs. Wirbelsäulenkatheter

Frage vom Mon 06. Mar 2006 13:42

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einigen Wochen ist bei mir eine Lumboischialgie aufgrund eines BSV (L 5 / S 1) anhand von MRT Aufnahmen festgestellt worden. Seitdem leide ich an Schmerzen, die auf das linke Bein ausstrahen, ohne jedoch erkennbare Lähmungserscheiningen in diesem Bein zu haben. Weder eine manualle Therapie noch verschiedene Schmerzmittel (z.B. Voltaren Dispers) zeigen bislang die erhoffte Wirkung. Nun schaue ich mich nach weiteren Alternativen um.

Wann (d.h. in welchen Fällen) bzw. inwiefern ist eine PRT der Behandlung mit einem epiduralen Wirbelsäulenkatheter nach Prof. Racz vorzuziehen? Viele Patienten klagen darüber, dass auch eine PRT nicht den gewünschten Behandlungserfolg zeigt. Werden die Heilungschancen mit dem Kathether heute höher eingeschätzt als eine PRT Behandlung?

Was ist der Unterschied zu einer PDA bzw. PDI Behandlung?

Mit freundlichen Grüßen,
Jörg Caesar

Antwort vom Tue 21. Mar 2006 10:03

Sehr geehrter Herr C.

bei einer PRT handelt es sich um eine grundsätzlich andere Behandlungsform, als bei einem epiduralen Wirbelsäulenkatheter. Mit Hilfe einer PRT wird direkt an die durch den Bandscheibenvorfall gedrückte Nervenwurzel eine Medikamentenkombination eingebracht, die gegen die Schwellung und gegen die Schmerzen wirkt. Dahingegen wird mit einem Epiduralkatheter im Wirbelkanal, d.h. im Bereich des Bandscheibenvorfalles eine Schmerzstillung, Entlastung der Nervenwurzel und Schrumpfung des Bandscheibenvorfalls bewirkt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Nissl /so

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