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"S1 Wurzelaffektion, ossär+discogen". Patientenforum Lendenwirbelsäule.



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Konservative Therapie bei Ischias-Schmerzen

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 Fragen und Antworten 

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 S1 Wurzelaffektion, ossär+discogen
Guten Tag,
bin 62, bislang nur wenig Rückenprobleme - habe aber jetzt seit 6 Wochen „Ischias-Schmerzen" mit Beteiligung des linken Beines. Spritzen, Pillen, KG scheinen nicht zu helfen.
Aktueller MRT-Befund: L5/S1: Fortgeschrittene chronische osteochondrotische Veränderungen mit Diskushöhenminderung und angrenzender Fettmarkkonversion. Nach dorsal konzentrische etwas links posterolateral betonte bis zu 4 mm tiefe Diskusprotrusion, links mediolateral und intraforaminär von mäßigen Retrospondylophythen gedeckt. Die linke S l Wurzel wird etwas nach dorsal abgedrängt und kommt auch geringgradig geschwollen zur Abbildung, die rechte S l Wurzel ist frei. Deutliche Neuroforamenstenose links ohne eindeutige Wurzelaffektion...
Neurochirurg will Spondylodese L5/S1 (mit B-Twin/Disc-O-Tech-Imlantat), Orthopäde verschreibt noch mal KG+Schlingen+TENS.
Wenn Sie auf
http://people.freenet.de/cwm/vergleich.htm
klicken, sehen Sie einen relevanten Ausschnitt aus dem aktuellen MRT - im direkten Vergleich zum 1996er MRT.
Meine Fragen:
1) Habe ich eine Chance mit konservativer Therapie, wenn ja mit gezielt welcher ?
2) Kann man eine Wurzeldekomprimierung nicht auch mit harmloserer OP realisieren ?
3) Was würden Sie empfehlen ?
Vielen dank für Ihre Antwort
C.M.


von C. M.   |  am 2004-08-26 19:50:24

 Antwort: S1 Wurzelaffektion, ossär+discogen
Sehr geehrter Herr M.,

grundsätzlich haben Sie eine Chance mit konservativer Therapie, unterstützend kann eine gezielte Infiltration der entsprechenden Nervenwurzeln und auch der Wirbelgelenke erfolgen, was eine deutliche Besserung nach sich ziehen könnte und andererseits auch einen Hinweis gibt, welche Strukturen für Ihre Hauptbeschwerden ursächlich sind. Die beschriebene deutliche Neuroforamenstenose kann theoretisch auch ohne Spondylodese erweitert werden. Oft ist es sinnvoll man stellt sich selbst ein Zeitlimit von Wochen bis Monaten, in welchem man nochmals intensiv versucht, mit konservativen Methoden und ggf. oben erwähnten Infiltrationen zu einer längerfristigeren Besserung zu kommen. Ansonsten muss über einen operativen Eingriff nachgedacht werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. A. Sigel


Dr.med. A. Sigl  |  am 2004-09-13 10:34:12


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