Zurückspritzen von Eigengewebe in die Bandscheibe

"Muskuläre Dysbalance - aber wodurch????". Patientenforum Lendenwirbelsäule.



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Muskuläre Dysbalance

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 Fragen und Antworten 

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 Muskuläre Dysbalance - aber wodurch????
Hallo,
seit ungefähr 8 Jahren leide ich unter Störungen, für die noch niemand wirklich eine Ursache gefunden hat:
Im Liegen habe ich das Gefühl, daß in meinem Bein (Knöchel-Bereich) sich ein Muskel oder Sehne (?) total anspannt, dies führt dann zu einem Bewegungszwang des linken Fußes, da dadurch eine Linderung eintritt. Beim Gehen treten bei diesen Muskelanspannungen (?) Gefühlsstörungen auf, wie wenn man plötzlich hochfedert und dann auch wieder einsinkt, irgendwie scheint wohl die Muskelanspannung gestört zu sein. Das Bein fühlt sich dann auch irgendwie "gummiartig" an und man läuft wie auf einer Gummimatte! Vielleicht noch ein Beispiel: Wenn ich mich auf ein Bein stelle und mit dem anderen auf und ab wippe - stellt sich nach ungefähr 10x Wippen des rechten Beines im linken ein Gefühl ein, wie wenn ich mit einsinke und wieder "hochkomme" - also auch ein richtiges auf und ab. Außerdem fühlt sich das Fußgelenk irgendwie instabil an!
Es wurden bereits sehr weitreichende Untersuchungen durchgeführt, (CT, MRT gesamte WS, Schädel, NLG und Muskeltests, EEG) allerdings alles ohne Befund bis auf eine Bandscheibenvorwölbung im Bereich L5/S1, die lt. Neurologe dafür aber nicht ausschlaggebend sein soll! Alle Untersuchungen liegen aber mind. 5 Jahre zurück.
Ich bin seit langem bei einem Orthopäden in Behandlung, der eine musk.Dysbalance + ISG-Blockade diagnostiziert hat und diese wird mit Massagen (Faszientechnik) behandelt. In der letzten Zeit hatte ich auch kaum Beschwerden, manchmal meine ich jedoch, daß die Beschwerden bei Wetterverschlechterung etc. zunehmen und so sind auch heute wieder diese Gefühlsstörungen bes. im linken Bein aufgetreten (links ist immer schlimmer - manchmal aber auch bds). Außerdem bin ich z.Zt. in der 10.SSW, so daß ich jetzt auch nicht schon wieder mit großen Untersuchungen anfangen will! Kann das Wiederauftreten (letzte Zeit war ziemlich o.k.!) auch mit der SS zu tun haben???
Was könnte denn Ihrer Meinung nach für eine Störung vorliegen und vor allen Dingen: was kann ich dagegen tun????
Vielen Dank und viele Grüße
G.S.

von G.   |  am 2004-08-21 12:09:26

 Antwort: Muskuläre Dysbalance - aber wodurch????
Sehr geehrte/r Patient/in,
offensichtlich wurden Sie schon genauestens durchuntersucht. So wie Sie die Beschwerden beschreiben, würde man am ehesten eine Störung im neurologischen Bereich vermuten. Während der Schwangerschaft können sich solche Beschwerden durchaus vorübergehend verstärken. Sollten alle Behandlungsversuche nicht zum Erfolg führen, könnte man in Erwägung ziehen, die Bandscheibenvorwölbung trotzdem zu behandeln, auch wenn Sie in erster Linie nicht für alle Ihre Beschwerden verantwortlich scheint.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel


Dr.med. A. Sigl  |  am 2004-09-06 10:38:30


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 Nochmal zu "Muskuläre Dysbalance"????
Sehr geehrter Herr Dr. Sigel,

da ich momentan irgendwie nicht weiterkomme und mein Orthopäde im Urlaub ist, wende ich mich nochmals an Sie. Erstmal vielen Dank für Ihre letzte Antwort!

Vom Gefühl her würde ich diese Störung eher der Orthopädie zuordnen (also mehr Hard- als Software - so als Vergleich) - z.Zt. habe ich ein Empfinden, wie wenn der ganze Steißbein/LWS-Bereich total fest und verspannt ist und auch zum Teil ausstrahlende Schmerzen in beiden Beinen. Dies kommt allerdings nicht sehr häufig vor. Allerdings ist meist dieses verspannte/harte Gefühl im unteren Rückenbereich und dann stimmt auch irgendwie die Muskelspannung im linken Bein nicht, so daß ich z.B. heute speziell beim Kurvenlaufen nach links das Gefühl habe, das Bein federt hoch!!! Auch beim Bücken fährt manchmal z.B. so ein komisches Druckgefühl in den LWS/Kreuzbeinbereich.

Neurologisch wurde ja bereits mehrfach alles abgeklärt und wirklich keinerlei Störungen gefunden - das beruhig einerseits, andererseits weiß ich auch nach Jahren nicht, woran ich leide! Ein Neurologe mit sehr gutem Ruf gab mir vor Jahren jedenfalls den Rat, ich solle mir einen sehr guten (!!!) Orthopäden suchen. Also ging seine Vermutung wohl eher in diese Richtung!?

