Lendenwirbelsäule verschoben: Schmerzen

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 lendenwirbel - kreuzbein
guten tag!

ich habe seit einigen wochen leichte schmerzen im unterleib, gynäkologische untersuchungen blieben ergebnislos, ein gyn. sagte, ich solle mir die wirbelsäule anschauen lassen, da es sehr oft vorkommt, dass frauen auf unterleibsprobleme behandelt werden, es aber von der wirbelsäule ausstrahlt.

der röntgenbefund zeigt kaum abnützungserscheinungen, die wenigen befinden sich in der brustwirbelsäule, wo ich allerdings keine beschwerden spüre.

der 5. lw ist bereits seit jahren leicht verschoben, machte mir aber im alltag bislang keine beschwerden. ich kann allerdings nicht hart liegen, da ich die lw dann sehr spüre.
weiters hat das kreuzbein eine leichte schiefstellung (links nach außen, rechts nach innen), die ich in den letzten monaten auch gespürt habe, nicht schmerzhaft, würde eher sagen, der bereich mit den craniosakralgelenken fühlt sich "gereizt" an.

anatomisch ist mir an sich klar, wie die lw und das kreuzbein mit dem unterleib zusammenhängen.

fragen: ich wurde nun einmal "eingerenkt" (wobei mir gleich gesagt wurde, dass das kreuzbein, wenn der zustand schon lange vorliegt, wieder in die alte position geraten kann). der unterleib reagiert durchaus auf manipulationen.

gibt es noch andere dinge, die man tun kann?

bleibt eine solche schiefstellung oder kann man sie durch "einrenken" besteitigen?

wodurch kann eine schiefstellung des kreuzbeins zustande kommen?

kann eine leichte schiefstellung die nerven derart reizen, dass es in den unterleib ausstrahlt?

gibt es körperübungen, die speziell diesen bereich stärken?

ich denke, es kann nichts schaden, mehrere meinungen einzuholen...

danke und schöne grüße
V. Schmidt

(aus österreich)

von V. S.   |  am 2001-10-15 19:50:13

 Antwort: lendenwirbel - kreuzbein
Sehr geehrte Frau Sch.,

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Es ist gut möglich, daß Ihre genannten Beschwerden von einer chronischen Blockierung des Iliosakralgelenkes herrührt. Man muß jedoch auch an eine Irritation der kleinen Wirbelgelenke L5/S1 denken, welche ebenfalls die geschilderten Beschwerden auslösen kann. Ihre geschilderte Schiefstellung des Kreuzbeines kann ggf. durch einen Beinlängenausgleich behoben werden. Auch durch krankengymnastische Übungsbehandlung zur Muskelkräftigung können derartige Beschwerden oft gut behandelt werden. Von mehrfachen chirotherapeutischen Manipulationen würde ich generell abraten. Eine chronische Instabilität könnte sich dadurch einstellen. Ggf. wäre eine bildwandlerkontrollierte oder CT-gesteuerte Infiltration des Iliosakralgelenkes oder auch der kleinen Wirbelgelenke zur sicheren Diagnosefindung anzuraten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. S. Böll

Dr. med. S. Böll  |  am 2001-10-30 20:25:01


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 Lendenwirbel-Kreuzbein
Ich bin ein ehemaliger Radsportler. Habe also 30Jahre lang auf dem Rad Sport betrieben. Zw. 40-50 Jahre habe ich dann Schmerzen im Lendenwirbelbereich bekommen. Mit Massagen konnte ich dies über einige Jahren gut im Griff Bekommen .Nun ist es so, dass ich wohl abends mit leichten(erträglichen ) Schmerzen ins Bett gehe, aber Morgens mit kräftigen Schmerzen aufstehe. Die Schmerzen gehen zurück , wenn ich mich bewege. Eine CT hat nicht weitergeholfen. Die verordneten physioterapeutischen Massnahmen halfen nicht. Zur Zeit bin ich beim Heilpraktiker, der mich mit Dornmassagen behandelt. Dies schlägt gut an. Er sagte, dass mein Kreuzbein zu unbeweglich ist und eine leichte Schiefstellung der Wirbelsäule damit verbunden ist. Ich habe schon einige Matrazen gewechselt. Ist in diesem Falle eine weiche, oder harte Matraze von Vorteil? Und warum habe ich wenn ich mich hinlege stärkere Schmerzen bzw. wieso werden die Schmerzen beim liegen stärker?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar,

Mit freundlichen Grüssen
Siegfried Hiller

von S. H.   |  am 2005-02-19 11:46:22

 Antwort: Lendenwirbel-Kreuzbein
Sehr geehrter Herr H.,

nachdem in der Computertomographie offensichtlich kein wesentlicher Befund erhoben wurde, sind Ihre Schmerzen wohl hauptsächlich muskulär und ev. durch die so genannten kleinen Wirbelgelenke bedingt. Meistens bekommt man solche Beschwerden mit physiotherapeutischen Maßnahmen in den Griff. Bezüglich der Matratze ist prinzipiell eher eine harte Unterlage zu empfehlen, allerdings sind die Menschen unterschiedlich veranlagt, so dass man im Einzelfall die Matratze testen sollte. Gute Geschäfte bieten Leihmatratzen an. Eine pauschale Empfehlung gilt nicht für jeden. Die Schmerzen werden oft beim Liegen stärker zum einen weil über den Tag die Belastung zunimmt und zum anderen im Liegen die Muskelspannung nachlässt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Nissl


Dr. med. Robert Nissl  |  am 2005-03-14 10:01:45


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