Minimal-invasive Methoden bei Bandscheibenvorwölbung

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Vorwölbung L4/5 und L5S1 - minimal-invasive Methoden oder Muskelaufbau?
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 3 Jahren leide ich ich unter Rückenschmerzen, zunächst im Bereich HWS und LWS. Innerhalb der letzten 2 Jahre treten die Schmerzen in kürzeren Abständen auf, fast ausschließlich im Bereich LWS, dauern jedoch immer länger an. Seit ca. 3 Monaten bin ich selten beschwerdefrei (LWS).
Eine (endlich) gründliche Untersuchung ergibt folgendes Bild:
mittels Kernspintomographie wurde eine Signalminderung (im Sinne einer Degeneration) in Höhe L3/4, L4/5 und L5/S1 festgestellt. Eine mediale Bandscheibenprotusion ohne Wurzelkompression liegt bei L4/5 und L5/S1 vor, die Spinalkanalweite zeigt keine Auffälligkeiten.
Für mich stellen sich nach mehreren Arztbesuchen mit unterschiedlichsten Meinungen folgende Fragen: ist die orthopädisch angeratene Racz-Katheder-Methode geeignte oder ist doch eine andere minimal-invasive Methode erfolgversprechender?
Ist doch zunächst "Muskelaufbau" ohne Eingriff vorzuziehen?
Läßt sich eine Protrusion in einem bestimmten Stadium "stabilisieren" oder gar "rückgängig" machen (z.B. durch entsprechenden Muskelaufbau) oder schreitet der Prozess ohnehin fort, so dass minimal-invasive Methoden gar nicht mehr eingesetzt werden können und dann nur noch eine "klassische" Bandscheiben-OP hilft?
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus und verbleibe

mit freundlichem Gruß

T. Fickinger

von T. F. | am 2002-05-29 21:53:12

Antwort: Vorwölbung L4/5 und L5S1 - minimal-invasive Methoden oder Muskelaufbau?
Sehr geehrter Herr F.,

bei den von Ihnen geschilderten Beschwerden wäre in jedem Fall ein krankengymnastisch angeleiteter Muskelaufbau zu empfehlen. In vielen Fällen führt dies zur Beschwerdefreiheit. Sollte die Behandlung dennoch nicht den gewünschten Erfolg bringen käme ggf. auch die epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz in Betracht. Die Bandscheibe L4/L5 ist auch einer Mikrolaserbehandlung sehr gut zugänglich. Ggf. käme auch diese Therapie für Sie in Betracht.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll


Dr. med. S. Böll | am 2002-07-02 16:55:43


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