Bandscheibenprothese

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Bandscheibenprothese oder Spondylodese?
Guten Tag,
ich ( 38 Jahre ) hatte im Juli 2003 nach einem Bandscheibenvorfall mit Fußsenkerparese im li. Bein eine Postnukleotomie L5/S1. Die Schmerzen waren danach nur geringfügig besser. Heute ein Jahr später sind diese im Stehen, Liegen und Sitzen teilweise unerträglich. Neuer MRT Befund
wurde von 3 Fachärzten begutachtet. Alle drei stellten die gleiche Diagnose: Instabilität, Postnukleotomiesyndrom, völlige Destruktion der Bandscheibe L5 / S1 und sowie Ostechondrose.
Alle haben als Therapie die Bandscheibenprothese oder Spondylodese empfohlen, mit dem Hinweis das eine konservative Therapie sowieso nichts mehr bringt.

Nachdem ich mich über diese beiden Eingriffe informiert habe, bin ich völlig im Zweifel, ob diese Operationen ohne jeglichen Versuch der konservativen Behandlung durchgeführt werden sollen. Vorallem mit dem Hintergrung, dass ich beruflich sehr stark eingespannt bin (selbstständig) und ich mir eine lange Ausfallzeit überhaupt nicht erlauben kann und auch nach einer OP schnell an den Arbeitsplatz zurück muss.

Eine Schmerztherapie möchte ich wegen der möglichen Nebenwirkungen nicht durchführen lassen. Nehme auch momentan keine schmerzmittel ein.

Ist denn eine rein physikalische Therapie völlig aussichtslos? Für Ihre Antwort danke ich vorab .

Mit freundlichen Grüßen
MS


von M. S. | am 2004-08-06 08:51:59

Antwort: Bandscheibenprothese oder Spondylodese?
Sehr geehrte Frau Sp.,
eine physikalische Therapie ist durchaus nicht völlig aussichtslos. Sie sollte sogar unbedingt zunächst versucht werden. So lange keine neurologischen Ausfallserscheinungen bestehen, können Sie ggf. versuchen, durch eine gezielte Beübung der Stütz- und Haltemuskulatur des Rückens und des Bauches eine Linderung zu erzielen. Unterstützend können Medikamente eingesetzt werden oder auch gezielt beispielsweise unter Röntgenkontrolle irritierte Strukturen angespritzt werden. Sollte dies keine wesentliche Besserung erzielen, gibt es evtl. eine Reihe so genannter minimal invasiver Möglichkeiten, unter denen man gegebenenfalls nach genauer Prüfung der Befunde eine auswählen kann. Eine offene Operation könnte nötig werden, steht jedoch nicht unbedingt an erster Stelle.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Sigel


Dr.med. A. Sigl | am 2004-09-06 10:12:02


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