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Patientenforum
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| rezidivhernie LWK5/6 | Am Do., 24.Jan.02 hatte ich plötzlich extrem starke Schmerzen im linken Bein bis in die äußeren Zehen. Gegen die Schmerzen nahm ich Diclofenac, Fortecortin und Tilidalor-Tropfen. Weiterhin viel liegen im Stufenbett und kaum belastungen. Z. Zt. Akupunktur, leichtes Thera-Band-Training und 1-2 Diclofenac. (Vor dem Vorfall Ausdauertraining und "Kieser"-Training). Laut Kernspintomographie v.20.01.02 wurde diagnostiziert: -mäßige Rezidivhernie mediolateral links mit Impression am Duralsack und der zugehörigen Nervenwurzel, -mäßige breitbasige Protrusion LWK 4/5 mit geringer Impression am Duralsack, -geringe Intervertebralarthrosen 4/5 und 5/S1, - Z.n. Hemilaminektomie LWK 6 rechts. Momentan bin ich "fast" schmerzfrei, was aber sicherlich durch die Schonung begünstigt ist. Meine Frage nun: Ist es sinnvoll, die konservativen Behandlungsmethoden weiterhin zu probieren (wenn ja, welche sind zu bevorzugen), oder wäre eine Operation die beste Lösung ? Ich bin 40J, 176cm, 78kg. Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.
von H. B. | am 2002-02-06 17:30:02
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Antwort: rezidivhernie LWK5/6 |
| Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Folgende Diagnose würde ich zunächst festhalten:
mediolinkslateraler Rezidivprolaps mit Nervenwurzelkompression und Duralsackkompression
Bandscheibenprotrusion L4/L5
Intervertebralarthrose L4/L5 sowie L5/S1
Z.n. Hemilaminektomie L5/S1 rechts
Die von Ihnen geklagten Beschwerden dürften von den oben beschriebenen Veränderungen bedingt sein. Hervorgetretenes Bandscheibengewebe wird auf die betroffenen Nervenwurzel, zumindest bewegungsabhängig, drücken. Konservative Behandlungsmaßnahmen sollten immer zunächst durchgeführt werden. Diese müßten allerdings nach drei bis vier Wochen einen gewünschten Erfolg bringen. Sollten danach die Beschwerden nicht wesentlich gebessert sein oder sollten sich in der Zwischenzeit weitere Probleme ergeben, dann müßten die Nervenwurzel entlastende Behandlungsmaßnahmen durchgeführt werden. Infrage kämen hier zunächst die minimal invasiven Therapieverfahren wie z.B. intradiskale Laserbehandlung bzw. epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz. Bei neurologischen Komplikationen (Lähmung, Blasenmastdarmstörung) müßten dann operative Behandlungsmaßnahmen diskutiert werden.
Am besten laden Sie sich auch von unserer Homepage www.orthopaede.com den für auswärtige Patienten entwickelten Fragebogen herunter, füllen diesen aus und senden uns alles zusammen an unsere Praxisadresse (steht auch auf dem Fragebogen) zurück. Dann haben wir alle für uns notwendigen Angaben und werden Ihnen dann gerne eine Therapieempfehlung aussprechen.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Schneiderhan
Dr. med. R. Schneiderhan | am 2002-02-14 09:58:56
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