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Notwendigkeit einer Op
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| OP notwendig?! | Ich hatte vor 5 Jahren und vor 4 Monaten einen Bandscheibenvorfall in der LWS mit starken Schmerzen im Rücken und Ausstrahlen in die Oberschenkel. Beides wurde erfolgreich mit Physio-Therapie behandelt, so dass ich danach wieder beschwerdefrei war.
Seit knapp 3 Wochen habe ich nun wieder Beschwerden. Allerdings keine Schmerzen im Rücken, sondern Lähmungserscheinungen im rechten Fuss: Taubheitsgefühl auf dem rechten Fussspann und in den Zehen, verbunden mit einer leichten Fuss-/Zehenheberschwäche. Anfangs hatte ich auch noch starke Schmerzen in der rechten Wade, die aber nach Behadlung mit Schmerztabletten abgeklungen sind. Ich war zuerst bei einem Orthopäden der mich mit Cortison und Schmerzmitteln behandelt hat. Als nach gut einer Woche keine Besserung bzgl. Taubheitsgefühl eingetreten ist (Schmerzen waren allerdings weg!), wurden neue MRT-Aufnahmen gemacht und ich bin letzte Woche in die NeuroChirurgie überwiesen worden. Der untersuchende Professor riet mir dringend zu einer schnellen OP, weil die Lähmungserscheinungen sich jederzeit verschlimmern können und je länger der Nerv gereizt, die Regeneration länger dauert. Daraufhin hab ich mir schnell einen Termin geben lassen und habe mich gestern in die Klinik begeben. Dort bin ich dann von dem Professor untersucht worden, der mich am Freitag operieren hätte sollen. Ergebnis: Er riet mir von der Operation ab. Die Operation sei ein Kann, aber kein Muss. Da ich keine Schmerzen habe, sondern nur leichte Lähmungserscheinungen, sind die Risiken einer Operation doch sehr hoch. Ausserdem sei es ungewiss, dass die Lähmungserscheinungen nach der Operation verschwinden. Diese könnten auch gut ohne OP wieder verschwinden.
Daraufhin hab ich wieder meine Sachen gepackt.
Jetzt weiss ich nicht, was ich tun soll: Der eine Prof sagt: Operieren! Der andere Prof sagt: Nicht notwendig! Und beide sind aus der selben Klinik!! Wenn es die nicht wissen, wie soll ich das als unwissender Patient entscheiden?! Vielleicht können sie mir einen Tip geben!?
von M. S. | am 2004-08-12 08:22:32
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Antwort: OP notwendig?! |
| Sehr geehrter Herr Sch.,
grundsätzlich sollte die Entscheidung von den neurologischen Ausfallserscheinungen bestimmt werden. Nehmen diese zu, sollte ein Eingriff in Erwägung gezogen werden. Zeigen sie Besserungstendenz kann konservativ versucht werden, die Beschwerden zu lindern. Beispielsweise kann auch versucht werden, die irritierten Nervenwurzel(n) gezielt unter Bildwandlerkontrolle zu infiltrieren. Prinzipiell gilt, dass eine Zunahme von neurologischen Ausfallserscheinungen, was oft auch mit einem gleichzeitigen Rückgang der Schmerzen verbunden ist, eine intensive Therapie durchgeführt werden muss. Konkret muss man Ihnen empfehlen, sich engmaschig überwachen zu lassen. Dann kann durchaus versucht werden, Ihre Beschwerden so wie vor fünf Jahren auf konservativem Wege oder aber mit einem so genannten minimal invasiven Verfahren zu beseitigen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. A. Sigel
Dr.med. A. Sigl | am 2004-09-08 11:38:26
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Bandscheibenprolaps L5/S1 - Taubheit li. Bein, Lähmungserscheinungen Fuß | Seit 1 Woche Taubheit im linken Bein, linker Fuß weist Lähmungserscheinungen auf und das Gehen ist stark beeinträchtigt (Bein dreht nach außen). Gestern wurde CT durchgeführt, massiver Prolaps bei L5/S 1. Orthopäde versucht Infusions-/Injektionstherapie, Radiologe empfahl nach Auswertung der CT-Bilder OP.
(männl.,/ 47 Jahre/ 110 kg bei 1,90 m)
von U. R. | am 2004-09-23 19:41:59
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Antwort: Bandscheibenprolaps L5/S1 - Taubheit li. Bein, Lähmungserscheinungen Fuß |
| Sehr geehrter Herr R.,
prinzipiell kann man zunächst eine konservative Therapie versuchen. Sollte jedoch keine schnelle deutliche Besserung erzielbar sein, ist oft ein Eingriff notwendig, wenn wie bei Ihnen neurologische Ausfallserscheinungen bestehen und dies seitens der Bildgebung ursachenbestätigt wird. Sie sollten sich zumindest engmaschig kontrollieren lassen, um eine eventuell notwendig werdende Operation nicht zu lange hinauszuziehen. Es gibt hierfür eine Reihe von Techniken, so dass man, je nach Größe des Befundes den Eingriff möglichst klein halten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. A. Sigel
Dr.med. A. Sigl | am 2004-10-07 10:35:57
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