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ISG-Blockaden
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| Teufelskreis ISG | Hallo!
Ich habe nun schon seit mehreren Jahren ständig ISG-Blockaden, die mittlerweile auch ins Knie ausstrahlen. Ich komme mir mit meinen fast 20 schon wie eine alte Frau vor... sitzen ist -wenn überhaupt - gerade mal eine Stunde lang möglich, dann muss ich wegen den Schmerzen aufstehen und umhergehen.
Nun war ich letzte Woche mal wieder beim Orthopäden. Ich wurde wie immer eingerenkt (was sehr leicht ging, weil schon alles völlig ausgeleiert ist - leider kann ich es nicht selber...) und mein Arzt zeigte mir Übungen zur Stärkung des LWS- und unteren Bauchbereichs. Ich habe die Übungen gemacht und sogar noch andere, die ich noch von der KG von früher kannte.
4 Tage nach dem Einrenken war die Blockade wieder da.
Ist es jetzt überhaupt sinnvoll, Muskulaturstärkende Übungen zu machen, wo das ISG doch nicht mehr am richtigen Platz ist?? Ich kann nie so schnell die Muskulatur aufbauen, wie das Kreuzbein blockiert.
Was soll ich jetzt machen??
Übungen ja oder nein?? (Habe Angst, dass das ISG dann durch die immer stärker werdenden Muskeln am falschen Platz gehalten wird--- und das kann es ja auch nicht sein).
Habe mich inzwischen schon an meine Schmerzen gewöhnt, ich würde mich aber tausend mal lieber daran gewöhnen, in diesem Bereich keine Schmerzen mehr zu haben.
Danke für Ihre Antwort!
von M. S. | am 2004-04-10 10:31:48
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Antwort: Teufelskreis ISG |
| Sehr geehrte Frau Sch.,
ich würde Ihnen primär eine kernspintomographische Untersuchung empfehlen, um sicher zu gehen, dass nicht ein etwaiger Bandscheibenvorfall für die von Ihnen geschilderten Beschwerden verantwortlich ist. Auch eine Arthrose der so genannten kleinen Wirbelgelenke verursacht häufig ähnliche Beschwerden. Lokale Injektionen unter Durchleuchtungskontrolle können hier näheren Aufschluss geben. Sollte tatsächlich das ISG beschwerdeverursachend sein, besteht die Möglichkeit einer so genannten Radiosynoviorthese, bei der ein Medikament in das ISG gespritzt wird, das zu einer Verödung der Gelenkinnenhaut beziehungsweise der dort liegenden Schmerzfasern führt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2004-04-16 16:30:35
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MRT-Untersuchung keinen Aufschluss gebracht | Hallo!
Ich habe mich jetzt genauer untersuchen lassen, aber die kernspintomographische Untersuchung hat keine gravierenden Schäden (Entzündungen oder morphologische Veränderungen) aufgezeigt (lediglich die stärkere Belastung des rechten ISGs, wo ich auch die Schmerzen habe). Physiotherapie hat bisher trotz täglicher Übungen auch noch keine Besserung gebracht und ich frage mich, was ich jetzt tun soll. Mein Orthopäde meinte, das seien funktionelle Schmerzen, die ich hätte und ich könnte es mal mit Osteopathie versuchen. Allerdings bin ich demgegenüber sehr skeptisch. Was halten Sie für die bessere Lösung: weiterhin Krankengymnastik machen oder zu einem Osteopathen gehen??
von M. S. | am 2004-05-05 14:47:09
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Antwort: MRT-Untersuchung keinen Aufschluss gebracht |
| Sehr geehrte Frau Sch.,
die Osteopathie ist sicherlich eine sehr empfehlenswerte Behandlungsmethode bei funktionellen Rückenschmerzen, die sich nicht z.B. auf einen Bandscheibenvorfall zurückführen lassen. Auch die Akupunktur oder eine vorübergehende Schmerztherapie mit geeigneten Medikamenten kann diesbezüglich eine länger anhaltende Beschwerdefreiheit bringen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2004-05-12 10:04:25
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