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Schmerzen durch alte Fraktur
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| Alte LWK5 und BWK12-Fraktur | Guten Tag, sehr geehrte Dame(n), sehr geehrte(r) Herr(en)
Leider muss ich etwas ausholen, da mein Verlobter Läuse Flöhe und Zecken hat.
Also, von 1971 bis 1999 hat er in einem Chemiekonzern bei Frankfurt gearbeitet und ist dort nach einigen kleineren und auch nicht so kleinen Störfällen öfters mit Methylenchlorid (Dichlormethan in Gasform) in Berührung gekommen( durch Einatmung)
Nach Untersuchungen hat man dann MS diagnostiziert. Bis dahin war er noch Fussgänger und sportlich sehr aktiv. Dann hat er auf Anraten eines Arztes an einer Studie in Wiesbaden mit Betaferon (Rebif) teilgenommen. Daraufhin wurde er rollstuhlpflichtig.
Weitere Untersuchungen von Seiten des Artztes wurden eingestellt.Mit Hilfe von KG arbeitet er im Moment daraufhin, wieder auf die Beine zu kommen.
Die Motorik in den Beinen hat sich auch schon sehr verbessert.
Da er jedoch mit zunehmender Belastung oder besonders Nachts im Liegen, in Ruhestellung, sehr sehr extreme Schmerzen im LWS-Bereich(ins li. Bein u. Oberkörper) bekommt, hat man gestern ein LWS- MRT machen lassen.
Dort hat man ein gr. Loch im LWK 5 , bzw. eine alte Fraktur dort festgestellt.
Lieber Doktor, was machen wir jetzt?
Die Radiologien meint, das der wirklich (bewegungsabhängige)starke Schmerz, nicht von der Fraktur herrührt.
Woher aber dann?
Entweder es wird "ALLES" auf die MS geschoben oder die Ärzte wissen auch nicht weiter.
Ist es besser zu operieren (zB. ein Platte am WK) oder soll er einfach nur aufhören wieder auf die Beine zu kommen (was er 100%ig schaffen würde, wenn die Schmerzen nicht wären)?
Was soll er machen ? Keiner ist in der Lage konkret zu sagen: "Das oder Das "würde ich ihnen empfehlen.
Können sie mir/uns einen Rat geben?
Ich habe so viele Fragen.
ZB. wie es mit einer Schmerztherapie aussieht usw.
Eine etwas ratlose und leicht verzweifelte
Juliana Bernholt
von J. B. | am 2004-03-13 13:00:29
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Antwort: Alte LWK5 und BWK12-Fraktur |
| Sehr geehrte Frau B.,
sicherlich handelt es sich hier um eine sehr komplexe Situation. Es wäre prinzipiell davon auszugehen, dass eine MS mit so progredientem Verlauf, wie bei Ihrem Verlobten, Schmerzen in Folge einer Spastik der Muskulatur eintreten. In diesem Fall gibt es Medikamente, die eine solche Spastik bzw. deren Schmerzen lindern können. Hierzu zählt beispielsweise das Baclofen. Gleichzeitig kann es allerdings auch sein, dass hier eine Fraktur im Sinne einer osteoporotischen Sinterungsfraktur des LWK 5 vorliegt. Dies könnte man am besten anhand eines Röntgenbildes entscheiden. Hier gibt es mittlerweile die Möglichkeit einer sogenannten Vertebroplastie. Dieses relativ neue Verfahren kann in einer solchen Situation zu einer signifikanten Schmerzreduktion führen.
Mit freundlichen grüßen,
Dr.Medele
Dr. med. R. Medele | am 2004-03-30 19:31:59
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