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Die Geschichte von Ed aus den USA

Ein Patient mit einer schmerzhaften Entzündung der Rückenmarkshaut berichtet, wie ihm mit der intrathekalen Schmerztherapie geholfen werden konnte.

Das Folgende ist die Geschichte eines Patienten, der sich wegen heftigster Schmerzen einer intrathekalen Schmerzbehandlung unterzogen hat. Medtronic hat sich mit dem Patienten unterhalten und sich seine Geschichte angehört. Sie sollten jedoch wissen, daß dies die individuelle Geschichte eines Patienten ist. Die Behandlungsergebnisse können bei jedem Patienten unterschiedlich sein und nicht jeder reagiert gleich. Fragen Sie Ihren Arzt, ob die intrathekale Schmerztherapie auch für Sie eine geeignete Behandlungsmethode sein könnte.

Schmerz wurde ein ständiger Begleiter im Leben von Ed. Es begann als er sich 1969 beim Fallschirmspringen in Vietnam 3 Halswirbel brach. Dieser folgenschwere Sprung begann wie hunderte von Sprüngen zuvor, aber erfuhr eine plötzliche Wende, als ein anderer Soldat seinen Fallschirm nicht öffnen konnte, seinen Sprung auf Ed landete und damit sein eigenes Leben rettete. Die beiden Männer bohrten sich in den Boden hinein und Ed bremste dabei den Sprung des Kollegen ab. Einige Tage lang hatte Ed furchtbare Schmerzen, die dann aber wieder verschwanden. Er vermutete, daß er gesundheitlich wieder in Ordnung war und verzichtete auf ärztliche Behandlung. Er konnte nicht ahnen, daß er mit 3 gebrochenen Halswirbeln weiter lebte.

1970 war Ed wieder zu Hause und arbeitete als Vertreter für eine Firma, die Druckerzubehör verkauft. Einige Jahre lang fuhr oder flog er kreuz und quer durchs Land. Dann machten sich wieder Rückenschmerzen bemerkbar. Ungefähr einmal im Monat war Ed vor Schmerzen drei bis vier Tage lang nicht in der Lage, seiner Arbeit nachzugehen. Zwischendurch konsultierte er immer wieder verschiedene ärzte und Chiropraktiker und diese rieten ihm zu Bettruhe.

Ed machte mit der ihm zur Gewohnheit gewordenen Routine von Arbeit, Schmerzen und Bettruhe weiter bis 1984, als sein Leben eine abrupte Wende nahm - bei etwas so Banalem wie Zähneputzen. "Ich beugte mich über das Waschbecken und wumm! Scharfe Schmerzen schossen durch meine rechte Hüfte und das Bein hinunter," erinnert sich Ed. Seine Frau fuhr ihn sofort ins Krankenhaus und zwei Bandscheibenvorfälle wurden diagnostiziert. Zwei von Eds Lendenwirbeln waren zusammengedrückt und quetschten die dazwischenliegenden Nerven und Bandscheiben .Die Röntgenaufnahmen zeigten auch die drei Halswirbel, die Ed sich vor 15 Jahren beim Fallschirmspringen gebrochen hatte. Obwohl die Wirbelbrüche ziemlich verheilt waren, teilten die ärzte Ed mit, daß die Krafteinwirkung der damaligen Verletzung wahrscheinlich die Ursache seiner ständigen Rückenbeschwerden sei.

Ed ließ sich an der Bandscheibe operieren und ein Jahr lang ging es ihm besser. Dann kamen die Schmerzen zurück. "Es ging mir einfach elend," erzählt Ed. Die Schmerzen im Lendenbereich, der Hüfte und im Bein kamen immer öfter und stärker zurück. Die ärzte dachten, daß durch den Bandscheibenvorfall Wirbelteile Druck auf den Ischiasnerv ausübten, und eine heftige Nervenreizung auslösten. 1985 unterzog sich Ed deshalb einer Operation, bei der die entsprechenden Wirbelteile entfernt werden sollten. Leider verschlimmerten sich Eds Schmerzen danach aber noch mehr. "Von diesem Zeitpunkt an waren die Schmerzen unglaublich schlimm," sagt Ed. "Es wurde überhaupt nicht mehr besser. Es war ein Dauerschmerz und am schlimmsten in meiner Hüfte."

Ed konnte vor Schmerzen nicht mehr arbeiten. Auf einer Skala von 1 - 10 stufte er die Intensität der Schmerzen bei 10 ein. Seine ärzte verordneten viele Schmerztabletten, Physiotherapie und transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), aber alles ohne Erfolg.

1986, 1988 und 1989 folgten Ed erneute Operationen, bei denen Wirbelversteifungen vorgenommen wurden und 1987 wurden von seinen Wirbeln Knochenteile abgetragen, aber die Schmerzen blieben. "Die Operationen konnten die Schmerzen nicht bessern," sagt er. "Ich hatte Schmerzen vom Fuß, zum Gesäß bis zu den Hüften."

Eds ärzte verabreichten jahrelang Cortison- und Procain Hydrochlorid (Novocain)- Injektionen in den Rücken, aber die Schmerzen blieben unverändert.

Ed sollte in einer Schmerzklinik lernen, mit seinem Schmerz umzugehen, aber für ihn ohne Erfolg. "Beim Militärdienst war ich bei einer Spezialtruppe, wo ich schon Methoden der Gedankenkontrolle gelernt hatte - nach dem Motto Geist beherrscht Materie - so wie es die Schmerzklinik propagierte. - Aber wenn man unter solch extremen Schmerzen leidet, funktioniert das alles nicht, man hat keine Kontrolle mehr über sich."

