
Presse: Berichte, Fachartikel, Interviews.Wenn nicht-invasive Verfahren erfolglos bleiben...Bei schweren chronischen Schmerzen gibt es auch dann noch Alternativen, wenn die pharmakologische Therapie
ausgereizt ist. Mit den neurochirurgischen Eingriffen zur Schmerzbekämpfung beschäftigte sich Professor
Dr. Wolfhard Winkelmüller, Hannover, in seinem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesungen. Neue Entwicklungen
auf dem Gebiet der epiduralen elektrischen Rückenmarkstimulation wurden in einem assoziierten Symposium vorgestellt.
So können jetzt durch die Entwicklung einer neuen Positionierung mit zwei epiduralen Elektroden auch komplexe
bilaterale Bein- und Rückenschmerzen therapiert werden. NeuromodulationstechnikenNeuromodulationstechniken basieren auf der Aktivierung schmerzhemmender Strukturen im Rückenmark durch
elektrische Stimulation oder rückenmarksnahe Applikation van Opioiden durch implantierte Medikamentenpumpen.
Die elektrische Stimulation der Hinterstränge des Rückenmarks wird bei chronischen neuropathischen Schmerzen eingesetzt.
Als Indikationen gelten Rhizopathien nach Bandscheibenoperationen, Postamputationssyndrome, inkomplette Läsionen peripherer
Nerven, Complex regional pain syndrome (CRPS I und II), Ruheschmerz bei der AVK und Angina pectoris. Stimulation schmerzhemmender NeuroneProfessor Dr. Henning Harke, Krefeld, beschrieb in einem assoziierten Symposium mit Thema
"Epidurale Rückenmarkstimulation" die Patrückenschmerzenchanismen des chronischen neuropathischen Schmerzes,
wie sie bei Nervenbahnverletzungen z. B. Plexusläsionen, Ischialgie und Herpes Zoster ablaufen. Dabei
entsteht im zweiten Neuron im Rückenmark eine monosegmentale Hyperaktivität mit kontinuierlicher Depolarisation,
durch die die regulierte Freisetzung der Neurotransmitter an der Synapse verlorengeht und damit die "Titrierung"
des weitergeleiteten Schmerzes nicht mehr möglich ist. In Folge kommt es zum neuronalen Umbau mit neuen synaptischen
Verschaltungen durch Ab-Fasern; der Schmerz verselbständigt sich. Bilaterale Wirkung durch bessere EindringtiefeDas in über 30 Jahren etablierte Ein-Elektrodensystem wurde jetzt weiter-entwickelt. Im sog. Zwei-Elektrodensystem
wird durch schräg versetzte epidurale Anordnung von zwei Elektroden der Abstand zum Rückenmark verringert und damit eine
bessere Eindringtiefe des elektrischen Felds bis auf die seitlich austretenden Nervenwurzeln erreicht. Erstmals können
durch dieses System auch höher-liegende, bilaterale Rückenschmerzen behandelt werden. Indikationen für das Zwei-Elektrodensystem
sind Radikulopathien, z. B. beim Postdiskotomiesyndrom, Phantom- und Stumpfschmerzen, inkomplette Plexusläsionen, inkomplette
periphere Nervenläsionen und Angina pectoris. Eine Indikation zur Implantation des Zwei-Elektrodensystems besteht, wenn:
Zur Sicherung der Indikation muß vor Implantation eine Psycrückenschmerzentrie des Patienten verlangt werden. Koy empfahl eine umfassende Aufklärung des Kranken vor der Implantation, um Enttäuschungen zu vermeiden. So können z. B. durch Haltungsänderungen die Stimulationsintensitäten wechseln. In den meisten Fällen bleibt auch nach Elektrodeneinpflanzung eine Schmerzmedikation weiterhin notwendig. Elektrodensitz entscheidend für den ErfolgKontraindikationen der Operation sind laut Koy ein schlechter Allgemeinzustand des Patienten und mangelnde
Compliance. Herzschritt-macher sind nicht zwangsläufig eine Kontraindikation, durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen
ist teilweise trotzdem die epidurale Rückenmarkstimulation möglich. In Dresden wird die perkutane Technik der
Elektrodenimplantation angewandt. Dabei werden Stabelektroden unter Röntgenkontrolle von paramedian in den Epiduralraum
eingeführt. Sobald beide etwas versetzt plaziert sind, wird eine elektrische Teststimulation durchgeführt. Dabei muß die
Polung der Elektroden auf beiden Seiten in Wechselschaltung (+ - +) vorliegen. Der Patient berichtet während der Stimulation,
welches Feld parästhesiert wird. Stimmt dieses noch nicht mit der Schmerzlokalisation überein, wird intraoperativ die
Lagekorrektur der Elektroden vorgenommen, bis das Parästhesiefeld mit dem individuellen Schmerzareal des Patienten übereinstimmt.
"Die korrekte Lage der Elektroden ist entscheidend für den Erfolg!" betonte Koy. Daher muß alle 3 Monate eine Nachkontrolle
erfolgen, denn durch die wiederhergestellte Beweglichkeit der Patienten kann eine Elektrode dislozieren. Das scheinbare
Versagen des Systems beruhe in der Regel auf mangelhafter Nachsorge. In der Klinik von Prof. Harke müssen in etwa 10 %
der Fälle Korrekturen vorgenommen werden. Bei geringgradigen Lageproblemen kann die Korrektur manchmal schon durch eine
änderung der Polung der Elektroden erreicht werden. |
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April 2001 | orthopress Bandscheibenkatheter! Was Sie als Patient wissen sollten ![]() |
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April 2001 | orthopress Botulinum-Toxin: Die neue Therapie gegen verspannungsbedingte Rücken-, Kopf- und Nackenschmerzen. ![]() |
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Mai 2001 | tz So legen Sie den Schmerz aufs Kreuz ![]() |
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Mai 2001 | tz Sanfte Therapien gegen starke Rückenschmerzen ![]() |
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Juni 2000 | Wirtschaftswoche Kochsalz für die Bandscheibe ![]() |
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April 2000 | Hospital Tribune Neue Methoden bei Rückenschmerzen ![]() |
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April 2000 | tz Rückenschmerzen ade - ohne OP ![]() |
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März 2000 | Süddeutsche Zeitung Hoffen auf den Schmerz-Katheter ![]() |
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Februar 2000 | Orthopaedische Praxis Minimalinvasive epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik bei chronischen Rückenschmerzen ![]() |
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Oktober 2000 | Fit for Fun Wege aus dem Schmerz ![]() |
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Dezember 1999 | European Hospital mis for chronic back pain ![]() |
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August 1999 | Apotheken Umschau Der Druck auf den Nerv muß weg ![]() |
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Februar 1999 | TV hören und sehen Sanfte Therapie für ein starkes Kreuz ![]() |
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Februar 1999 | Bild am Sonntag Bandscheibenvorfall - was wirklich hilft ![]() |
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August 1998 | Orthopädische Nachrichten Überblick über die aktuelle Situation der Schmerztherapie ![]() |
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Juni 1998 | Orthopädie & Rheuma Schmerztherapie ambulant und stationär ![]() |