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Kompressionsfraktur
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| Kompressionsfraktur | Vor genau einem Monat hatte ich nach einem Sturz auf den Rücken eine Kompressionsfraktur des 2. Lendenwirbels. Er ist auf der Bauchseite um etwa 40% gestaucht, im Bereich des Rückenmarks aber glücklicherweise nicht. Ich trage ein 3-Punkte-Korsett, welches mich an der Vorwärtsbiegung der Wirbelsäule hindert jedoch nicht an der Seitwärtsbiegung, oder Torsion. Meines Wissens darf ich alles tun, solang ich das Korsett trage, aber nur liegen, wenn ich es nicht trage.
Es ist mir bewusst, dass ich nicht alle körperlichen Aktivitäten einstellen darf, da sich sonst alle Muskeln zurückbilden. Deshalb spaziere ich hie und da auf flachem Weg eine Stunde lang.
Im Bereich des gebrochenen Wirbels habe ich keine Schmerzen, wohl aber nach jedem Spaziergang im Bereich des oberen Beckenrandes. Dort tut es allerdings auch weh, wenn ich tagelang an Ausstellungen herumstehe.
Da gegenwärtig wegen der Ferienzeit eine Konsultation des Hausarztes nicht möglich ist, erlaube ich mir Sie zu fragen:
- Wie stark darf ich mich zur Zeit bewegen (1 Monat, resp. 2 Monate nach dem Unfall)?
- Hat der Schmerz im Kreuz etwas mit dem gebrochenen Wirbel zu tun? (oder mache ich ein zu starkes Hohlkreuz?)
- Was muss ich unbedingt unterlassen, um Spätfolgen zu vermeiden?
- Was darf/soll ich tun, um einem Kräftezerfall entgegenzuwirken?
Danke für Ihren Rat.
von D. S. | am 2003-07-20 22:54:25
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Antwort: Kompressionsfraktur |
| Sehr geehrter Herr St.,
meist erst nach ca. 10 bis 12 Wochen ist von einer Stabilität des betroffenen Wirbelkörpers auszugehen, sodass momentan starke Verbiegungen der Wirbelsäule, auch in der seitlichen Ebene vermieden werden sollten. Der Rückenschmerz ist im Allgemeinen vereinbar mit einer reflektorischen Muskelverspannung. Nach Ablegen des Korsetts sollte unbedingt eine krankengymnastische Übungsbehandlung zum Muskelaufbau erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. S. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2003-07-28 15:05:12
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Kompressionsfraktur, Folgefrage | Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Darf ich noch weiterfragen?
- Ist damit zu rechnen, dass nach einer solchen Fraktur die Bandscheibe geschädigt, resp. zerstört ist, oder war sie elastisch genug um ausweichen zu können?
- Angenommen, sie sei zerstört, ist das einer totalen lokalen Arthrose gleichzusetzen, oder befindet sich zwischen dem geschädigten Wirbel 2 und dem Nachbarn immer noch genug Knorpel, um ein Reiben von Knochen auf Knochen zu vermeiden?
- Im Moment (wo ich noch das Korsett trage) habe ich am geschädigten Ort keine Schmerzen. Werden solche auftreten, sobald ich das Korsett nicht mehr trage und mich also bewege?
- Da der (vorneliegende) Wirbelkörper gestaucht ist, wird die Last ja logischerweise jetzt hinten übertragen, also nicht mehr zentrisch. Was hat das für Folgen? Werden sich an dieser Stelle Rückenmuskeln aufbauen, die diese Asymetrie halten können? Und wenn ja, führt das künftig zu einer schnelleren Ermüdbarkeit?
Besten Dank: D.S.
von D. S. | am 2003-07-31 23:13:24
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Antwort: Kompressionsfraktur, Folgefrage |
| Sehr geehrter Herr St.,
von einer Zerstörung der Bandscheibe ist nicht auszugehen, eventuell tritt Bandscheibengewebe in den gebrochenen Wirbelkörper , was jedoch nicht zwangsläufig mit bleibenden Beschwerden verbunden ist. Eine aus der Verletzung resultierende sog. Keilwirbelbildung muss jedenfalls nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen, eine Stabilisierung und Kräftigung der Rückenmuskulatur ist jedoch nach Abnahme des Korsetts sicherlich sinnvoll und sehr zu empfehlen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med.R. Schneiderhan
Dr. med. R. Schneiderhan | am 2003-08-27 15:00:38
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Wie erreiche ich Sie? | Sie haben mir ein Mail geschickt mit dem Hinweis, online zu schauen. Da ich kein Code-Wort habe, kann ich das nicht. Auch wollte ich Ihnen auf verschiedenen Wegen ein Röntgenbild mailen, aber Ihr Computer weist alles zurück.
Mit freundlichen Grüssen
D.S.
von D. S. | am 2004-08-18 10:49:28
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Antwort: Wie erreiche ich Sie? |
| Sehr geehrter Herr St.,
vielleicht versuchen Sie es noch mal auf unserer homepage unter der Rubrik „über uns“. Hier sollten Sie ohne Codewort zugreifen können.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. A. Sigel
Dr.med. A. Sigl | am 2004-09-08 11:04:13
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