Diskographie und intradiskale Injektionsverfahren
Injektion eines Röntgenkontrastmittels mittels feiner Nadel in die Bandscheibe
Nach örtlicher Betäubung wird eine feine Kanüle im Winkel von ca. 50 Grad von der Seite bis in die Mitte der Bandscheibe vorgeschoben.
Nach Gabe von etwa 1 ccm Kontrastmittel in den Bandscheibenraum wird der Patient bezüglich seiner Beschwerden befragt.
Eine exakte Aussage über die krankhaft degenerierte Bandscheibe kann getroffen werden. Nach durchgeführter Diskographie
(siehe oben) werden beim Vorliegen von Schmerzangaben durch den Patienten nach Kontrastmittelgabe unterschiedliche Medikamente
durch eine feine Kanüle in die Bandscheibe injiziert.
Neben einem Lokalanästhetikum bzw. einer verdünnten Kortisonlösung können auch Opiate intradiskal (direkt in die Bandscheibe
zur direkten und gezielten Schmerzbehandlung eingespritzt werden.
Indikation
- Bandscheibenschmerz
- Bandscheibenverschleiß
- Bandscheibenvorwölbung
- Bandscheibenvorfall
Stellenwert
Eine gezielte und effektive Schmerzbehandlung bei isoliertem Bandscheibenschmerz wird durch diese Behandlungsmethode möglich.
Abhängig von der Verschleißsituation können mehrere Bandscheiben behandelt werden.
Vorteil
Wenig invasives Verfahren, das ambulant in unserer Praxisklinik durchgeführt werden kann.
Nachbehandlung
Eine Woche nach dem Eingriff sollte eine abgestimmte Physiotherapie beginnen. Teilweise setzen wir für die ersten zwei Wochen
ein bequemes Korsett ein.
Arbeitsfähigkeit
Leichte körperliche Arbeiten wie z.B. Bürotätigkeiten können nach einer Woche wieder aufgenommen werden. Körperliche Arbeiten
sollte man in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff vermeiden.
Sportaktivitäten
Körperliche Belastungen sowie sportliche Aktivitäten sind zwei Wochen nach dem Eingriff wieder möglich.
Ergebnisse
In der nationalen und internationalen Literatur werden Erfolgsquoten von über 80 % angegeben.
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