Ed verkroch sich mit seinen Schmerzen immer mehr, er litt unter Depressionen und sozialer Isolation. Es war ihm zu peinlich, sich mit Freunden zu treffen, vor Angst er könnte einen unkontrollierten Krampfanfall im Bein haben. "Wenn die Beinkrämpfe begannen, sprang mein Bein völlig unkontrolliert umher," schildert er. "Dann rief meine Frau den Notarzt und ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort bekam ich einige Tage lang Morphinspritzen. Das war das Einzige, was mir bei den Krämpfen und den Schmerzen noch half."

Erschöpft von den nicht nachlassenden Schmerzen, wollte sich Ed schließlich das Leben nehmen. "Ich dachte, dies sei der einzige Ausweg, um den Schmerzen zu entkommen," erinnert er sich. Zum Glück konnte ein Freund noch rechtzeitig den Arzt rufen.

Im März 1990 konsultierte Ed den Anästhesiologen/Schmerzspezialisten Samuel Yue, M.D. von der Health Fast Pain Clinic in St. Paul, Minn. Dr. Yue diagnostizierte bei Ed eine Arachnoiditis, eine Entzündung der Rückenmarkshäute, die durch den Druck auf die Nerven Schmerzen erzeugt. Nach gründlicher Untersuchung schlug Dr. Yue eine intrathekale Schmerztherapie vor.

Bei der intrathekalen Schmerztherapie wird das Schmerzmedikament über eine operativ gelegte Pumpe und einen Katheter direkt in die Nähe des Rückenmarks (den Intrathekalraum) injiziert. Und weil die Medikation dort verabreicht wird, wo das Schmerzgeschehen stattfindet, reichen kleine Dosen aus um eine große Wirkung zu erzeugen. Dadurch werden Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert.

Am 2. Juli 1990 wurde Ed zu einer Testuntersuchung ins Krankenhaus eingewiesen. Dort wurde festgestellt, ob sich die intrathekale Schmerzbehandlung für ihn eignen würde. Ed erhielt eine örtliche Betäubung der Lendenwirbelsäule und Dr. Yue führte einen dünnen Katheter in der Nähe des Rückenmarks ein. Kleine Medikamentendosen wurden über eine externe Pumpe in die Nähe des Rückenmarks injiziert und bewirkten Schmerzlinderung. "Die Pumpe funktionierte," erzählt Ed. "Die Schmerzen waren nur noch halb so stark und das war ein Riesenfortschritt."

Eine Woche später unterzog sich Ed einer Operation in Vollnarkose. Ein dünner Katheter wurde in die untere Wirbelsäule eingeführt und unter der Haut mit einer SynchroMed Pumpe verbunden. Diese Pumpe enthält das Medikamentenreservoir und setzt kleine Dosen Morphin frei, die in Eds Rückmarksflüssigkeit abgegeben werden. Es gab keine Komplikationen und Ed konnte am nächsten Tag das Krankenhaus verlassen.

"Meine Frau und ich können jetzt wieder abends ausgehen, wann wir wollen," freut sich Ed. "Wir treffen Freunde und gehen zu Fußballspielen - und unternehmen all das, wozu ich in all den Jahren nicht mehr in der Lage war." Ed hat wieder Freude am Leben, er kann wieder lesen, ins Kino gehen, seine vier Hunde ausführen und im Familienbetrieb bei der Büroarbeit mithelfen - die Familie unterhält einen Reitstall für Turnierpferde.

"Ich unterhalte mich viel mit den Pferdebesitzern und den Reitern," erzählt Ed, der vor Schmerzen einst völlig isoliert von seinen Mitmenschen war. "Ich bin so eine Art guter Geist hier."

Ed hat immer noch leichte Schmerzen, obwohl sie seiner Meinung nach erträglich sind. Er stuft sich auf einer 10er Skala jetzt bei 5 bis 7 ein. Sein Arzt verordnet ihm Baclofen, ein Muskelrelaxanz und Levophanoltartrat (Levo-Dromoran) als zusätzliche Schmerzmedikation.

Alle drei Wochen füllt eine Krankenschwester Eds Infusionssystem auf und füllt das Medikament in die Pumpe. Er spürt keine Nebenwirkungen von der Behandlung, diese sind jedoch nicht ausgeschlossen. Weil Pumpe und Katheter operativ eingesetzt werden, können Komplikationen wie Infektionen auftreten. Der Katheter könnte verrutschen oder verstopfen und die Schmerzbehandlung unterbrechen. In seltenen Fällen könnte die Pumpe aufhören zu funktionieren, mit ähnlicher Wirkung. Es können auch medikamentenbedingte Nebenwirkungen auftreten, wie Müdigkeit, Obstipation, übelkeit und Erbrechen.

In Eds Leben ist wieder Ruhe eingekehrt und er kann wieder am sozialen Leben teilnehmen. Er hat keine starken Schmerzen oder Muskelkrämpfe im Bein mehr und er ist wieder gern mit Freunden und Bekannten zusammen. Den Winter verbringt er zusammen mit seiner Frau in ihrem Haus in Florida - und dort haben sie viele Gäste. "Unser Haus in West Palm Beach ist immer voller Gäste. Dafür sorgt meine Frau und das ist schön so. Die Pumpe hilft mir wirklich sehr. Manchmal habe ich zwar auch schlechte Tage, aber meistens geht es mir gut. Es ist so schön, wieder Freude am Leben zu haben."

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