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Behandlungsmethode für Sequester
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| Bandscheibenvofälle mit Sequester-Welche Behandlungsmethode? | Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe seit mehreren Jahren Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Auszug aus dem Befund einer Kernspintomographie im Jahr 2000: ...besteht weiterhin der V.a. einen freien Sequester intrarecessal rechts in Höhe LWK 4, entweder caudaler Seque.aus dem Segment LWK 3/4 oder cranialer Seque. aus dem Segm. LWK 4/5...
Nach jahrelangen Versuchen, die Schmerzen auf konventionelle Art in den Griff zu bekommen, sind die Schmerzen zur Zeit wieder fast unerträglich. Ich habe Beschwerden, überwiegend rechtsseitig, Taubheitsgefühle bis in das ganze rechte Bein, kann weder lange sitzen, stehen, gehen,(liegen geht einigermaßen) geschweige denn Sport machen. Jetzt bín ich auf der Suche nach Hilfe bzw. Beratung. Die Maßnahmen meines Hausarztes beschränken sich auf das Verschreiben von Schmerztabletten und die Gabe von Spritzen, was keinen wesentlichen Erfolg gebracht hat, weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart.
Wie finde ich gute und "richtige" Beratung/den richtigen Arzt/die richtige Klinik?
Operation- Ja oder Nein?...
Freue mich auf ihre Antwort
Vielen DANK
von F. L. | am 2003-01-15 22:32:02
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Antwort: Bandscheibenvofälle mit Sequester-Welche Behandlungsmethode? |
| Sehr geehrter Herr L.,
die Ursache der von Ihnen geschilderten rechtsbetonten Schmerzen und Taubheitsgefühle ist mit großer Wahrscheinlichkeit, so wie von Ihnen vermutet, der bekannte, verlagerte Bandscheibenvorfall. Da Sie schon jahrelang Beschwerden haben, ist sicherlich in Ihrem Fall ein operativer Eingriff zu diskutieren. Bei bestimmten, verlagerten Vorfällen, kann sehr elegant mit Hilfe eines Endoskops in lokaler Betäubung der Bandscheibenvorfall entfernt werden. Hierbei wird seitlich von hinten mit der Endoskopsonde über eine natürliche Öffnung der Wirbelsäule in den Wirbelkanal vorgegangen und der Vorfall unter Kamerasicht entfernt.
Sollte dieser Eingriff bei Ihnen aus anatomischen Gründen nicht sinnvoll sein, käme als schonende Alternative die sogenannte endoskopisch assistierte Bandscheibenoperation in Betracht. Dabei wird durch einen endoskopischen Arbeitskanal der Wirbelkörper mit feinen Instrumenten eröffnet und anschließend die eingeklemmten Nervenstrukturen dargestellt. Die Nerven werden vorsichtig zu Seite mobilisiert und der Vorfall entfernt. Dieser Eingriff sollte vorzugsweise in Vollnarkose erfolgen und erfordert einen stationären Aufenthalt von ca. 4 bis 5 Tagen.
Nur selten ist, bei extremen abnutzungsbedingten Veränderungen der Wirbelsäule eine offene Operation nötig. Hierbei würde man aber ein Mikroskop verwenden und so den Hautschnitt auf 3 cm begrenzen können, so dass auch dieser Eingriff gut vertragen wird.
Zur genaueren Beurteilung welche Operation für Sie in Betracht kommt, wäre eine Vorstellung bei einem Neurochirurgen mit vorher angefertigten, aktuellen Kernspintomografieaufnahmen empfehlenswert.
Mit freundlichem Gruß
Dr. med. R.-O. Oeljeschläger
Facharzt für Neurochirurgie
am 2003-01-24 11:51:52
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