Kernspintomografie (MRT)

Bei der Kernspintomografie, oder auch Magnetresonanztomografie (MRT), werden innere Organe und Gewebe mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen dargestellt. Die Kernspintomografie liefert somit detaillierte Schnittbilder des Körpers, ganz ohne Röntgenstrahlen.

Während unsere Patienten bequem auf der Liege des MRT-Gerätes liegen, bringen starke Magnetfelder die Wasserstoffkerne in ihrem Körper zum Schwingen. Durch den unterschiedlichen Wasserstoffgehalt lassen sich die einzelnen Gewebe auf den entstehenden Schnittbildern gut voneinander abgrenzen.

Besonders nicht knöcherne Strukturen wie Organe, Gehirn, Gefäßsystem und Herz, aber auch Gelenkknorpel, Meniskus oder Bandscheiben lassen sich mit diesem Verfahren gut untersuchen.

Durch die kurze Untersuchungsdauer und da das MRT-Gerät ohne Röntgenstrahlen auskommt eignet es sich auch für Babys, Schwangere oder für eine Ganzkörperuntersuchung. Auch wiederholte Untersuchungen sind ohne schädliche Effekte möglich.

Ausstattung

Unser Kernspintomograf, ein 1,5 Tesla der Firma Siemens, verfügt über modernste Ausstattung für eine bestmögliche diagnostische Aussagekraft. Dank 8- statt 4-Kanal-Spulen-Technik erreichen wir mit diesem Gerät besonders bei Wirbelsäulen- und Gelenkuntersuchungen die bestmögliche Bildqualität.

Die Röhre ist sowohl hinten als auch vorne offen und Sie liegen bequem – dies vermeidet klaustrophobische Gefühle. Über eine Sprechanlage können Sie jederzeit mit unserem Personal kommunizieren, das den MRT-Raum einsehen kann. Zusätzlich erhalten Sie eine Notfallklingel, mit der sie sich gegebenenfalls bemerkbar machen können.

In gewissen Abständen erzeugt das Gerät starke Klopfgeräusche. Sie erhalten von uns Ohrstöpsel oder Kopfhörer, um die Lautstärke zu dämpfen.

Ablauf

Vor der Untersuchung können Sie wie gewohnt essen und trinken. Schmuck und metallische Gegenstände wie Uhren, Haarspangen, Zahnprothesen oder Hörgeräte müssen im Vorfeld abgelegt werden. Gleiches gilt für Chip- und Kreditkarten, die durch das starke Magnetfeld zerstört werden.

Die Dauer der Kernspintomografie ist abhängig von der untersuchten Region und beträgt im Schnitt etwa 20 bis 30 Minuten. Damit deutliche und scharfe Bilder entstehen, ist es wichtig, dass Sie während der gesamten Untersuchung ruhig liegen und gleichmäßig atmen.

Falls erforderlich, injiziert der Arzt ein sogenanntes Kontrastmittel in eine Vene. Dadurch lassen sich auf den entstehenden Bildern die einzelnen Gewebestrukturen besser voneinander abgrenzen. Das Kontrastmittel ist in der Regel gut verträglich, schwere allergische Reaktionen treten extrem selten auf.

Zu beachten

Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie unter Klaustrophobie leiden. Sie können dann vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel erhalten. Da unser Gerät vorne und hinten offen ist, bleiben Einengungsgefühle jedoch gewöhnlich aus.

Wer Tätowierungen, eine Spirale zur Empfängnisverhütung oder metallhaltige Prothesen trägt, sollte dies dem Arzt vorher ebenfalls unbedingt mitteilen.

Da bei der Kernspintomografie starke Magnetfelder erzeugt werden, eignet sich die Untersuchungsmethode nicht für Patienten mit elektronischen Implantaten wie Herzschrittmachern, Insulinpumpen oder Nervenschrittmachern. Auch Herzklappen aus Metall stellen eine Kontraindikation für MRT-Untersuchungen dar.



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