Habe nochmals die alten Untersuchungsberichte hervorgekramt - hier mal ein kurzer Ausschnitt:

1.) Orthopäde: Diskrete Beckenabsenkung re, Sacrum acutum, Rotation der BWS nach re.-dorsal mit Schulterhochstand li. Rotation HWS li.re. 100/0/85, Mobilitätsmind. bei C1/2 nach re, Blockade des re. Kopfgelenkes, ferner Mobilitätsmind. bei C2/3 und C3/4 re. Mobilitätsmind. des re.ISG, Dehnschmerz des Ligamentum iliolumbalde sowie d.Ligamentum sacrotuberale re. Keine sensiblen od.mot.Ausfälle d.Extremitäten, lebhafter PSR u.ASR. Schmerzhafte Irritationszone d.cranialen ISG re sowiie verstärkter Druckschmerz d.Spina iliaca post.sup.re. Druckschmerzhaftes Ligamentum sacrotuberale li. > re..
Die Nativ-Röntgenaufnahme der LWS zeigt ein grenzwertiges Sacrum acutum, leichte Seitausbiegung nach li, sonst o.B.
Rö.-Aufnahme HWS: Li.-Lateralisation des Atlas, ansonsten unauffällig.

2.) Befund CT LWS: L5/S1 - Der Discus weist eine eminimale median gelegene Vorwölbung auf, welche vorwiegend im epiduralen Fettgeweber zur Darstellugn kommt.

Ansonsten war bei allen Untersuchungen alles unauffällig und ein entzündliches oder raumforderndes Geschehen im Bereich des Gehirnes/WS wurde mehrfach ausgeschlossen!
Erwähnen möchte ich noch, daß ich Endometriose, Grad IV, habe und wohl auch Verwachsungen im Bauchraum. Von Prof. Schweppe erhielt ich dazu folgende Auskunft: " Beeinträchtigungen der motorischen oder sensiblen Versorgung der Beine durch eine ausgedehnte Endom..-Erkrankung im kleinen Becken sind bekannt....!!
Leider bin ich aber auch auf diesem Wege bisher nicht weitergekommen, zumal ich in den letzten Jahren keine Endo-Beschwerden hatte!

Sorry für den vielen Text! Vielleicht können Sie sich aus den erwähnten Diagnosen noch einen Zusammenhang mit meinen Beschwerden machen????

Also nochmals ganz vielen Dank und viele Grüße

G.Sing

von G.   |  am 2004-09-08 10:47:15

 Antwort: Nochmal zu "Muskuläre Dysbalance"????
Sehr geehrte Frau S.,

grundsätzlich sind die von Ihnen beschriebenen Befunde geeignet, um Beschwerden hervorzurufen, wie sie bei Ihnen auftreten. Allerdings erscheinen diese Veränderungen zunächst nicht notwendigerweise einen Eingriff zu erfordern. Zumeist lassen sich solche Beschwerden auf konservativem Wege in den Griff bekommen. Zu empfehlen ist eine spezielle Physiotherapie ev. in Verbindung mit Wärmeanwendungen um die Muskulatur zu optimieren. Sollten die Ausstrahlungen zunehmen oder öfters bestehen, kann beispielsweise auch gezielt die betroffene Nervenwurzel infiltriert werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. A. Sigel


Dr.med. A. Sigl  |  am 2004-09-20 11:46:25


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 Sorry - aber noch eine Frage!!!
Guten Abend,
nochmals vielen Dank für Ihre Antworten!
Sie schreiben, man könnte evtl. bei anhaltenden Beschwerden... die betreffende Nervenwurzel infiltrieren! An welche Nervenwurzel denken Sie hierbei (L5/S1????).
Bisher wird ja durch manuelle Therapie mehr versucht, die Bänder, welche wohl alle im ISG-Bereich ziemlich instabil sind, zu beeinflussen und zwar mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg und das seit 9 Jahren!!! Irgendwie ist das alles schon sehr zermürbend!!
Können diese Bänderprobleme bzw. ISG-Probleme durch eine Störung von L5/S1 ausgelöst worden sein oder evtl. auch durch den HWS-Bereich??? Habe nächste Woche jetzt meinen Orthopäden-Termin und würde ihn dann gerne nochmals gezielt befragen, deswegen nochmals meine Frage an Sie!
Wo finde ich eigentlich Fachleute, die solche Infiltrationen durchführen??? Wäre das in meinem Fall auch bei Ihnen möglich - aber vermutlich ja erst nach der Schwangerschaft????
Nochmals ganz vielen DANK und viele Grüße!

von G.   |  am 2004-09-20 20:40:57

 Antwort: Sorry - aber noch eine Frage!!!
Sehr geehrte(r) Frau/Herr S.,

die Wirbelsäule mit Schulter- und Beckengürtel sollte funktionell als Einheit gesehen werden. Daher bedingen sich Beschwerden oft gegenseitig, bzw. verstärken sich.
Meist infiltriert man mehrere Nervenwurzeln oder auch das ISG. Diese werden von vielen Ärzten durchgeführt. Sinnvoll ist allerdings dies unter Durchleuchtungs- oder CT-Kontrolle durchzuführen. Eventuell können Sie sich diesbezüglich bei Ihrem Orthopäden beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel

Dr.med. A. Sigl  |  am 2004-10-05 11:53:33


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