Laserbehandlung der Bandscheibe
Bandscheibenschmerz. Behandlung mit Laser kurzgefaßt
Warum eine Behandlung der Bandscheibe mit Laser? Laser hilft, die Produktionsstätten der Nervenübertragungsstoffe zu zerstören, unterbricht somit die Weiterleitung von Schmerz, der von der Bandscheibe ausgeht und an das Gehirn übermittelt wird. Die Schmerzen können beseitigt werden. Bei Bandscheibenschmerz kennen wir u.a. folgende Indikationen, bei denen der Einsatz der unten beschriebenen Behandlungsmethode in Frage kommt:
- ein Bandscheibenvorfall
- Schmerzen nach einer Bandscheibenoperation
- eine Bandscheibenvorwölbung
- Bandscheibenschmerz infolge Diskographie
Schmerzen durch Laserlicht beseitigen. PLDD und Nukleotomie. Perkutane Laser-Diskusdekompression (PLDD) meint
gezieltes Platzieren von Laserlicht auf Substanzen innerhalb der Bandscheibe, die erst mit Hilfe der Strahlen aktiviert
werden und ihre Wirkung entfalten.
Hierbei kommt es zu folgenden therapeutischen Effekten:
Schrumpfung des Bandscheibengallertkernes und Bandscheibenringes mit den anhaftenden vorgefallenen Bandscheibenanteilen
(Shrinking-Effekt). Schon durch geringe Volumenreduzierung des die Nervenwurzel komprimierenden Gewebes kommt es oft spontan
während des Laservorganges zum Abklingen des radikulären (ausstrahlenden) Schmerzes. Der "Ischiasschmerz" wird beseitigt.
Ausschaltung von schmerzsensiblen Nerven-Strukturen (Schmerzfasern) bzw. Denervierungen der Schmerzrezeptoren des
Bandscheibenringes und des nervenführenden hinteren Längsbandes der Wirbelsäule. Wärme zerstört den SchmerzDurch die wärmebedingte Einschmelzung von
Bandscheibengewebe (Wärmeeffekt) mit Hilfe des Lasers kommt es zur Zerstörung der Produktionsstätten der Nervenübertragungsstoffe
(L-Glutamat, Substanz-P, Peptide und Chinine) und damit zur Unterbrechung der Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn und
so zur Beseitigung der meist chronischen Schmerzen. Durch den Laservorgang in der Bandscheibe wird das Kollagengewebe des Faserringes
umgewandelt, kleinere Bandscheibeneinrisse werden wieder verschlossen. Der Faserring wird stabilisiert und ein Zusammensinken
(Absenken) des Zwischenwirbelraumes und die Gefahr der Ausbildung eines Postnukleotomiesyndromes (Beschwerden durch Höhenverlust
der Bandscheibe nach z.B. Operation) verhindert.
Indikation
- Bandscheibenvorwölbung oder -vorfall
- Bandscheibenverschleiß
- Postnukleotomiesyndrom (Schmerzen nach Bandscheibenoperation)
- Bandscheibenschmerz, der durch Diskographie (Röntgenbild mit Kontrastmittel zur Bandscheibendiagnostik) ausgelöst werden kann
- Bandscheibenschmerz, der durch intradiskale Injektion (mittels feiner Nadel in die Bandscheibe) von Lokalanästhetika reduziert werden kann
Stellenwert
Eine effektive und gezielte Schmerzbehandlung bei Erkrankungen der Bandscheibe kann erzielt werden. Der zusätzliche
Schrumpfungs-Effekt (Shrinking) der Bandscheibe führt zu einer wirksamen Entlastung der betroffenen Nervenwurzel.
Vorteil
Wenig invasives Verfahren, das ambulant in unserer Praxisklinik durchgeführt werden kann. Die intradiskale, gezielte
Schmerzbehandlung erreicht über den Koagulationseffekt (Hitzeverödung, Verdampfung) eine effektive Behandlung des Bandscheibenschmerzes.
Das die Bandscheibe ersetzende intradiskale Ersatzgewebe verhindert ein Zusammensinken des Zwischenwirbelraumes und somit das Auftreten
eines Postnukleotomiesyndroms (Schmerzen nach Bandscheibenoperation).
Nachbehandlung
Zwei Wochen nach dem Eingriff sollte eine abgestimmte Physiotherapie beginnen. In den ersten zwei Wochen erhält der Patient
ein komfortables, individuell angefertigtes Kunststoffkorsett. Dieses stützt beim Sitzen sowie bei bestimmten Bewegungen.
Schwerpunkte sind isometrischer Muskelaufbau sowie Haltungs- und Bewegungstraining.
Arbeitsfähigkeit
Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten können nach ein bis zwei Wochen wieder aufgenommen werden.
Körperlich belastende Arbeiten sollten in den ersten vier Wochen unterbleiben. Sie können dann langsam gesteigert werden.
Sportaktivitäten
Schwimmen, Radfahren (möglichst aufrechte Oberkörperhaltung) sind nach drei Wochen möglich. Joggen auf weichem Boden nach
frühestens vier Wochen. Alle anderen Sportarten sollten je nach Belastungsintensität und Belastungsmuster erst ab der
fünften Woche langsam steigernd aufgenommen werden.
Ergebnisse
In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 % angegeben.
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