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L4/L5 S1
im August letzten Jahres ist bei mir ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert worden. Die Kernspin hat folgendes ergeben:

Normale Schwingung der WS. Geringe knöcherne Randanbauten im Segment LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1. Der LWK 5 ist gegenüber SWK 1 wenige Millimeter nach dorsal versetzt. Im Segm. LWK 4/5 sorsal grenzplattennahe fettige Knochenmarkdegeneration. Ebenso im Segm. BWK 11/12 ventral betont. Die BS LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 sind flüssigkeits- und höhengemindert. Die BS LWK 4/5 wölbt sich median 12 mm breit und 7 mm tief über die WK-Hinterkante und impremiert den Duralschlauch. Beide Wurzeln L5 werden im Recessus tangiert (Sl.8,Sc.7). Die BS LWK 5/SWK 1 wölbt sich median 8 mm über die WK- Hinterkante und imprimiert ebenfalls deutlsich den Duralschlauch. Beide Wurzeln S1 werden gerade tangiert. Die Neuroforamina sind sämtlich nicht wesentlich eingeengt. Übrige BS glatt begtrenzt. Conus und Caudafasern unauffällig. Facettengelenke bei LWK 5/SWK 1 gering ungregelmäßig. Weichteile unauffällig.

Eine EAP hatte sich als erfolglos erwiesen. Im Moment bekomme ich CT - gesteuert Cortisonspritzen. Die Schmerzen sind zwar erträglich, aber immer noch vorhanden. Besonders morgens beim Aufstehen habe ich ein STechen im Gesäss- und Wadenbereich (linkes Bein) , welches sich bis zur Fusssohle bemerkbar macht. Neuerdings hab ich auch im Waden- und besonders im Knöchelbereich ein andauerndes Taubheitsgefühl. Morgen bekomme ich die dritte von insg. 3 Spritzen. Ich bin jedoch skeptisch, dass ich danach meine Beschwerden los sein werde.
Da der Vorfall nun schon so lang andauert, frage ich mich, wie lange der Nerv noch stranguliert werden kann, ohne dauerhaft beschädigt zu werden. Ist eine Operation zu erwägen? Und wenn ja , welche Methode würden Sie empfehlen?

von A. | am 2002-04-08 10:56:08

Antwort: L4/L5 S1
Sehr geehrte(r) Frau / Herr S.,

ob der Nerv einen dauerhaften Schaden erleidet kann in aller Regel eine EMG Untersuchung durch einen Neurologen klären. Generell halte ich die derzeitig durchgeführte Therapie (CT-gesteuerte Infiltrationsbehandlung) für sehr sinnvoll und durchaus dazu geeignet, auch eine längerfristige Beschwerdelinderung oder gar Beschwerdefreiheit zu erreichen. Sollte nicht der gewünschte Effekt eintreten, käme ggf. die epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz für Sie in Betracht. Durch das Einspritzen einer speziellen Wirkstoffkombination über einen dünnen Katheter (5x innerhalb von drei Tagen) kann man dem Bandscheibengewebe Wasser entziehen und dadurch eine Schrumpfung erreichen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll


Dr. med. S. Böll | am 2002-05-04 23:03:54


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Duralschlauch
Was ist ein Duralschlauch und ein Rezessus?

von K. R. | am 2003-12-16 19:20:22

Antwort: Duralschlauch
Sehr geehrter Herr K.,

Die von Ihnen angesprochenen Begriffe bezeichnen Räume, in denen sich Nerven oder Nervenwurzeln befinden. Im Duralschlauch liegt das Rückenmark, welches von einer bindegewebigen Haut, der Dura, umgeben ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel

Dr.med. A. Sigel | am 2004-01-03 15:52:44


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massive WS-Probleme
Ich habe eine sehr wichtige Frage an Sie. Zu meiner Anamnese:
Ich bin Jahrgang 1951, weibl,groß und schlank, sehr sportlich tätig. die folgenden WS-operation wurden alle in Bethesda Naval Hospital durchgeführt, da ich 23 Jahre in den STaaten gelebt habe.
1995 L4/5 Operation
1997 L4/5 Fusion
2001 HWS Fusion
Bis vor einem Jahr keinerlei Probleme, trotz der doch sehr eingeschränkten Bewegungsfreiheit.
Seitdem in Intervalle auftretende Schmerzen im unteren LWS-und BWS-Bereich, die nur durch Tramal eingedemmt werden konnten.
Kernspin-Beurteilung vom 23.9.04:
Trotz eingeschränkter Beurteilung durch Schraubenartefakte in den Pedikeln von LWK4/5 zeigt sich eine leichte zirkuläre Bandscheibenprotrusion bei LWK2/3, eine deutlichere zirkuläre Bandscheibenprotrusion bei LWK3/4 mit angedeuteter Pelottierung des Duralschlauchs.
Meine Frage an Sie: ist dieses erneute Problem ohne Op.in den Griff zu bekommen und an wen sollte ich mich mit dieser Anamnese wenden - Orthopäde, Neuro-Chirurg?
Für Ihren objektiven, neutralen Ratschlag ist Ihnen eine von Schmerzen geplagte Frau sehr dankbar.
Mit bestem Dank für Ihre Zeit

Monika Bruce



von M. B. | am 2004-09-25 17:13:11

Antwort: massive WS-Probleme
Sehr geehrte Frau B.,

bei Ihrer Vorgeschichte wird man mit einem erneuten operativen Eingriff eher zurückhaltend sein. Offensichtlich sind Ihre Schmerzen eher lokal ohne größere Ausstrahlung oder neurologische Ausfallserscheinungen. Die Kernspin-Befunde, die Sie beschreiben, sprechen ebenfalls noch nicht unbedingt für einen Handlungszwang. Obwohl Sie sportlich aktiv sind, sollten Sie sich ggf. einer gezielten Physiotherapie eventuell mit physikalischen Anwendungen unterziehen. Medikamente können dies unterstützen. Wenn kein wesentlicher Erfolg zu erzielen ist, würde man evtl. dann zunächst die betroffenen Höhen gezielt infiltrieren, um herauszufinden, ob eher die Bandscheibenvorwölbungen oder aber durch die Fusion mitbedingten Veränderungen der Wirbelgelenke hauptsächlich für Ihre Schmerzen verantwortlich sind. Dies gibt wertvolle diagnostische Hinweise. Ggf. kann dies schon zu einer länger anhaltenden Schmerzfreiheit führen oder aber eine gezielte Verödung durchgeführt werden. Diese Maßnahmen können auch stationär im Rahmen einer Schmerztherapie mit der Dauer von durchschnittlich zehn Tagen durchgeführt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel

Dr.med. A. Sigl | am 2004-10-07 10:51:56


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