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 Fragen und Antworten 

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 OP-wirklich nötig?
Nach dem folgendem Befund "relativ deutlicher li.-mediolateraler Prolaps lumbosakral mit höhergradiger Kompression der Wurzel S1 links, marginal evtl. auch L5 links am Eintritt ins Foramen. Begleitend nur gering-fügige knöcherne Degeneration. Höhenminderung des Bandscheibensegmentes. Keine knöchernen Foramenstenosen. Kein florider Prozeß. Grenzwertige Protrusion LWK 4/5 mit nur fraglicher L5-Alteration bds" möchte ich Sie fragen ob eine OP wirklich nötig ist ? Können Sie mir mit einer anderen Methode helfen und werden die Kosten von der AOK vollständig übernommen ?



von Walentzak Johann  |  am 2001-09-13 18:46:10

 Antwort: OP-wirklich nötig?
Sehr geehrter Herr Walentzak,

Ihre Mail habe ich erhalten. Nach Durchsicht Ihrer Informationen ergibt sich zunächst folgende Diagnose: Bandscheibenvorfall mediolinkslateral L5/S1 mit Wurzelbeteiligung S1, Bandscheibenprotrusion L4/L5 mit fraglicher L5 Wurzelbeteiligung. Die von Ihnen geklagten Beschwerden dürften nach meiner Einschätzung zweifelsfrei von den oben beschriebenen Veränderungen herrühren. Eine Operationsindikation im Sinne einer klassischen Bandscheibenoperation würde ich nur dann sehen, wenn massive Ausfallserscheinungen wie z.B. Lähmungserscheinungen oder Blasen-Mastdarm-Störungen vorliegen würden. In allen anderen Fällen würde nach meiner Einschätzung eine konservative Behandlung die erste therapeutische Maßnahme darstellen. Diese Behandlung beinhaltet physikalische und krankengymnastische Behandlungen, ggf. lokale Injektionsbehandlungen und medikamentöse Behandlungen. Sollten diese Behandlungsmethode nach vier Wochen zu keiner deutlicher Besserung des Beschwerdebildes geführt haben, dann sollten minimal invasive Therapieverfahren wie z.B. die minimal invasive epidurale Neurolyse und Neuroplastik mittels Wirbelsäulenkathetertechnik oder ggf. eine Laserbehandlung der Bandscheibe diskutiert werden. In beiden Fällen müßte ein Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse gestellt werden. Teilweise werden diese Behandlungskosten von den Versicherungen vollständig oder teilweise übernommen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Schneiderhan


Dr. med. R. Schneiderhan  |  am 2001-10-12 16:25:06


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