Welche Art Eingriff empfehlen Sie mir?
Frage vom Sun 14. Aug 2005 15:55
Befund: Erhaltene Lendenlordose. Die Lendenwirbelkörper er-
scheinen regelrecht konfiguriert. Im Grund- und Deckplattenbe-
reich von LWK4 und 5 fallen Gelenkflächenunregelmäßigkeiten
mit Verschmälerung des Bandscheibenraumes bei Vorliegen
Bandscheibengeschehen auf. Ansonsten an den Wirbelkörpern regelrechtes Knochenmarkssignal. Der Spinal-kanal imponiert normal weit. Konus medullaris in orthotoper
Lage. Neuroforamen soweit beurteilbar bei L4/L5 linksseitig
eingeengt. Umgebende Weichteile ohne Pathologie. Die trans-
versale Schnittführung zeigt bei L3/4 einen 7 mm breiten posteromedialen NPP mit Pelottierung von Duralschlauch und
zentraler Spinalkanalstenose. Einengung der Recessus latera-
lis und beginnende Kompression nervaler Strukturen. Facetten-
hypertrophie. Bei L4/5 fällt neben einer breitbasig zirkulären posteromedialen Bandscheibenprotrusion mediolateral links
eine 4 mm breite Bandscheibenmaterialausziehung im Sinne
eines Übergangs zu einem NPP auf. Der Recessus ist komplett aufgebraucht, die Nervenwurzel deutlich komprimiert.
Zentrale Spinalkanalstenose. Facettenhypertrophie. Breitbasi-ge auf links betonte posteromediale Bandscheibenprotrusion
bei L5/S1 ebenfalls mit relativer Spinalkanalstenose. Facetten-
hypertrophie, kein NPP Hinweis in dieser Höhe.
Antwort vom Thu 25. Aug 2005 12:08
Sehr geehrter Herr F.,
die Befunde der Bildgebung sind sehr wichtig. Allerdings ist die Art der Beschwerden für die Weiterbehandlung genauso wichtig. Man will ja vor allem die Beschwerden lindern und nicht die Bilder sanieren. Nicht jede Veränderung, die darstellbar ist, bereitet auch Beschwerden. Wahrscheinlich bestehen bei Ihnen ausstrahlende Beschwerden. Da sich bei Ihnen Veränderungen in mehreren Etagen abspielen, könnte beispielsweise eine minimal invasive Kathetertechnik auf Ihre Beschwerden einen lindernden Einfluss haben. Wir würden Sie jedoch bitten, uns noch zusätzliche Informationen bezüglich Ihrer Beschwerden zukommen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.med. R. Schneiderhan
