Bandscheibenvorfall. Bandscheibenvorwölbung

"Diagnose Bandscheibenvorfall/Arthrose Lösung: künstliche Bandscheibe einsetzen". Patientenforum Lendenwirbelsäule.



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Bandscheibenvorfall und Arthrose

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 Diagnose Bandscheibenvorfall/Arthrose Lösung: künstliche Bandscheibe einsetzen
Gestern erhielt ich die Diagnose meines Arztes, dass ich (42 J) einen Bandscheibenvorfall (Beckenbereich) habe sowie beginnende Arthrose derselben. Aufgrund der Instabilität, die ich auch deutlich bei Bewegung bemerke riet man mir zum Einsatz einer künstlichen Bandscheibe als Mittel der Wahl. Ist dies tatsächlich das Mittel der Wahl für mich? Ich bin zu 80 % schmerzfrei, da der Vorfall nicht ständig auf den Nerv drückt, jedoch habe ich alle sportlichen Aktivitäten eingestellt, was meine Lebensqualität einschränkt.

von S. B.   |  am 2003-05-07 10:21:55

 Antwort: Diagnose Bandscheibenvorfall/Arthrose Lösung: künstliche Bandscheibe einsetzen
Sehr verehrte Frau B.,

die Implantation einer Bandscheibenprothese im Bereich der Lendenwirbelsäule ist schon eine größere Operation (Operationszeit ca. zwei Stunden). Über einen Operationszugang durch den Bauchraum wird die Lendenwirbelsäule von vorne dargestellt, die Bandscheibe komplett entfernt und, nachdem die Wirbelkörper etwas auseinander gespreizt wurden, eine künstliche Bandscheibe (Zwischenwirbelprothese) implantiert. Die Indikation für diesen Eingriff besteht dann, wenn Patienten eine schwere Band-scheibenabnutzung mit entsprechend schweren, chronischen Rückenschmerzen haben. Die Patienten sollten unter 65 Jahre alt sein und es sollte keine wesentliche Osteoporose (Knochenschwund) bestehen.

Wenn, wie bei Ihnen, nur zeitweise Schmerzen bestehen und Sie zu 80% schmerzfrei sind, scheint die Indikation für die große Operation eher fraglich zu sein. Auch ist nicht sicher, ob Sie nach der Bandscheibenprothesenimplantation wieder alle gewohnten Sportarten betreiben können. Vor einer Operation sollten Sie sich eine zweite Meinung eines Wirbelsäulenoperateurs einholen, welcher möglichst auch Erfahrungen mit der Bandscheibenprothese hat.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. R.-O. Oeljeschläger
Facharzt für Neurochirurgie




Dr. med. R.-O. Oeljeschläger  |  am 2003-05-15 15:13:59


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