Neuroforaminale Enge

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hochgradige neuroforaminale Enge L4/5 und L5/S1
Ich habe Schmerzen im linken oberen Gesäßbereich, der bis in die Wade zieht.
Der Schmerz macht sich vor allem beim Laufen bemerkbar. Außerdem kommt es nach ca. 5 min gehen dazu, daß der linke Vorderfuß unkontrolliert auf den Boden schlägt, d.h. ich fange an zu hinken (partielle Fibularisparese). Mein Alter: 41.

Für Ratschläge und Hinweise zur Besserung dieser mißlichen Lage wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Nachfolgend der Befund der Kernspintomographie

Befund:

Links-konvexe Schwingung der oberen und konsekutiv rechts konvexe Schwingung der unteren LWS
im Liegen. Ausgeprägte Höhenminderung des Zwischenwirbelraums L3/4 mit angrenzenden abschlußplattennahen Spongiosadegenerationen Modic Grad I - II und dezenten Abschlußlattenerosionen. Ventrale und dorsale Osteophyten führen in diesem Segment Bandscheibengewebe mit sich und engen dezent das rechtsseitige Neuro-foramen ein (Bild 17 - 20).

Im Segment L4/5 und L5/S1 links dorsolaterale Osteophyten sowie links betonte
erosive Abschlußplattenveränderungen. Deutliche degenerative Einengung der linksseitigen
Neuroforamina L4/5 und L5/S1. Der Befund wird durch degenerative Fazettengelenkveränderungen
noch deutlich verstärkt. Im Segment L5/S1 dezente zirkumferente dorsale Protrusion der Bandscheibe.

Ergebnis:

- Ausgeprägte Spondylosteochondrosis intervertebralis L3/4 mit leichter erosiver Komponente.
Dorsale Osteophyten führen Bandscheibengewebe mit sich und bedingen eine sekundär relative
spinale Enge sowie eine mäßige rechtsseitige Neuroforaminalstenose.

- Mäßige Spondylosteochondrosis intervertebralis L4/5 und L5/S1.
Links dorsolaterale Osteophyten sowie links betonte Spondylarthrose in diesen beiden
Segmenten bei s-förmiger Skoliose der LWS mit hochgradiger neuroforaminaler Enge L4/5 und L5/S1
links. Zusätzliche dorsale Bandscheibenprotrusion L5/S1.


von E. K. | am 2002-12-14 19:02:34

Antwort: hochgradige neuroforaminale Enge L4/5 und L5/S1
Sehr geehrter Herr K.,

Ihre Beschwerden sind wohl durch eine Reizung des 5. Lendenwirbelsäulennervs bedingt, dieser verläuft durch das Neuroforamen L5/S1 und wird offenbar durch Bandscheibengewebe sowie durch arthrotische Anbauten behindert. Wir empfehlen in solchen Fällen eine röntgen- oder CT-gestützte Infiltration an dieses Neuroforamen, um eine lokale Wirkung zu erzielen und damit dem Nerv wieder etwas mehr Platz zu verschaffen. Diese Therapie kann durchaus mehrfach im wöchentlichen Abstand durchgeführt werden, nicht selten resultiert eine langfristige Beschwerdefreiheit. Bei Nichterfolg kann mikrochirurgisch dieses Neuroforamen erweitert werden.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll

Dr. med. S. Böll | am 2003-01-01 17:21:48


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